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		<title><![CDATA[Imoriath Forum - Charaktergeschichten]]></title>
		<link>https://imoriath.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Imoriath Forum - https://imoriath.com/forum]]></description>
		<pubDate>Sat, 02 May 2026 07:59:20 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Pläne,Intrigen und mehr...]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=8183</link>
			<pubDate>Fri, 12 Jul 2019 19:49:09 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=8183</guid>
			<description><![CDATA[Weit unter einem Herrenhaus in Schuttgart,im Hauptquartier der Krieger der Nacht,sitzt<br />
Dandte,der derzeitige Anführer,tief gebeugt an seinem imposanten Schreibtisch und bearbeitet <br />
die über die Woche liegengebliebenen Papiere, Rechnungen, Bestellungen, Anfragen, Bewerbungen<br />
und derlei Kram,um die er sich nun kümmern musste. Als sein Blick,  auf den nicht kleiner werdenden<br />
Stapel fällt, nimmt er sich vor Beizeiten einen Sekretär anzustellen. Schließlich war er ja ein Krieger<br />
und kein Schreiberling.<br />
Sein Tun wurde jäh unterbrochen, als ohne das vorher ein Anklopfen zu vernehmen war, die Tür aufflog<br />
und Calen, sein junger und ungestümer Kampfbruder, neuestes Mitglied des Ordens, herein schneite<br />
und eine Drecksspur auf dem Fußboden hinterließ."Ist er schon da?"<br />
Dandtes Kopf war hochgeflogen und mit hochgezogener Augenbraue betrachtete er missmutig die Spur<br />
die seinen heiligen Boden zierte."Siehst du ihn hier irgendwo?" fragte er ironisch und sah den jungen Krieger an,<br />
der nervös hin und her wanderte."Setz dich hin,  bervor du mir den Boden durchwetzt...er wird schon noch kommen."<br />
Calen setzte sich auf einen der bequemen Sessel und sah zu seinem Chef hinüber. "Er verspätet sich, das ist kein <br />
gutes Zeichen." brummte er unwirsch."Nun warte doch mal ab, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut."<br />
Dandte schüttelte amüsiert den Kopf über so viel Ungeduld der Jugend, grinsend erhob er sich von seinem<br />
Platz und ging zur Anrichte rüber und füllte zwei Gläser mit Spezialwein. Er ging zu Calen und reichte ihm eines<br />
der edelgeschliffenen Gläser und nahm ihm gegenüber Platz. "Wie war deine Patrouille? gab es Probleme?" " Nein,  nein<br />
alles lief glatt, es gab keine große Gegenwehr." Antwortete der Jüngere.<br />
Die Zeit verging nur zögernd, hatte es den Anschein und das Warten auf IHN zermürbte die Stimmung etwas.<br />
Doch dann war es endlich soweit und ein Diener kam zur Tür herein und kündigte einen Besucher an. Beide Krieger<br />
erhoben sich gleichzeitig von ihren Plätzen und sahen zur Tür. "Endlich....." Wer von Beiden dies sagte tut nichts zur Sache.<br />
Nachdem der Besucher das große Arbeitszimmer betreten hatte, schloss der Diener hinter ihm die Tür und man war alleine. Nach einer kurzen Begrüßung nahm man Platz in der üppigen Sitzgruppe und Dandte übernahm das Wort.<br />
"Hat man dich verfolgt, Wiesel?" Der Fremde schüttlete den Kopf:"ich bitte dich...du kennst mich doch" stolz klopfte er sich auf die Brust, "du weißt doch ich bin unsichtbar, wenn ich das will, nein,  sie haben nichts bemerkt,  sie halten mich immer noch für einen Diener und auch vermissen,  werden sie mich erst einmal nicht. Ich habe mich wegen familiärer Probleme  für ein paar Tage abgemeldet. "Sehr gut..." nickte Dandte anerkennend "Und? hast du es?"<br />
Das Wiesel grinste breit und klopfte auf seine Tasche . "Wäre ich sonst hier? Ich würde mich doch nicht ohne zu euch trauen", er nestelte seine Tasche auf und holte ein zusammengefaltetes Pergament heraus und hielt es Dandte hin."Am kommenden Sonntag werden die meisten von Ihnen an einem Turnier in Aden teilnehmen, es bleiben nur die nötigsten Wachen da.. ich denke das wäre ein guter Zeitpunkt." "bist du da sicher?" fragt Dandte. "Ja ganz sicher..ich habe es aus erster Hand gehört..die Schlossherrin hat es erwähnt,  als ich den Tisch abräumte." "Wenn dem so ist , haben wir leichtes Spiel."<br />
Dandte nahm das Pergament mit einem Lächeln entgegen und ging mit  Diesem zu seinem Schreibtisch hinüber und breitete<br />
es dort aus. Was er nun zu sehen bekam, ließ ihn diabolisch grinsen und zufrieden nicken."Sehr gut Wiesel...ich denke du <br />
solltest für eine gewisse Zeit verreisen...meinst du nicht?" Er ging zu einer Truhe hinüber und schloss sie auf. Er entnahm <br />
ihr einen Lederbeutel und verschloss sie wieder sorgfältig. Dann wechselte der pralle, mit Goldmünzen gefüllte Beutel, den Besitzer.Wiesel wiegte den Beutel grinsend in seiner Hand: "Mit euch Geschäfte zu machen ist mir immer eine Freude", der Beutel wanderte in seine Tasche und er erhob sich."Die Freude ist ganz auf meiner Seite, bei meinem nächsten Vorhaben<br />
werde ich an dich denken." "Stets zu Diensten !" Wiesel tippte sich an seine Mütze und ließ sich dann zur Tür geleiten, wo ihn ein Diener in Empfang nahm und an die Oberfläche zurück führte.<br />
Dandte wandte sich an Calen "holst du bitte Demetrio,Rio und Niko hinzu?" Er selber konzentrierte sich schon auf die Skizze die auf dem Perganment zu sehen war, Umrisse des Gebäudes, Türen, Geheimgänge, Räume und Umgebung waren bis aufs letzte Detail dargestellt. Er begann damit seinen Plan auszuformen, bis Sonntag blieb nicht mehr viel Zeit, aber die Gelegenheit war zu günstig, als das man sie verstreichen lassen konnte. Calen kam mit den drei anderen Kriegern zurück und alle grupperten sich um den Grundriss des Schlosses und prägten sich alles haarklein ein."Calen..wie viele Bogenschützen stehen dir zur Verfügung?" "Mit mir vierzehn." kam die knappe Antwort. "Gut....ihr positioniert euch am besten ...hier und hier." Er deutet auf der Karte an die besagten Stellen, Calen nickte. Dann wandte sich Dandte an Rio<br />
"Du greifst von hier aus mit deinen Leuten an." So bekamen alle Krieger ihre Anweisungen , wer, wo und wann zu sein hatte. Alle Krieger brachten ihre Vorschläge und Bedenken an, aber nach ca. zwei Stunden stand der Plan .Dandte sah in die Runde "Also dann Sonntag.......wir brechen nach Sonnenuntergang auf." Seine Freunde und Kampfbrüder nickten zustimmend und voller Zuversicht. Dandte faltete das Pergament sorgfältig zusammen und verschloss es sicher in seiner<br />
 Truhe, dann griff er zu seinen Waffen und sah seine`Brüder´an. "Ich werde schon mal die Lage sondieren gehen...wer kommt mit?" Wie nicht anders zu erwarten war, standen seine Freunde schon bereit an der Tür. "Ja was glaubst du denn?" grinsten alle im Einklang."Na dann mal los...." Dandtes Whiskyfarbende Augen leuchteten kurz hellgühend auf und die Krieger verließen das Arbeitszimmer und dann auch das Anwesen........]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Weit unter einem Herrenhaus in Schuttgart,im Hauptquartier der Krieger der Nacht,sitzt<br />
Dandte,der derzeitige Anführer,tief gebeugt an seinem imposanten Schreibtisch und bearbeitet <br />
die über die Woche liegengebliebenen Papiere, Rechnungen, Bestellungen, Anfragen, Bewerbungen<br />
und derlei Kram,um die er sich nun kümmern musste. Als sein Blick,  auf den nicht kleiner werdenden<br />
Stapel fällt, nimmt er sich vor Beizeiten einen Sekretär anzustellen. Schließlich war er ja ein Krieger<br />
und kein Schreiberling.<br />
Sein Tun wurde jäh unterbrochen, als ohne das vorher ein Anklopfen zu vernehmen war, die Tür aufflog<br />
und Calen, sein junger und ungestümer Kampfbruder, neuestes Mitglied des Ordens, herein schneite<br />
und eine Drecksspur auf dem Fußboden hinterließ."Ist er schon da?"<br />
Dandtes Kopf war hochgeflogen und mit hochgezogener Augenbraue betrachtete er missmutig die Spur<br />
die seinen heiligen Boden zierte."Siehst du ihn hier irgendwo?" fragte er ironisch und sah den jungen Krieger an,<br />
der nervös hin und her wanderte."Setz dich hin,  bervor du mir den Boden durchwetzt...er wird schon noch kommen."<br />
Calen setzte sich auf einen der bequemen Sessel und sah zu seinem Chef hinüber. "Er verspätet sich, das ist kein <br />
gutes Zeichen." brummte er unwirsch."Nun warte doch mal ab, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut."<br />
Dandte schüttelte amüsiert den Kopf über so viel Ungeduld der Jugend, grinsend erhob er sich von seinem<br />
Platz und ging zur Anrichte rüber und füllte zwei Gläser mit Spezialwein. Er ging zu Calen und reichte ihm eines<br />
der edelgeschliffenen Gläser und nahm ihm gegenüber Platz. "Wie war deine Patrouille? gab es Probleme?" " Nein,  nein<br />
alles lief glatt, es gab keine große Gegenwehr." Antwortete der Jüngere.<br />
Die Zeit verging nur zögernd, hatte es den Anschein und das Warten auf IHN zermürbte die Stimmung etwas.<br />
Doch dann war es endlich soweit und ein Diener kam zur Tür herein und kündigte einen Besucher an. Beide Krieger<br />
erhoben sich gleichzeitig von ihren Plätzen und sahen zur Tür. "Endlich....." Wer von Beiden dies sagte tut nichts zur Sache.<br />
Nachdem der Besucher das große Arbeitszimmer betreten hatte, schloss der Diener hinter ihm die Tür und man war alleine. Nach einer kurzen Begrüßung nahm man Platz in der üppigen Sitzgruppe und Dandte übernahm das Wort.<br />
"Hat man dich verfolgt, Wiesel?" Der Fremde schüttlete den Kopf:"ich bitte dich...du kennst mich doch" stolz klopfte er sich auf die Brust, "du weißt doch ich bin unsichtbar, wenn ich das will, nein,  sie haben nichts bemerkt,  sie halten mich immer noch für einen Diener und auch vermissen,  werden sie mich erst einmal nicht. Ich habe mich wegen familiärer Probleme  für ein paar Tage abgemeldet. "Sehr gut..." nickte Dandte anerkennend "Und? hast du es?"<br />
Das Wiesel grinste breit und klopfte auf seine Tasche . "Wäre ich sonst hier? Ich würde mich doch nicht ohne zu euch trauen", er nestelte seine Tasche auf und holte ein zusammengefaltetes Pergament heraus und hielt es Dandte hin."Am kommenden Sonntag werden die meisten von Ihnen an einem Turnier in Aden teilnehmen, es bleiben nur die nötigsten Wachen da.. ich denke das wäre ein guter Zeitpunkt." "bist du da sicher?" fragt Dandte. "Ja ganz sicher..ich habe es aus erster Hand gehört..die Schlossherrin hat es erwähnt,  als ich den Tisch abräumte." "Wenn dem so ist , haben wir leichtes Spiel."<br />
Dandte nahm das Pergament mit einem Lächeln entgegen und ging mit  Diesem zu seinem Schreibtisch hinüber und breitete<br />
es dort aus. Was er nun zu sehen bekam, ließ ihn diabolisch grinsen und zufrieden nicken."Sehr gut Wiesel...ich denke du <br />
solltest für eine gewisse Zeit verreisen...meinst du nicht?" Er ging zu einer Truhe hinüber und schloss sie auf. Er entnahm <br />
ihr einen Lederbeutel und verschloss sie wieder sorgfältig. Dann wechselte der pralle, mit Goldmünzen gefüllte Beutel, den Besitzer.Wiesel wiegte den Beutel grinsend in seiner Hand: "Mit euch Geschäfte zu machen ist mir immer eine Freude", der Beutel wanderte in seine Tasche und er erhob sich."Die Freude ist ganz auf meiner Seite, bei meinem nächsten Vorhaben<br />
werde ich an dich denken." "Stets zu Diensten !" Wiesel tippte sich an seine Mütze und ließ sich dann zur Tür geleiten, wo ihn ein Diener in Empfang nahm und an die Oberfläche zurück führte.<br />
Dandte wandte sich an Calen "holst du bitte Demetrio,Rio und Niko hinzu?" Er selber konzentrierte sich schon auf die Skizze die auf dem Perganment zu sehen war, Umrisse des Gebäudes, Türen, Geheimgänge, Räume und Umgebung waren bis aufs letzte Detail dargestellt. Er begann damit seinen Plan auszuformen, bis Sonntag blieb nicht mehr viel Zeit, aber die Gelegenheit war zu günstig, als das man sie verstreichen lassen konnte. Calen kam mit den drei anderen Kriegern zurück und alle grupperten sich um den Grundriss des Schlosses und prägten sich alles haarklein ein."Calen..wie viele Bogenschützen stehen dir zur Verfügung?" "Mit mir vierzehn." kam die knappe Antwort. "Gut....ihr positioniert euch am besten ...hier und hier." Er deutet auf der Karte an die besagten Stellen, Calen nickte. Dann wandte sich Dandte an Rio<br />
"Du greifst von hier aus mit deinen Leuten an." So bekamen alle Krieger ihre Anweisungen , wer, wo und wann zu sein hatte. Alle Krieger brachten ihre Vorschläge und Bedenken an, aber nach ca. zwei Stunden stand der Plan .Dandte sah in die Runde "Also dann Sonntag.......wir brechen nach Sonnenuntergang auf." Seine Freunde und Kampfbrüder nickten zustimmend und voller Zuversicht. Dandte faltete das Pergament sorgfältig zusammen und verschloss es sicher in seiner<br />
 Truhe, dann griff er zu seinen Waffen und sah seine`Brüder´an. "Ich werde schon mal die Lage sondieren gehen...wer kommt mit?" Wie nicht anders zu erwarten war, standen seine Freunde schon bereit an der Tür. "Ja was glaubst du denn?" grinsten alle im Einklang."Na dann mal los...." Dandtes Whiskyfarbende Augen leuchteten kurz hellgühend auf und die Krieger verließen das Arbeitszimmer und dann auch das Anwesen........]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geschichten eines Vagabunden [Vaughn]]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=8070</link>
			<pubDate>Fri, 04 Jan 2019 14:43:03 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=8070</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Von Drosseln und Amseln</span><br />
<br />
(Gegenwart)<br />
<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">„Dieser verdammte Trottel!“<br />
Vaughn schlug mit der geballten Faust auf den massiven Eichentisch, der sich vor ihm erstreckte. Strähnen seines dunkelbraunen, etwa schulterlangen Haares rutscht ihm ins Gesicht. Seine braunen Augen funkelten und Zorn lag in seinem Blick. Unter dem dichten Vollbart, der wenig gepflegt wirkte und seine harten Gesichtszüge unterstrich, knirschten die Zähne des Vagabunden. Wieder und wieder las er den zerknitterten Zettel, der vor ihm ausgebreitet auf dem Tisch lag und ging jedes einzelne Wort in Gedanken durch.</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">„Die Amsel sitzt auf dem Dach, die Drossel hat das Fliegen verlernt“</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Es war die verschlüsselte Botschaft eines Informanten. Vaughn verstand ihre Worte und doch hoffte er, je länger er das Blatt Papier anstarrte, einen Hinweis darauf zu finden, dass er den Inhalt möglicherweise anders interpretieren konnte. Denn de facto sorgte das, was dort stand, nicht dafür, dass seine Pläne sich vereinfachen würden.<br />
„Die Amsel hätte fliegen sollen…“, dachte Vaughn für sich und strich sich durch den Bart. „Wieso sitzt sie noch auf dem Dach? Das war nicht der Plan… und das kann nur eines bedeuten…“<br />
Vaughn schlug abermals auf den Tisch und brummelte etwas Unverständliches in seinen Bart. Wenn er etwas noch mehr hasste, als unplanmäßige Änderungen, dann war es Verrat. Das würde der letzte Flug der Amsel sein, soviel stand fest. Vaughn vergaß nichts und seine Rachegelüste waren seit jeher gut ausgeprägt.<br />
Beunruhigender als der Verrat der Amsel war jedoch der Umstand der Drossel.<br />
„Die Drossel fliegt also nicht mehr…“, dachte Vaughn weiter und schlug dieses Mal mit beiden Fäusten auf den Tisch, sodass das kleine Tintenfässchen umfiel und sich die schwarze Tinte auszubreiten drohte. Der Vagabund beachtete dies nicht. Es war nicht sein Tisch. Vielmehr massierte er sich mit seiner rechten Hand die Stirn. Ohne die Drossel würde der Plan nicht aufgehen. Jetzt hatte er mit dem Söldner Rhuad zwar einen offensichtlich sehr fähigen Meuchelmörder an Bord, jedoch würden sie ohne die Hilfe der Drossel nicht ohne weiteres in das Haus des Adligen Eberhard von Dach gelangen können.<br />
Vaughn ballte die Fäuste und biss die Zähne zusammen, auf seiner Stirn zeichnete sich unbändige Wut ab, seine Augen verengten sich und er starrte in das schummerige Licht der Kerze, die den Raum schemenhaft erhellte…</div>
<br />
---<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Vergangenheit)</div>
<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">„Lisa!“, rief Vaughn und stürmte an den Kai von Sinalad. Seine Schritte waren schnell und doch nicht schnell genug. Er stolperte über Kisten, rempelte Hafenarbeiter an, die ihn eines zornigen und auch neidischen Blickes würdigten, als er sie passierte.<br />
Vaughn trug ein edles, dunkelblaues Gewand aus feiner Seide, golden schimmernde Ringe zierten seine Hände, die Stiefel waren blank und frisch von Bediensteten geputzt, die Haut glattrasiert und zart, das Haar ordentlich gekämmt. Lediglich die Schweißperlen auf seiner Stirn und die Angst in seinen Augen trübten die ansonsten makellose Erscheinung.</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Immer schneller hastete Vaughn in Richtung Ableger. „Lisa! Lisa!“, rief er zunehmend hysterischer, doch drang keine Antwort an sein Ohr. Niemand antwortete, alle starrten.<br />
Als er endlich am Pier ankam, war es zu spät. Das Schiff hatte abgelegt und am Heck sah er sie stehen: Seine Lisa, die Frau seines Herzens, seine Geliebte, für die er alles gegeben, alles geopfert hatte. Jemand stand an ihrer Seite und Vaughn wusste genau, wer das war. Er hätte dort stehen sollen und nicht sein alter Freund aus Kindertagen. Der, den er einst seinen Bruder nannte. Der, der ihn durch schwierige Zeiten begleitete. Eberhard von Dach - Sohn einflussreicher Eltern… und Verräter…</div>
<br />
---<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Gegenwart)</div>
<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Wie um den Zorn zu vertreiben wedelte sich Vaughn mit einer seiner schwieligen Hände vor dem Gesicht rum. Er musste sich konzentrieren, durfte vor Zorn den Kopf nicht verlieren. Er hatte viele Jahre auf diesen Moment gewartet, da kam es auf ein paar Tage mehr oder weniger am Ende auch nicht drauf an.<br />
Er griff nach dem schweren Tonkrug, der auf dem Tisch stand und mit Schwarzbier gefüllt war. Ein kräftiger Zug leerte fast die Hälfte des Gefässes und benetzte den Bart des Diebes. Er wischte sich ein paar Tropfen aus selbigem und stellte den Krug wieder ab. Anschließend stützte er die Ellenbogen auf dem massiven Tisch ab und drückte die gefalteten Hände an die Nasenspitze. Er dachte nach.<br />
Es führte kein Weg dran vorbei, er musste die Drossel aus dem Kerker holen, sonst wäre der Weg in die Gemächer von Dachs ungemein schwerer. Niemand wusste um seine Pläne, wer involviert war, dachte, es ginge einzig und allein darum, den guten Eberhard um ein paar seiner schmierig und falsch verdienten Adena zu erleichtern. Das war nur die halbe Wahrheit und würde auch die halbe Wahrheit bleiben.<br />
Doch alleine war das Vorhaben bei weitem zu riskant. Von Dach beschäftigte ein paar exzellente Wachmänner, grobschlächtig und gefühlskalt. Und er hatte Angst. Jemand, der von Angst beherrscht wird, neigt zu irrationalen Handlungen. Vaughn wusste das und irgendwie gefiel es ihm.<br />
Doch wer von Angst zerfressen wurde, der neigte ebenso dazu, paranoid zu sein. Aus diesem Grunde ließ von Dach seine Gemächer magisch absichern. Bannkreise, magische Falle, das ganze Repertoire.<br />
„Magie…“, knurrte Vaughn. Wenn es etwas gab, was er noch mehr verabscheute als Verrat, dann war es Magie. Magier waren überheblich, eigensinnig, verschroben… und gefährlich. Insbesondere wenn sie für jemanden wie Eberhard von Dach arbeiteten.<br />
<br />
Drossel hingegen war kein gewöhnlicher Magier. Er war ein Tunichgut und Taugenichts, dem Alkohol verfallen, den Verstand selten beisammenhabend. Dennoch war er der fähigste Magier, den Vaughn kannte, wenn es darum ging, magische Fallen und Barrieren auszuschalten. Es war unerklärlich, Drossel war ein Phänomen. Sperrte man ihn in einen mehrfach gesicherten Bannkreis gehobener Magie, so war er in wenigen Minuten draussen, ohne mit der Wimper gezuckt zu haben. Sperrte man ihn jedoch in einen einfachen Kerker, gesichert durch das billigste aller Schlösser, so war er verloren. Manche behaupteten, dass er für die kleinen Dinge einfach keinen Sinn hatte und sich daher nicht mit ihnen befasste. Andere sagten, er sei einfach nur wahnsinnig und habe gar keinen Platz in seinem Spatzenhirn für so simple Lösungen.<br />
Es war nicht das erste Mal, dass Vaughn an einem Tisch saß und sich darüber ärgerte, was Drossel doch für ein Trottel sei. Es war aber auch nicht das erste Mal, dass der Vagabund Pläne schmiedete, um den Magier aus seinem Gefängnis zu befreien, da er ohne ihn aufgeschmissen wäre…<br />
<br />
 ---</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Vergangenheit)</div>
<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">„Was dauert denn da so lange, verdammt! Drossel!“, schimpfte Vaughn und schaute hektisch um die Ecke in die Dunkelheit hinein. Er hatte seinen Dolch gezogen und war bereit, damit jeden Moment Kehlen aufzuschlitzen. Er schaut über die Schulter zu dem Magier, der die bläulich schimmernden Hände vor sich hielt und einige Vaughn unbekannte Worte murmelte. Der Zauberer schaute kurz auf und warf Vaughn einen mürrischen Blick zu.<br />
„Ich heiße Killian, Herr Erik. Wann lernt Ihr das endlich?“, fragte er spöttisch und widmete sich wieder seiner Arbeit. Vaughn pflegte Decknamen zu benutzen, für sich wie auch für seine Gehilfen. Es war sicherer, doch das schien Killian D’Arguston – die Drossel – nicht zu interessieren.<br />
„Wie lange dauert es denn nun noch!?“, fauchte Vaughn und starrte abermals in die Dunkelheit. „Wir haben hier nicht ewig Zeit, verdammt!“.<br />
Doch die Drossel zuckte nur die Schultern. „Wenn Ihr mich anschreit, Herr Erik, dann dauert es noch länger. Gute Magie braucht ihre Zeit und dieser Zauber ist etwas komplexer. Er arbeitet mit Materienverschiebungen und ist durch alte Runen gesichert. Ein Fehler und Ihr werdet schneller eins mit der Erde, als Euch lieb sein kann. Wisst Ihr, ich habe damals…“, doch bevor die Drossel ihre Ausschweifungen fortsetzen konnte, schnitt Vaughn ihm mit einer knappen Geste das Wort ab. Fackelschein drang in der Ferne in den Korridor, er hörte laute Rufe und vernahm rasche Bewegungen. Sein Griff um den Dolch verfestigte sich und gen Drossel brummelte er: „Runen hin, Verschiebung her, dort kommen sie. Ich hoffe, du kannst auch Angriffszauber…“<br />
Die Drossel schüttelte den Kopf und sagte in gewohnt gelassener, eloquenter Art: „Nein, aber das wird auch nicht von Nöten sein, Herr Erik.“ und noch bevor Vaughn etwas entgegnen konnte, schmunzelte die Drossel und trat durch die vorher noch gesicherte Tür nach draussen. Dabei sprach der Magier in schrägem Singsang: „Ich habe das Schloss schon längst geknackt…“ und mit einem kehligen Lachen trat er in die Nacht.<br />
<br />
 ---</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Gegenwart)</div>
<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Vaughn erhob sich von seinem Stuhl, knüllte die Nachricht zusammen und warf sie in den lodernden Kamin. Nachdenklich betrachtete er die Flammen, als ein zaghaftes Klopfen an der Tür ihn aus seinen Gedanken riss. Ohne Eile trank er seinen Krug leer, sammelte sein Hab und Gut zusammen, warf sich den zerschlissenen Umhang über und trat zur Tür, um diese zu öffnen.<br />
Draussen im Flur der Taverne stand Nele, die Schankmaid, und errötete bei seinem Anblick. Sie hatte zweifelsfrei bereits mit vielen Gästen das Bett geteilt und doch sorgte etwas in Vaughns Gegenwart dafür, dass sie sich stets peinlich berührt fühlte und rot anlief.<br />
„Erik, es wird Zeit, dass Ihr das Zimmer räumt, ich muss noch…“, begann sie mit glockenheller Stimme, ehe sie ins Stocken geriet als Vaughn aus dem Zimmer trat. Sie hatte ihn schon öfter gesehen, mit ihm das Bett geteilt, und doch wirkte sein Aufzug am heutigen Morgen besonders bedrohlich. Dabei trug Vaughn die gewohnt einfache Wollkleidung, die hier und da Löcher aufwies. Dazu die zerkratzten Lederstiefel und den Fetzen, den er Umhang nannte. Doch sein Blick war ungewohnt finster, erhellte sich leicht, als er Nele sah, doch seine Aura blieb in der Dunkelheit haften.<br />
„Ich bin bereit zum Aufbruch.“, entgegnete er ihr mit seiner basslastigen Stimme. „Mir ist leider etwas Tinte ausgelaufen. Hier.“, er reichte ihr eine Hand voll Adena. „Das ist für die Mühen und den Tisch… und dafür, dass Ihr mich hier nicht gesehen habt…“, setzte er langgezogen fort und musterte dabei ihre Reaktion.<br />
In Neles Augen lag jener Blick, den Vaughn schon oft gesehen hatte. Die Faszination für das Geheimnisvolle, die Anziehungskraft des Gefährlichen, und auch ein Hauch von Furcht. Er kannte diesen Blick, einfache Frauen waren sehr schnell für sowas zu begeistern. An diesem Morgen war ihm dies jedoch egal und so verabschiedete er sich knapp und verließ umgehend die Taverne. Er spürte ihren Blick auf seinem Rücken, wusste, was sie dachte. Es schmerzte.<br />
<br />
Nele murmelte leise und bewundernd: „Dieser Mann…“</div>
<br />
---<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Vergangenheit)</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
„… ist etwas besonderes, Mama! Ich möchte für alle Zeit an seiner Seite bleiben.“. Lisa lächelte ihrer Mutter verträumt zu und ließ sich danach weiter das lange blonde Haar flechten. Ihre strahlend grünen Augen schauten aus dem Fenster, wo Vaughn in ihrem Blickfeld Fechtunterricht von seinem Vater erhielt.<br />
Die Grundstücke der beiden Familien lagen direkt nebeneinander und von ihrem Zimmer aus hatte sie guten Einblick in den Garten der Desmonds. Die beiden der gehobenen Klasse zugehörigen Familien pflegten ein enges freundschaftliches Band und so war es nicht ungewöhnlich, dass sich etwas mehr als Freundschaft zwischen den beiden einzigen Kindern der Familien entwickeln würde.<br />
Lisa und Vaughn verbrachten viel Zeit miteinander, spielten zusammen, lachten zusammen. Ihre Jugend war unbeschwert und frei. Zwölf Winter waren seit Vaughns Geburt vergangen, einen Winter später erblickte Lisa das Licht der Welt.<br />
Für die beiden Sprössling der einflussreichen Fischerdynastien gab es noch keine Sorgen und Lasten zu tragen. Sie genossen das Leben in Wohlstand und verschwendeten keinen Gedanken daran, was die Zukunft für sie bereithalten möge. </div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Ihre Mutter streichelte ihr über den Kopf und sprach leise: „Er ist ein guter Junge, mein Kind, aber noch lange kein Mann. Er muss noch viel lernen und reifen. Genau wie du.“<br />
Mit diesen Worten fuhr sie fort und flocht weiter das seidige Haar. Obwohl sie mit einem Lachen abschloss, erfüllten die Worte ihrer Tochter ihr Herz mit Trauer. Sie wusste, wie es hinter den Fassaden aussah, wusste, welche Pläne ihr Mann schmiedete. Es ging ihnen nicht gut, die Geschäfte liefen schlecht, wohingegen die Desmonds durch die Anschaffung neuer Boote im Aufwind waren. Neid erfüllte das Herz ihres Gatten und wo Neid waltete, erwuchs selten eine gute Saat.<br />
Doch sie konnte dagegen nichts unternehmen, schließlich war er der Herr im Haus. Sie seufzte leise und schwer. Ein Bündnis mit den von Dachs, der wahrscheinlich gefährlichsten Familie ganz Sinalads… konnte daraus etwas Gutes entstehen? Man munkelte gemeinhin, dass Erzibald von Dach Geschäften und Mächten zugeneigt war, die eher in den Schatten agierten. Er war ein skrupelloser, zwielichtiger Mann, doch traute sich niemand, dies laut anzusprechen. Sein Einfluss war zu groß, seine Mittel gnadenlos, sein Gewissen praktisch nicht vorhanden. Zu allem Überfluss übertrug sich dieses Gebaren auch noch auf seinen Sohn Eberhard, welchen Erzibald bereits als Gemahlen für Lisa auserwählt hatte. Natürlich ohne ihre Eltern oder Lisa selbst zu fragen.</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Lisas Mutter seufzte erneut.<br />
„Ist alles in Ordnung, Mutter?“. Ihre Tochter wandte sich um und schaute ihr direkt in die Augen. Es war wie ein Stich ins Herz. Sie nickte.<br />
„Ja, mein Kind.“, ihr Blick fiel auf Vaughn, der gerade eine Parade vollführte und gegen seinen alten Herrn zum Angriff überging. „Noch ist alles gut…“, sprach sie leise und der Wind trug die Worte schnell von ihren Lippen durchs Fenster hinaus.</div>
<br />
---<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Gegenwart)</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
Vaughn verließ die Taverne und das grelle Licht der hoch stehenden Sonne blendete ihn. Er hielt sich die Hand vor das Gesicht und ließ seine Augen sich an die Helligkeit gewöhnen. Wie immer herrschte auf dem Marktplatz reger Betrieb. Eigentlich eine gute Sache für jemanden wie Vaughn, der seine Hand gerne in die Taschen Fremder wandern ließ, um hier und da Hab und Gut den Besitzer wechseln zu lassen.<br />
Doch nicht am heutigen Tage. Er hatte getan, was es zu tun gab. Sein Plan nahm Konturen an. Jetzt musste er sich um die Drossel kümmern. Vielleicht könnte ihm seine neue Bekanntschaft dabei helfen. Rhuad schien krummen Dingern nicht abgeneigt. Dies wäre ein guter Test seiner Fähigkeiten. Natürlich könnte Vaughn die Drossel auch alleine aus dem Kerker holen, wahrscheinlich hätten ein Krug Bier und ein paar schmeichelhafte Worte gereicht. Aber bevor er die eigentliche Sache durchziehen konnte, musste er prüfen, ob man dem Söldner vertrauen konnte.<br />
Er würde sich auf die Suche nach ihm machen, um ihm seinen Plan zu unterbreiten. Doch zuvor musste er der Wachmannschaft einen Besuch abstatten. Er brauchte Informationen und er wusste genau, von wem er diese bekommen würde.</div>
<br />
---<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Tavernentratsch)</div>
<br />
Denjenigen, die häufiger in der Taverne Girans unterwegs sind, dürften einige Gerüchte zu Ohren kommen, die sich mit einem Fremden befassen, der erst seit kurzem ins Blickfeld der Allgemeinheit geraten ist, als sei er erst jüngst in die Stadt gekommen.<br />
Neben einer Beschreibung von Vaughns heruntergekommenem Aussehen schwärmen die weiblichen Besucher von seiner Ausstrahlung, während die männlichen Besucher eher mit Abscheu an den versoffenen Penner denken.<br />
Diejenigen jedoch, die im Untergrund aktiv sind, scheinen aufgescheucht und auf der Suche nach Informationen. Wer ist der Kerl? Wo kommt er her? Was will er und wieso stellt er so viele unbequeme Fragen?<br />
Eines steht jedenfalls fest: Was er plant, scheint etwas großes zu sein. Und für die, die interessiert sind, könnte es sich eventuell lohnen, Kontakt zu dem Fremden aufzunehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Von Drosseln und Amseln</span><br />
<br />
(Gegenwart)<br />
<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">„Dieser verdammte Trottel!“<br />
Vaughn schlug mit der geballten Faust auf den massiven Eichentisch, der sich vor ihm erstreckte. Strähnen seines dunkelbraunen, etwa schulterlangen Haares rutscht ihm ins Gesicht. Seine braunen Augen funkelten und Zorn lag in seinem Blick. Unter dem dichten Vollbart, der wenig gepflegt wirkte und seine harten Gesichtszüge unterstrich, knirschten die Zähne des Vagabunden. Wieder und wieder las er den zerknitterten Zettel, der vor ihm ausgebreitet auf dem Tisch lag und ging jedes einzelne Wort in Gedanken durch.</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">„Die Amsel sitzt auf dem Dach, die Drossel hat das Fliegen verlernt“</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Es war die verschlüsselte Botschaft eines Informanten. Vaughn verstand ihre Worte und doch hoffte er, je länger er das Blatt Papier anstarrte, einen Hinweis darauf zu finden, dass er den Inhalt möglicherweise anders interpretieren konnte. Denn de facto sorgte das, was dort stand, nicht dafür, dass seine Pläne sich vereinfachen würden.<br />
„Die Amsel hätte fliegen sollen…“, dachte Vaughn für sich und strich sich durch den Bart. „Wieso sitzt sie noch auf dem Dach? Das war nicht der Plan… und das kann nur eines bedeuten…“<br />
Vaughn schlug abermals auf den Tisch und brummelte etwas Unverständliches in seinen Bart. Wenn er etwas noch mehr hasste, als unplanmäßige Änderungen, dann war es Verrat. Das würde der letzte Flug der Amsel sein, soviel stand fest. Vaughn vergaß nichts und seine Rachegelüste waren seit jeher gut ausgeprägt.<br />
Beunruhigender als der Verrat der Amsel war jedoch der Umstand der Drossel.<br />
„Die Drossel fliegt also nicht mehr…“, dachte Vaughn weiter und schlug dieses Mal mit beiden Fäusten auf den Tisch, sodass das kleine Tintenfässchen umfiel und sich die schwarze Tinte auszubreiten drohte. Der Vagabund beachtete dies nicht. Es war nicht sein Tisch. Vielmehr massierte er sich mit seiner rechten Hand die Stirn. Ohne die Drossel würde der Plan nicht aufgehen. Jetzt hatte er mit dem Söldner Rhuad zwar einen offensichtlich sehr fähigen Meuchelmörder an Bord, jedoch würden sie ohne die Hilfe der Drossel nicht ohne weiteres in das Haus des Adligen Eberhard von Dach gelangen können.<br />
Vaughn ballte die Fäuste und biss die Zähne zusammen, auf seiner Stirn zeichnete sich unbändige Wut ab, seine Augen verengten sich und er starrte in das schummerige Licht der Kerze, die den Raum schemenhaft erhellte…</div>
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Vergangenheit)</div>
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">„Lisa!“, rief Vaughn und stürmte an den Kai von Sinalad. Seine Schritte waren schnell und doch nicht schnell genug. Er stolperte über Kisten, rempelte Hafenarbeiter an, die ihn eines zornigen und auch neidischen Blickes würdigten, als er sie passierte.<br />
Vaughn trug ein edles, dunkelblaues Gewand aus feiner Seide, golden schimmernde Ringe zierten seine Hände, die Stiefel waren blank und frisch von Bediensteten geputzt, die Haut glattrasiert und zart, das Haar ordentlich gekämmt. Lediglich die Schweißperlen auf seiner Stirn und die Angst in seinen Augen trübten die ansonsten makellose Erscheinung.</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Immer schneller hastete Vaughn in Richtung Ableger. „Lisa! Lisa!“, rief er zunehmend hysterischer, doch drang keine Antwort an sein Ohr. Niemand antwortete, alle starrten.<br />
Als er endlich am Pier ankam, war es zu spät. Das Schiff hatte abgelegt und am Heck sah er sie stehen: Seine Lisa, die Frau seines Herzens, seine Geliebte, für die er alles gegeben, alles geopfert hatte. Jemand stand an ihrer Seite und Vaughn wusste genau, wer das war. Er hätte dort stehen sollen und nicht sein alter Freund aus Kindertagen. Der, den er einst seinen Bruder nannte. Der, der ihn durch schwierige Zeiten begleitete. Eberhard von Dach - Sohn einflussreicher Eltern… und Verräter…</div>
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Gegenwart)</div>
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Wie um den Zorn zu vertreiben wedelte sich Vaughn mit einer seiner schwieligen Hände vor dem Gesicht rum. Er musste sich konzentrieren, durfte vor Zorn den Kopf nicht verlieren. Er hatte viele Jahre auf diesen Moment gewartet, da kam es auf ein paar Tage mehr oder weniger am Ende auch nicht drauf an.<br />
Er griff nach dem schweren Tonkrug, der auf dem Tisch stand und mit Schwarzbier gefüllt war. Ein kräftiger Zug leerte fast die Hälfte des Gefässes und benetzte den Bart des Diebes. Er wischte sich ein paar Tropfen aus selbigem und stellte den Krug wieder ab. Anschließend stützte er die Ellenbogen auf dem massiven Tisch ab und drückte die gefalteten Hände an die Nasenspitze. Er dachte nach.<br />
Es führte kein Weg dran vorbei, er musste die Drossel aus dem Kerker holen, sonst wäre der Weg in die Gemächer von Dachs ungemein schwerer. Niemand wusste um seine Pläne, wer involviert war, dachte, es ginge einzig und allein darum, den guten Eberhard um ein paar seiner schmierig und falsch verdienten Adena zu erleichtern. Das war nur die halbe Wahrheit und würde auch die halbe Wahrheit bleiben.<br />
Doch alleine war das Vorhaben bei weitem zu riskant. Von Dach beschäftigte ein paar exzellente Wachmänner, grobschlächtig und gefühlskalt. Und er hatte Angst. Jemand, der von Angst beherrscht wird, neigt zu irrationalen Handlungen. Vaughn wusste das und irgendwie gefiel es ihm.<br />
Doch wer von Angst zerfressen wurde, der neigte ebenso dazu, paranoid zu sein. Aus diesem Grunde ließ von Dach seine Gemächer magisch absichern. Bannkreise, magische Falle, das ganze Repertoire.<br />
„Magie…“, knurrte Vaughn. Wenn es etwas gab, was er noch mehr verabscheute als Verrat, dann war es Magie. Magier waren überheblich, eigensinnig, verschroben… und gefährlich. Insbesondere wenn sie für jemanden wie Eberhard von Dach arbeiteten.<br />
<br />
Drossel hingegen war kein gewöhnlicher Magier. Er war ein Tunichgut und Taugenichts, dem Alkohol verfallen, den Verstand selten beisammenhabend. Dennoch war er der fähigste Magier, den Vaughn kannte, wenn es darum ging, magische Fallen und Barrieren auszuschalten. Es war unerklärlich, Drossel war ein Phänomen. Sperrte man ihn in einen mehrfach gesicherten Bannkreis gehobener Magie, so war er in wenigen Minuten draussen, ohne mit der Wimper gezuckt zu haben. Sperrte man ihn jedoch in einen einfachen Kerker, gesichert durch das billigste aller Schlösser, so war er verloren. Manche behaupteten, dass er für die kleinen Dinge einfach keinen Sinn hatte und sich daher nicht mit ihnen befasste. Andere sagten, er sei einfach nur wahnsinnig und habe gar keinen Platz in seinem Spatzenhirn für so simple Lösungen.<br />
Es war nicht das erste Mal, dass Vaughn an einem Tisch saß und sich darüber ärgerte, was Drossel doch für ein Trottel sei. Es war aber auch nicht das erste Mal, dass der Vagabund Pläne schmiedete, um den Magier aus seinem Gefängnis zu befreien, da er ohne ihn aufgeschmissen wäre…<br />
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Vergangenheit)</div>
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">„Was dauert denn da so lange, verdammt! Drossel!“, schimpfte Vaughn und schaute hektisch um die Ecke in die Dunkelheit hinein. Er hatte seinen Dolch gezogen und war bereit, damit jeden Moment Kehlen aufzuschlitzen. Er schaut über die Schulter zu dem Magier, der die bläulich schimmernden Hände vor sich hielt und einige Vaughn unbekannte Worte murmelte. Der Zauberer schaute kurz auf und warf Vaughn einen mürrischen Blick zu.<br />
„Ich heiße Killian, Herr Erik. Wann lernt Ihr das endlich?“, fragte er spöttisch und widmete sich wieder seiner Arbeit. Vaughn pflegte Decknamen zu benutzen, für sich wie auch für seine Gehilfen. Es war sicherer, doch das schien Killian D’Arguston – die Drossel – nicht zu interessieren.<br />
„Wie lange dauert es denn nun noch!?“, fauchte Vaughn und starrte abermals in die Dunkelheit. „Wir haben hier nicht ewig Zeit, verdammt!“.<br />
Doch die Drossel zuckte nur die Schultern. „Wenn Ihr mich anschreit, Herr Erik, dann dauert es noch länger. Gute Magie braucht ihre Zeit und dieser Zauber ist etwas komplexer. Er arbeitet mit Materienverschiebungen und ist durch alte Runen gesichert. Ein Fehler und Ihr werdet schneller eins mit der Erde, als Euch lieb sein kann. Wisst Ihr, ich habe damals…“, doch bevor die Drossel ihre Ausschweifungen fortsetzen konnte, schnitt Vaughn ihm mit einer knappen Geste das Wort ab. Fackelschein drang in der Ferne in den Korridor, er hörte laute Rufe und vernahm rasche Bewegungen. Sein Griff um den Dolch verfestigte sich und gen Drossel brummelte er: „Runen hin, Verschiebung her, dort kommen sie. Ich hoffe, du kannst auch Angriffszauber…“<br />
Die Drossel schüttelte den Kopf und sagte in gewohnt gelassener, eloquenter Art: „Nein, aber das wird auch nicht von Nöten sein, Herr Erik.“ und noch bevor Vaughn etwas entgegnen konnte, schmunzelte die Drossel und trat durch die vorher noch gesicherte Tür nach draussen. Dabei sprach der Magier in schrägem Singsang: „Ich habe das Schloss schon längst geknackt…“ und mit einem kehligen Lachen trat er in die Nacht.<br />
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Gegenwart)</div>
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Vaughn erhob sich von seinem Stuhl, knüllte die Nachricht zusammen und warf sie in den lodernden Kamin. Nachdenklich betrachtete er die Flammen, als ein zaghaftes Klopfen an der Tür ihn aus seinen Gedanken riss. Ohne Eile trank er seinen Krug leer, sammelte sein Hab und Gut zusammen, warf sich den zerschlissenen Umhang über und trat zur Tür, um diese zu öffnen.<br />
Draussen im Flur der Taverne stand Nele, die Schankmaid, und errötete bei seinem Anblick. Sie hatte zweifelsfrei bereits mit vielen Gästen das Bett geteilt und doch sorgte etwas in Vaughns Gegenwart dafür, dass sie sich stets peinlich berührt fühlte und rot anlief.<br />
„Erik, es wird Zeit, dass Ihr das Zimmer räumt, ich muss noch…“, begann sie mit glockenheller Stimme, ehe sie ins Stocken geriet als Vaughn aus dem Zimmer trat. Sie hatte ihn schon öfter gesehen, mit ihm das Bett geteilt, und doch wirkte sein Aufzug am heutigen Morgen besonders bedrohlich. Dabei trug Vaughn die gewohnt einfache Wollkleidung, die hier und da Löcher aufwies. Dazu die zerkratzten Lederstiefel und den Fetzen, den er Umhang nannte. Doch sein Blick war ungewohnt finster, erhellte sich leicht, als er Nele sah, doch seine Aura blieb in der Dunkelheit haften.<br />
„Ich bin bereit zum Aufbruch.“, entgegnete er ihr mit seiner basslastigen Stimme. „Mir ist leider etwas Tinte ausgelaufen. Hier.“, er reichte ihr eine Hand voll Adena. „Das ist für die Mühen und den Tisch… und dafür, dass Ihr mich hier nicht gesehen habt…“, setzte er langgezogen fort und musterte dabei ihre Reaktion.<br />
In Neles Augen lag jener Blick, den Vaughn schon oft gesehen hatte. Die Faszination für das Geheimnisvolle, die Anziehungskraft des Gefährlichen, und auch ein Hauch von Furcht. Er kannte diesen Blick, einfache Frauen waren sehr schnell für sowas zu begeistern. An diesem Morgen war ihm dies jedoch egal und so verabschiedete er sich knapp und verließ umgehend die Taverne. Er spürte ihren Blick auf seinem Rücken, wusste, was sie dachte. Es schmerzte.<br />
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Nele murmelte leise und bewundernd: „Dieser Mann…“</div>
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Vergangenheit)</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
„… ist etwas besonderes, Mama! Ich möchte für alle Zeit an seiner Seite bleiben.“. Lisa lächelte ihrer Mutter verträumt zu und ließ sich danach weiter das lange blonde Haar flechten. Ihre strahlend grünen Augen schauten aus dem Fenster, wo Vaughn in ihrem Blickfeld Fechtunterricht von seinem Vater erhielt.<br />
Die Grundstücke der beiden Familien lagen direkt nebeneinander und von ihrem Zimmer aus hatte sie guten Einblick in den Garten der Desmonds. Die beiden der gehobenen Klasse zugehörigen Familien pflegten ein enges freundschaftliches Band und so war es nicht ungewöhnlich, dass sich etwas mehr als Freundschaft zwischen den beiden einzigen Kindern der Familien entwickeln würde.<br />
Lisa und Vaughn verbrachten viel Zeit miteinander, spielten zusammen, lachten zusammen. Ihre Jugend war unbeschwert und frei. Zwölf Winter waren seit Vaughns Geburt vergangen, einen Winter später erblickte Lisa das Licht der Welt.<br />
Für die beiden Sprössling der einflussreichen Fischerdynastien gab es noch keine Sorgen und Lasten zu tragen. Sie genossen das Leben in Wohlstand und verschwendeten keinen Gedanken daran, was die Zukunft für sie bereithalten möge. </div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Ihre Mutter streichelte ihr über den Kopf und sprach leise: „Er ist ein guter Junge, mein Kind, aber noch lange kein Mann. Er muss noch viel lernen und reifen. Genau wie du.“<br />
Mit diesen Worten fuhr sie fort und flocht weiter das seidige Haar. Obwohl sie mit einem Lachen abschloss, erfüllten die Worte ihrer Tochter ihr Herz mit Trauer. Sie wusste, wie es hinter den Fassaden aussah, wusste, welche Pläne ihr Mann schmiedete. Es ging ihnen nicht gut, die Geschäfte liefen schlecht, wohingegen die Desmonds durch die Anschaffung neuer Boote im Aufwind waren. Neid erfüllte das Herz ihres Gatten und wo Neid waltete, erwuchs selten eine gute Saat.<br />
Doch sie konnte dagegen nichts unternehmen, schließlich war er der Herr im Haus. Sie seufzte leise und schwer. Ein Bündnis mit den von Dachs, der wahrscheinlich gefährlichsten Familie ganz Sinalads… konnte daraus etwas Gutes entstehen? Man munkelte gemeinhin, dass Erzibald von Dach Geschäften und Mächten zugeneigt war, die eher in den Schatten agierten. Er war ein skrupelloser, zwielichtiger Mann, doch traute sich niemand, dies laut anzusprechen. Sein Einfluss war zu groß, seine Mittel gnadenlos, sein Gewissen praktisch nicht vorhanden. Zu allem Überfluss übertrug sich dieses Gebaren auch noch auf seinen Sohn Eberhard, welchen Erzibald bereits als Gemahlen für Lisa auserwählt hatte. Natürlich ohne ihre Eltern oder Lisa selbst zu fragen.</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Lisas Mutter seufzte erneut.<br />
„Ist alles in Ordnung, Mutter?“. Ihre Tochter wandte sich um und schaute ihr direkt in die Augen. Es war wie ein Stich ins Herz. Sie nickte.<br />
„Ja, mein Kind.“, ihr Blick fiel auf Vaughn, der gerade eine Parade vollführte und gegen seinen alten Herrn zum Angriff überging. „Noch ist alles gut…“, sprach sie leise und der Wind trug die Worte schnell von ihren Lippen durchs Fenster hinaus.</div>
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Gegenwart)</div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
Vaughn verließ die Taverne und das grelle Licht der hoch stehenden Sonne blendete ihn. Er hielt sich die Hand vor das Gesicht und ließ seine Augen sich an die Helligkeit gewöhnen. Wie immer herrschte auf dem Marktplatz reger Betrieb. Eigentlich eine gute Sache für jemanden wie Vaughn, der seine Hand gerne in die Taschen Fremder wandern ließ, um hier und da Hab und Gut den Besitzer wechseln zu lassen.<br />
Doch nicht am heutigen Tage. Er hatte getan, was es zu tun gab. Sein Plan nahm Konturen an. Jetzt musste er sich um die Drossel kümmern. Vielleicht könnte ihm seine neue Bekanntschaft dabei helfen. Rhuad schien krummen Dingern nicht abgeneigt. Dies wäre ein guter Test seiner Fähigkeiten. Natürlich könnte Vaughn die Drossel auch alleine aus dem Kerker holen, wahrscheinlich hätten ein Krug Bier und ein paar schmeichelhafte Worte gereicht. Aber bevor er die eigentliche Sache durchziehen konnte, musste er prüfen, ob man dem Söldner vertrauen konnte.<br />
Er würde sich auf die Suche nach ihm machen, um ihm seinen Plan zu unterbreiten. Doch zuvor musste er der Wachmannschaft einen Besuch abstatten. Er brauchte Informationen und er wusste genau, von wem er diese bekommen würde.</div>
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<div style="text-align: left;" class="mycode_align">
(Tavernentratsch)</div>
<br />
Denjenigen, die häufiger in der Taverne Girans unterwegs sind, dürften einige Gerüchte zu Ohren kommen, die sich mit einem Fremden befassen, der erst seit kurzem ins Blickfeld der Allgemeinheit geraten ist, als sei er erst jüngst in die Stadt gekommen.<br />
Neben einer Beschreibung von Vaughns heruntergekommenem Aussehen schwärmen die weiblichen Besucher von seiner Ausstrahlung, während die männlichen Besucher eher mit Abscheu an den versoffenen Penner denken.<br />
Diejenigen jedoch, die im Untergrund aktiv sind, scheinen aufgescheucht und auf der Suche nach Informationen. Wer ist der Kerl? Wo kommt er her? Was will er und wieso stellt er so viele unbequeme Fragen?<br />
Eines steht jedenfalls fest: Was er plant, scheint etwas großes zu sein. Und für die, die interessiert sind, könnte es sich eventuell lohnen, Kontakt zu dem Fremden aufzunehmen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Eladiels wieder Erwachen]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7951</link>
			<pubDate>Fri, 09 Feb 2018 00:05:48 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7951</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Blinzelnd öffnet sie die Augen. Wo ist sie? Was macht sie hier? Sie fröstelt und steht von dem steinernden Boden auf um die Orientierung wieder zu gewinnen. Der Boden um sie herum ist staubig, so als wenn lange Zeit niemand mehr an diesem Ort war. Eladiel trägt die Kleidung einer Novizin, kurz, knapp so gerade eben ihre Blöße bedeckend, der Novizenstab liegt neben ihr auf dem Boden. Sie hebt ihn auf und schaut sich in dem Raum um. Der Shilen Tempel, aber warum ist sie hier? Ein rasender Kopfschmerz jagt durch ihren Kopf und lässt sie auf die Knie gehen. Ein Kampf, ein Schrei und ein schwaches Licht umfängt sie. Geschützt durch eine dunkle Kuppel prallen die angreifenden Panther um sie herum ab. In weiter Ferne sieht sie ihre hohe Priesterin mit konzentriertem Blick der auf sie gerichtet ist. Ihre Lippen formen die Worte: “Du musst Leben...” Alles wird schwarz. Eine warme Schwerelosigkeit umfängt sie und trägt sie hinfort in einen tiefen Schlaf. Als Eladiel die Augen wieder öffnet ist sie verwirrt. Sie steht auf und verlässt den Tempel in Richtung Dunkel Elfen Stadt. Die Gegend hat sich verändert, der Mond der am Himmel steht ist nicht mehr der, der er einmal war, die Luft knistert und es fühlt sich alles falsch an. Ein kribbeln im Nacken lässt sie innehalten. Ein leises knurren ist zu hören und schon greift der Wolf an. </span></span><br />
</span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Sie versucht sich an die Zauber aus vergangener Zeit zu erinnern, aber mehr als einen kleinen Windstoß bringt sie nicht zustande. “Verflucht!”, schreit sie und rennt los. Eladiel versucht einige Meter zwischen sich und den Wolf zu bringen, aber das Biest ist zu schnell. Nochmal greift sie mit dem Windstoß an doch der Wolf ist auf einen halben Meter an sie heran gekommen. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Tut mir leid, aber was anderes fällt mir gerade nicht ein!”, ruft sie und schlägt mit dem Novizen Stab auf den Wolf ein. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“DER HAT GESESSEN!”, denkt sie triumphierend und schaut sich den Wolf genauer an. Ein schönes Tier, aber wieso kann sie sich nicht an die Zaubersprüche erinnern? Immerhin war sie einmal hohe Magierin der Renor’Anon gewesen, Magierin des schwarzen Lotus. Gedankenverloren wandert sie weiter in Richtung Dunkelelfen Stadt und trifft auf eine Stadtwache. Sie fragt, wo sie das Oberhaupt der Renor’Anon finden kann. Die Wache schaut sie verdutzt an und senkt den Blick. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Herrin, der schwarze Lotus hat sich schon vor 10 Jahren aufgelöst”, und schüttelt verwirrt den Kopf. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Vor 10 jahren… </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Wo war ich in den letzten 10 Jahren?” fragt sie sich… </span></span></span><br />
<br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Sie betritt die Stadt und geht zielstrebig auf die Gilde der Magier zu. Ob Harne noch lebt? Erfreut stellt sie beim Betreten fest, dass Harne noch an ihrem alten Platz steht und einer Novizin eine Lektion erteilt. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Und nun raus mit dir du ungeschicktes Ding! Dein miserablen Heilzauber werden mir noch die blonden Haare einer Rothe verpassen!” </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Eladiel lächelt und geht auf sie zu. Harne hat sich scheinbar nicht geändert. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Harne!” ruft Eladiel freudig. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Die Magister schaut sie finster an. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Wieso sprichst du mich mit meinem Namen an? Für dich heisst es immer noch Magister!”, und will zu einer Ohrfeige ausholen bis sie stutzt. “Eladiel?”, fragt sie ungläubig. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Wo kommst du her und wieso trägst du die Kleidung einer Novizin? Wir dachten du seist tot so wie die meisten die den Angriff nicht überlebt haben”. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Angriff?”, fragt Eladiel verblüfft. “Welcher Angriff?”. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Du weisst es nicht mehr? Vor 10 Jahren haben Rothe herausgefunden wo das Opferritual abgehalten wird und dich und einige der Renor’Anon überfallen. Wir fanden bei den Bergungen nur Trümmer und Leichenteile. Wir sind davon ausgegangen, dass niemand diesen Überfall überlebt hat”. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Eladiels Augen weitern sich vor Schreck. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Alle tot” denkt sie “und 10 Jahre her”.... “Harne, wieso erinnere ich mich nicht mehr an meine Magie? Ich habe einen lächerlichen Windstoß zustande gebracht und musste einen Wolf mit meinem Novizenstab erschlagen. Wo ist meine Magie hin?”.</span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Harne schaut sie traurig an. “</span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Das ist das Los, wenn man in den Schlummer der Gnade fällt. Im Tausch für das Leben einer hohen Priesterin, gewährte die Shilen den Schlaf der Gnade. Dein Geist wandelt in der Zwischenwelt. Dein Körper in einzelne Partikel zersplittert, deine Magie aufgelöst im Nebel der Dunkelheit. 10 Jahre ist der Angriff her und heute stehst du wieder vor mir. Viele Erinnerungen sind die geblieben aber deine Macht musst du neu erlernen”. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Heisst das, dass ich wieder eine Novizin sein muss?”, fragte Eladiel ungläubig. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Ja Eladiel, ab heute bin ich für dich wieder Magister, nenne mich niemals beim Namen, ich werde dich wie die anderen Novizinnen bestrafen, erziehen und lehren. Du musst vieles wieder erlernen und das wichtigste davon wird Gehorsam und Disziplin sein”.</span></span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Ja, Magister”, sprach Eladiel und senkt den Blick.</span></span></span><br />
<hr class="mycode_hr" />
[OOC: Nach 10 Jahren den Weg wieder zu Imoriath gefunden &lt;3 Ich freue mich wieder dabei zu sein und Eladiel wieder in der Welt Adens ihr Unwesen treiben zu lassen]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Blinzelnd öffnet sie die Augen. Wo ist sie? Was macht sie hier? Sie fröstelt und steht von dem steinernden Boden auf um die Orientierung wieder zu gewinnen. Der Boden um sie herum ist staubig, so als wenn lange Zeit niemand mehr an diesem Ort war. Eladiel trägt die Kleidung einer Novizin, kurz, knapp so gerade eben ihre Blöße bedeckend, der Novizenstab liegt neben ihr auf dem Boden. Sie hebt ihn auf und schaut sich in dem Raum um. Der Shilen Tempel, aber warum ist sie hier? Ein rasender Kopfschmerz jagt durch ihren Kopf und lässt sie auf die Knie gehen. Ein Kampf, ein Schrei und ein schwaches Licht umfängt sie. Geschützt durch eine dunkle Kuppel prallen die angreifenden Panther um sie herum ab. In weiter Ferne sieht sie ihre hohe Priesterin mit konzentriertem Blick der auf sie gerichtet ist. Ihre Lippen formen die Worte: “Du musst Leben...” Alles wird schwarz. Eine warme Schwerelosigkeit umfängt sie und trägt sie hinfort in einen tiefen Schlaf. Als Eladiel die Augen wieder öffnet ist sie verwirrt. Sie steht auf und verlässt den Tempel in Richtung Dunkel Elfen Stadt. Die Gegend hat sich verändert, der Mond der am Himmel steht ist nicht mehr der, der er einmal war, die Luft knistert und es fühlt sich alles falsch an. Ein kribbeln im Nacken lässt sie innehalten. Ein leises knurren ist zu hören und schon greift der Wolf an. </span></span><br />
</span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Sie versucht sich an die Zauber aus vergangener Zeit zu erinnern, aber mehr als einen kleinen Windstoß bringt sie nicht zustande. “Verflucht!”, schreit sie und rennt los. Eladiel versucht einige Meter zwischen sich und den Wolf zu bringen, aber das Biest ist zu schnell. Nochmal greift sie mit dem Windstoß an doch der Wolf ist auf einen halben Meter an sie heran gekommen. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Tut mir leid, aber was anderes fällt mir gerade nicht ein!”, ruft sie und schlägt mit dem Novizen Stab auf den Wolf ein. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“DER HAT GESESSEN!”, denkt sie triumphierend und schaut sich den Wolf genauer an. Ein schönes Tier, aber wieso kann sie sich nicht an die Zaubersprüche erinnern? Immerhin war sie einmal hohe Magierin der Renor’Anon gewesen, Magierin des schwarzen Lotus. Gedankenverloren wandert sie weiter in Richtung Dunkelelfen Stadt und trifft auf eine Stadtwache. Sie fragt, wo sie das Oberhaupt der Renor’Anon finden kann. Die Wache schaut sie verdutzt an und senkt den Blick. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Herrin, der schwarze Lotus hat sich schon vor 10 Jahren aufgelöst”, und schüttelt verwirrt den Kopf. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Vor 10 jahren… </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Wo war ich in den letzten 10 Jahren?” fragt sie sich… </span></span></span><br />
<br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Sie betritt die Stadt und geht zielstrebig auf die Gilde der Magier zu. Ob Harne noch lebt? Erfreut stellt sie beim Betreten fest, dass Harne noch an ihrem alten Platz steht und einer Novizin eine Lektion erteilt. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Und nun raus mit dir du ungeschicktes Ding! Dein miserablen Heilzauber werden mir noch die blonden Haare einer Rothe verpassen!” </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Eladiel lächelt und geht auf sie zu. Harne hat sich scheinbar nicht geändert. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Harne!” ruft Eladiel freudig. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Die Magister schaut sie finster an. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Wieso sprichst du mich mit meinem Namen an? Für dich heisst es immer noch Magister!”, und will zu einer Ohrfeige ausholen bis sie stutzt. “Eladiel?”, fragt sie ungläubig. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Wo kommst du her und wieso trägst du die Kleidung einer Novizin? Wir dachten du seist tot so wie die meisten die den Angriff nicht überlebt haben”. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Angriff?”, fragt Eladiel verblüfft. “Welcher Angriff?”. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Du weisst es nicht mehr? Vor 10 Jahren haben Rothe herausgefunden wo das Opferritual abgehalten wird und dich und einige der Renor’Anon überfallen. Wir fanden bei den Bergungen nur Trümmer und Leichenteile. Wir sind davon ausgegangen, dass niemand diesen Überfall überlebt hat”. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Eladiels Augen weitern sich vor Schreck. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Alle tot” denkt sie “und 10 Jahre her”.... “Harne, wieso erinnere ich mich nicht mehr an meine Magie? Ich habe einen lächerlichen Windstoß zustande gebracht und musste einen Wolf mit meinem Novizenstab erschlagen. Wo ist meine Magie hin?”.</span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Harne schaut sie traurig an. “</span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Das ist das Los, wenn man in den Schlummer der Gnade fällt. Im Tausch für das Leben einer hohen Priesterin, gewährte die Shilen den Schlaf der Gnade. Dein Geist wandelt in der Zwischenwelt. Dein Körper in einzelne Partikel zersplittert, deine Magie aufgelöst im Nebel der Dunkelheit. 10 Jahre ist der Angriff her und heute stehst du wieder vor mir. Viele Erinnerungen sind die geblieben aber deine Macht musst du neu erlernen”. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Heisst das, dass ich wieder eine Novizin sein muss?”, fragte Eladiel ungläubig. </span></span></span><br />
<span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Ja Eladiel, ab heute bin ich für dich wieder Magister, nenne mich niemals beim Namen, ich werde dich wie die anderen Novizinnen bestrafen, erziehen und lehren. Du musst vieles wieder erlernen und das wichtigste davon wird Gehorsam und Disziplin sein”.</span></span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="color: #ccffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">“Ja, Magister”, sprach Eladiel und senkt den Blick.</span></span></span><br />
<hr class="mycode_hr" />
[OOC: Nach 10 Jahren den Weg wieder zu Imoriath gefunden &lt;3 Ich freue mich wieder dabei zu sein und Eladiel wieder in der Welt Adens ihr Unwesen treiben zu lassen]]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Eine Novembernacht]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7936</link>
			<pubDate>Sun, 22 Oct 2017 17:08:35 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7936</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Stolz und majestätisch ragen die Baumkronen der hochgewachsenen Linden in den Himmel, vor dem alten</span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Gutshof, welcher ihnen einst seinen Namen verdankte – Lindström. Der Duft ihrer im Frühling blühenden</span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Knospen erfüllt die Luft der Ebenen schon seit mehreren Generationen bis in die Gegenwart und erzählt </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">längst vergangene Geschichten, welche an gute und an schlechte Zeiten erinnern. Eine dieser Geschichten </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">geschah in einer milden Herbstnacht im November vor etwa dreiundzwanzig Jahren und zählt zu einem der <br />
wohl </span><span style="font-size: small;" class="mycode_size">rätselhaftesten Vorfälle Gludios.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Times New Roman;" class="mycode_font">[OOC: Alle Angaben wie die Zeit und das Alter beziehen sich auf die Vergangenheit, also wie es vor 23 Jahren war</span></span><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Times New Roman;" class="mycode_font">.]</span></span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Zur Gutsanlage Lindström gehörte nicht nur das mit dichtem Efeu bewachsene Herrenhaus und ein großer </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Stall, sondern auch eine Scheune, einige Hektar Land und ein Austragshaus, welches nur wenige Meter vom </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Haupthaus entfernt stand. Gutsbesitzer war der damals sechsundvierzig-jährige Ortwin Lindström, der mit </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">nur jungen zwanzig Jahren den Hof seines Vaters übernahm, da dieser im Zuge eines schweren Unfalls eine </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Querschnittslähmung erlitt und sich nicht mehr in der Lage sah, den Hof weiterzuführen.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Vor [damals] zwanzig Jahren ehelichte er seine [nun] vierzigjährige Frau Waldis Lindström, geborene Tjäder. </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Sie gebar ihm zwei Töchter – die [nun] siebzehnjährige Hannah und die [nun] vierzehnjährige Albina und </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">einen Sohn – den [nun] achtjährigen Laurence, auch Lauri genannt. Zusammen lebten sie im Herrenhaus. Im </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Austragshaus, lebten die Eltern des Ortwin – Adelgund Lindström, geborene Wintar, und Öyvind Lindström. </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Zur Familie gehörte überdies der graugewolkte Wolfspitzrüde Flóki.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Familie galt als recht wohlhabend. Neben den Gutsanlagen und einigen paar Vieh – Rinder, Schweine </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">und Hühner, zählten noch Besitztümer in Form von Wertgegenständen wie Gold- und Silbermünzen und </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Schmuck und Papiere in Form von Pfandbriefen zu ihrem Vermögen. Die Lindströms lebten verhältnismäßig </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">zurückgezogen und galten als sehr geizig – böse Zungen behaupteten sogar, der Ortwin heuerte, um Geld zu </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">sparen, für wenige Wochen auch teilweise illegale Hilfsarbeiter für seinen Hof an.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Regelmäßig, meist am fünften Tag einer Woche, besuchte Ortwin am frühen Abend bis spät in die Nacht </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">seine Lieblingstaverne, welche circa sieben Gehminuten vom Gutshof entfernt in „Town of Gludio“ lag. </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Zuletzt berichtete er seinen Kameraden über merkwürdige Vorkommnisse auf dem Hof – ein Schloss am </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Herrenhaus wurde aufgebrochen und ein Schlüssel, der die Türe zur Scheune öffnete, wurde entwendet, </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">jedoch wurden weder Bargeld, noch Schmuck oder andere Wertgegenstände gestohlen. Seitdem habe er </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">ständig das Gefühl beobachtet zu werden, zudem ihm sein Sohn Laurence erzählte, er habe die Tage nach </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">dem Einbruch Schritte auf dem Dachboden wahrgenommen. Auf Anraten seines Bekanntenkreises lies der </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ortwin seine gesamte Gutsanlage durchsuchen, jedoch leider ohne den Erwerb eines einzelnen Hinweises auf <br />
den Täter oder der möglichen Anwesenheit eines Fremden. </span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Nach einem letzten Tavernenbesuch des Ortwin am zweiten Samstag des Monats November, ließen sich der </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Bauer und auch der Rest der Familie nicht mehr blicken. Nur die angeheuerte Hilfskraft, die zweiundvierzig-</span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">jährige Magd Rosalinne Stenberg, die ungefähr zwei Wochen zuvor nach Gludin reiste, um ihre Schwester zu </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">besuchen, wurde im Dorf gesichtet. Sie war es auch, die letzten Endes, nach ihrer Rückkehr an den Hof, die </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">in der Scheune mit Heu und Stroh bedeckten Leichname der Lindströms Ortwin und Waldis auffand. Wenig </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">später fand man auch die Leichname der Töchter Hannah und Albina in ihren Kammern, die Eltern des </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ortwin wurden tot im Keller des Austragshauses aufgefunden. Allesamt wurden sie, wie später die </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ermittlungen ergaben, mit einer Harke erschlagen, wobei noch immer ungeklärt ist, wer und wie viele Täter </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">beteiligt waren und aus welchen Beweggründen die Tat stattfand, da scheinbar alle Wertgegenstände und </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Wertpapiere zurückgelassen wurden. Ebenfalls ist nichts über den Verbleib des Sohnes des Ortwin, Laurence </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Lindström, bekannt – weder tauchte er zum Unterricht in der Schule auf, noch wurden die sterblichen </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Überreste des Knaben gefunden. Es kursierten Gerüchte darüber, dass der Sohn mehrere Tage inmitten der </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">leblosen Körper der Familie gelebt haben soll, da Augenzeugen berichteten, man habe die Nächte nach der </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Tat im Kamin des Herrenhauses Feuer brennen sehen. Andere behaupteten wiederum, dass Laurence die </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Flucht ergreifen konnte und der oder die Täter auf seine Rückkehr warteten, um auch ihn zu töten. Neben des </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">reichlichen Gemunkels über den Verbleib des Sohnes des Ortwin, kursieren auch viele verschiedene Ideen </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">über das mögliche Tatmotiv und die damit in Verbindung zu bringenden Täter, welche eine skurriler als die </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">andere zu sein scheint. Als Hauptverdächtiger galt ein Freund des Gutsbesitzers, der Rainer Fischer, der über </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">viele Jahre hinweg einen großen Schuldenberg bei den Lindströms anhäufte – jedoch konnte man ihm nichts </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">nachweisen. Ein ebenfalls mögliches, aber eher bizarres Motiv sollte Marius Stenberg, ein Verwandter der </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Rosalinne Stenberg, liefern – wenige Wochen vor der Tatnacht habe er bei dem Ortwin um die Hand seiner </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">ältesten Tochter Hannah angehalten haben, doch dieser verneinte. Auch heute, rund sechzehn Jahre später, ist </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">nichts über das Motiv, noch über den oder die Täter, noch über den Verbleib von Laurence Lindström </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">bekannt.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Besitztümer des Ortwin gingen dem Besitz des Landesherren über, da alle möglichen Erben tot oder </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">verschollen waren. Der damalige Gutshof fand als Waisenhaus für Mädchen eine neue Funktion.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Times New Roman, serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">[OOC: Dies ist eine Geschichte zu der Familie Lindström, die jeder in Imoriath kennen könnte. Sie stellt </span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Times New Roman, serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">außerdem eine kleine Vorgeschichte zu November, aka Laurence Lindström. der sich heute Eirik Skjeggestad </span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Times New Roman, serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">nennt und mittlerweile 31 Jahre alt ist, dar. Sein Brot verdient er sich heute hauptsächlich als Helfer in einer </span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Times New Roman, serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Taverne und mit zwielichtigen Geschäften als Assassine unter dem Decknamen November – weil ihn die </span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Times New Roman, serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Vorfälle in dieser einen Novembernacht zu dem gemacht haben, was er heute ist.]</span></span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Stolz und majestätisch ragen die Baumkronen der hochgewachsenen Linden in den Himmel, vor dem alten</span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Gutshof, welcher ihnen einst seinen Namen verdankte – Lindström. Der Duft ihrer im Frühling blühenden</span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Knospen erfüllt die Luft der Ebenen schon seit mehreren Generationen bis in die Gegenwart und erzählt </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">längst vergangene Geschichten, welche an gute und an schlechte Zeiten erinnern. Eine dieser Geschichten </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">geschah in einer milden Herbstnacht im November vor etwa dreiundzwanzig Jahren und zählt zu einem der <br />
wohl </span><span style="font-size: small;" class="mycode_size">rätselhaftesten Vorfälle Gludios.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Times New Roman;" class="mycode_font">[OOC: Alle Angaben wie die Zeit und das Alter beziehen sich auf die Vergangenheit, also wie es vor 23 Jahren war</span></span><span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Times New Roman;" class="mycode_font">.]</span></span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Zur Gutsanlage Lindström gehörte nicht nur das mit dichtem Efeu bewachsene Herrenhaus und ein großer </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Stall, sondern auch eine Scheune, einige Hektar Land und ein Austragshaus, welches nur wenige Meter vom </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Haupthaus entfernt stand. Gutsbesitzer war der damals sechsundvierzig-jährige Ortwin Lindström, der mit </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">nur jungen zwanzig Jahren den Hof seines Vaters übernahm, da dieser im Zuge eines schweren Unfalls eine </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Querschnittslähmung erlitt und sich nicht mehr in der Lage sah, den Hof weiterzuführen.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Vor [damals] zwanzig Jahren ehelichte er seine [nun] vierzigjährige Frau Waldis Lindström, geborene Tjäder. </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Sie gebar ihm zwei Töchter – die [nun] siebzehnjährige Hannah und die [nun] vierzehnjährige Albina und </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">einen Sohn – den [nun] achtjährigen Laurence, auch Lauri genannt. Zusammen lebten sie im Herrenhaus. Im </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Austragshaus, lebten die Eltern des Ortwin – Adelgund Lindström, geborene Wintar, und Öyvind Lindström. </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Zur Familie gehörte überdies der graugewolkte Wolfspitzrüde Flóki.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Familie galt als recht wohlhabend. Neben den Gutsanlagen und einigen paar Vieh – Rinder, Schweine </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">und Hühner, zählten noch Besitztümer in Form von Wertgegenständen wie Gold- und Silbermünzen und </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Schmuck und Papiere in Form von Pfandbriefen zu ihrem Vermögen. Die Lindströms lebten verhältnismäßig </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">zurückgezogen und galten als sehr geizig – böse Zungen behaupteten sogar, der Ortwin heuerte, um Geld zu </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">sparen, für wenige Wochen auch teilweise illegale Hilfsarbeiter für seinen Hof an.</span></span><br />
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<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Regelmäßig, meist am fünften Tag einer Woche, besuchte Ortwin am frühen Abend bis spät in die Nacht </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">seine Lieblingstaverne, welche circa sieben Gehminuten vom Gutshof entfernt in „Town of Gludio“ lag. </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Zuletzt berichtete er seinen Kameraden über merkwürdige Vorkommnisse auf dem Hof – ein Schloss am </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Herrenhaus wurde aufgebrochen und ein Schlüssel, der die Türe zur Scheune öffnete, wurde entwendet, </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">jedoch wurden weder Bargeld, noch Schmuck oder andere Wertgegenstände gestohlen. Seitdem habe er </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">ständig das Gefühl beobachtet zu werden, zudem ihm sein Sohn Laurence erzählte, er habe die Tage nach </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">dem Einbruch Schritte auf dem Dachboden wahrgenommen. Auf Anraten seines Bekanntenkreises lies der </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ortwin seine gesamte Gutsanlage durchsuchen, jedoch leider ohne den Erwerb eines einzelnen Hinweises auf <br />
den Täter oder der möglichen Anwesenheit eines Fremden. </span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Nach einem letzten Tavernenbesuch des Ortwin am zweiten Samstag des Monats November, ließen sich der </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Bauer und auch der Rest der Familie nicht mehr blicken. Nur die angeheuerte Hilfskraft, die zweiundvierzig-</span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">jährige Magd Rosalinne Stenberg, die ungefähr zwei Wochen zuvor nach Gludin reiste, um ihre Schwester zu </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">besuchen, wurde im Dorf gesichtet. Sie war es auch, die letzten Endes, nach ihrer Rückkehr an den Hof, die </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">in der Scheune mit Heu und Stroh bedeckten Leichname der Lindströms Ortwin und Waldis auffand. Wenig </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">später fand man auch die Leichname der Töchter Hannah und Albina in ihren Kammern, die Eltern des </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ortwin wurden tot im Keller des Austragshauses aufgefunden. Allesamt wurden sie, wie später die </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Ermittlungen ergaben, mit einer Harke erschlagen, wobei noch immer ungeklärt ist, wer und wie viele Täter </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">beteiligt waren und aus welchen Beweggründen die Tat stattfand, da scheinbar alle Wertgegenstände und </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Wertpapiere zurückgelassen wurden. Ebenfalls ist nichts über den Verbleib des Sohnes des Ortwin, Laurence </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Lindström, bekannt – weder tauchte er zum Unterricht in der Schule auf, noch wurden die sterblichen </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Überreste des Knaben gefunden. Es kursierten Gerüchte darüber, dass der Sohn mehrere Tage inmitten der </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">leblosen Körper der Familie gelebt haben soll, da Augenzeugen berichteten, man habe die Nächte nach der </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Tat im Kamin des Herrenhauses Feuer brennen sehen. Andere behaupteten wiederum, dass Laurence die </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Flucht ergreifen konnte und der oder die Täter auf seine Rückkehr warteten, um auch ihn zu töten. Neben des </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">reichlichen Gemunkels über den Verbleib des Sohnes des Ortwin, kursieren auch viele verschiedene Ideen </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">über das mögliche Tatmotiv und die damit in Verbindung zu bringenden Täter, welche eine skurriler als die </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">andere zu sein scheint. Als Hauptverdächtiger galt ein Freund des Gutsbesitzers, der Rainer Fischer, der über </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">viele Jahre hinweg einen großen Schuldenberg bei den Lindströms anhäufte – jedoch konnte man ihm nichts </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">nachweisen. Ein ebenfalls mögliches, aber eher bizarres Motiv sollte Marius Stenberg, ein Verwandter der </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Rosalinne Stenberg, liefern – wenige Wochen vor der Tatnacht habe er bei dem Ortwin um die Hand seiner </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">ältesten Tochter Hannah angehalten haben, doch dieser verneinte. Auch heute, rund sechzehn Jahre später, ist </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">nichts über das Motiv, noch über den oder die Täter, noch über den Verbleib von Laurence Lindström </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">bekannt.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Besitztümer des Ortwin gingen dem Besitz des Landesherren über, da alle möglichen Erben tot oder </span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">verschollen waren. Der damalige Gutshof fand als Waisenhaus für Mädchen eine neue Funktion.</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Times New Roman, serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">[OOC: Dies ist eine Geschichte zu der Familie Lindström, die jeder in Imoriath kennen könnte. Sie stellt </span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Times New Roman, serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">außerdem eine kleine Vorgeschichte zu November, aka Laurence Lindström. der sich heute Eirik Skjeggestad </span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Times New Roman, serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">nennt und mittlerweile 31 Jahre alt ist, dar. Sein Brot verdient er sich heute hauptsächlich als Helfer in einer </span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Times New Roman, serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Taverne und mit zwielichtigen Geschäften als Assassine unter dem Decknamen November – weil ihn die </span></span></span><br />
<span style="color: #ffffff;" class="mycode_color"><span style="font-family: Times New Roman, serif;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">Vorfälle in dieser einen Novembernacht zu dem gemacht haben, was er heute ist.]</span></span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Neue Wege auf alten Pfaden]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7666</link>
			<pubDate>Sun, 26 May 2013 22:35:18 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7666</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: left;" class="mycode_align">(( zuallererst der Hinweis, daß dies nicht die <br />
Entstehungsgeschichte/Werdegang meines Mainchars Laviniela ist, sondern <br />
quasi die erneute Fortsetzung ihres Weges/Lebens auf dem Imo.... bin <br />
seit 2007 dabei und nun grad frisch von über einem Jahr Abstinenz wieder<br />
online.... we will see what will happen! ^^))<br />
<br />
"Regenverhangen <br />
und düster war der Himmel über Aden. Tiefgraue Wolkenberge türmten sich <br />
auf wie eherne Titanen aus längst vergessener zeit, während sie, von <br />
einem stechend kalten Wind getrieben, westwärts über die fast leere <br />
Stadt dahinzogen. Lange würde es nicht mehr dauern, bis die ersten <br />
Schauer auf die Straßen niedergehen würden. Fahles Dämmerlicht wies dem <br />
Tag den Weg ins Vergangene und bereitete dem nun kommenden Abend ein <br />
kalt leuchtendes Willkommen auf der tristen Bühne namens Aden. <br />
Langsam<br />
wendete sie ihren Blick ab von den Wolken, hin zu den hohen, weit <br />
ausladenden herrschaftlichen Häusern, die den äußeren Ring innerhalb der<br />
Stadtmauern säumten. Wie viel Zeit war vergangen seit sie diese Stadt, <br />
dieses Land, ja diese Ebene verlassen hatte? Monate? Jahre? <br />
Beißende<br />
Ungewißheit und ein Hauch von Angst wirbelten durch ihre Gedanken wie <br />
tanzende, trockene Blätter im stechenden Wind als sie ihre Schritte auf <br />
eines der Häuser richtete. Dunkle Fenster schauten, fast toten Augen <br />
gleich, aus der nunmehr verwitterten Fassade des Ordenshauses auf sie <br />
herab, während sie, noch immer steten, jedoch nun etwas zögerlicheren <br />
Schrittes auf das Eingangsportal zusteuerte.<br />
Kein Diener mehr, der <br />
respektvoll nickend die Flügel der nunmehr leicht ramponierten Tür, für <br />
sie aufschloss.... keine umhereilenden Bediensteten mehr, die geschäftig<br />
die Reittiere Ihrer Herren versorgten oder allerlei Dienst- und <br />
Botengänge für die selbigen tätigten... keine Geräusche mehr ,die auf <br />
reges Leben innerhalb des Ordenshauses hinwiesen.... nichts als Stille. <br />
Stille, einzig durchbrochen vom gelegentlichen hohlen Pfeifen des <br />
Windes, wenn wieder eine Böe durch die Straßen fegte.<br />
<br />
An der Tür <br />
angekommen, hielt sie inne und fuhr mit den Fingerspitzen ihrer rechten <br />
Hand über das Holz. Sie seufzte, als sich stellenweise der Lack von den <br />
geschnitzten Intarsien der Türen bei ihrer Berührung löste. <br />
Gedankenverloren beobachtete sie, wie diese Lacksplitter zu Boden und <br />
somit in den Haufen Laub und Staub, der sich auf der Schwelle bereits <br />
angesammelt hatte, fielen. <br />
Entschlossen atmete sie ein, als sie <br />
,den Kopf erhebend, mit beiden Händen die Torflügel aufdrückte. Mit <br />
knarrenden Geräuschen bewegten sich die lang ungenutzten Scharniere und <br />
die Torflügel ebneten dem dämmrigen Licht den Weg in die Vorhalle des <br />
Ordenshauses.<br />
Feiner grauer Staub, wirbelte, vom plötzlichen Luftsog <br />
emporgehoben, herum und umtanzte die verschiedenen, mit Laken <br />
abgedeckten Möbelstücke im Raum. Während der Staub sich wieder legte, <br />
lenkte sie ihre Schritte durch den Raum und bedachte ihr Umfeld mit <br />
traurig prüfendem Blick. Fast schien es ihr, als hätte sie ganz tief im <br />
inneren gehofft, hinter der toten Fassade des Ordenshauses doch alles <br />
wie gewohnt vorzufinden... erfüllt mit Leben und umringt von den <br />
ihrigen. Sie schalt sich einen Narren, als sie, den kopf schüttelnd, <br />
ihren Weg fortsetzte in Richtung des Versammlungsraumes. Es war gefühlt <br />
Äonen lang her, seit sie diesen Weg das letzte mal ging, und nun hoffte <br />
sie, daß dies doch nicht alles lang vorbei und fast schon unwirklich <br />
weit weg wäre? Lächerlich!<br />
Am anderen Endes des Raumes blieb sie vor <br />
einer weiteren Tür stehen und zog einen großen, mit einem stilisierten <br />
Stern verzierten, Schlüssel aus einer ihrer Taschen hervor. Sacht führte<br />
sie diesen in das vor ihr liegende Schloss und mit einem fast <br />
unmerklichen bestätigenden Nicken bekundete sie das Klacken, welches <br />
beim öffnen des Schließmechanismus ertönte. <br />
Sie hielt kurz inne. <br />
Erneut hatte sie Bilder aus lang vergangener Zeit vor Augen. Bilder vom <br />
Ordensmentor, wie er sie wie so oft mit einem scheltenden Blick <br />
bedachte, wenn sie, das Protokoll ausser Acht lassend, einfach in den <br />
Versammlungsraum schritt...... Bilder von ihrer Ordensfürstin, die ob <br />
dieser Verstöße zwar auf ihre bekannt strenge, Dunkelelfische Art eine Augenbraue hob, ihr zeitgleich jedoch sacht grinsend mit einer ihrer feingliedrigen Hände, den Weg zu ihrem Platz wies... <br />
Sie<br />
schloss die Augen bevor sie die Tür öffnete. Bewusst ließ sie ihre <br />
Erinnerungen noch einmal vor ihren Augen ablaufen.... es war so <br />
unendlich lange her.....<br />
<br />
Als sich auch in diesem Raum der Staub <br />
wieder gelegt hatte, öffnete sie die Augen und blickte prüfend im Raum <br />
herum. Auch hier war alles mit Laken abgedeckt, fast so als würde das <br />
Haus nur in einer Art Schlaf liegen und die Laken nur als Decken dienen.<br />
Eines dieser Laken hing über einem überlebensgroßen Bild an der <br />
hinteren Wand des Raumes. Rasch lenkte sie ihre Schritte dorthin und zog<br />
vorsichtig das Laken herunter. <br />
"Fürstin Xulpheia, Herrin des Ordo <br />
Perpetorum, Lächeln Adens und Stern im Zwiellicht" .... leise und immer <br />
noch voller Ehrfurcht rezitierte sie die Anrede, als sie auf das zu Tage<br />
gekommende Bildnis ihrer ehemaligen Herrin blickte. "seht ihr? ich bin <br />
zurückgekehrt! Ein verschmitztes Lächeln huschte über ihre zwergischen <br />
Gesichtszüge als sie ihre Haltung straffte, sich umwandte und begann, <br />
Ordnung zu schaffen.<br />
<br />
"Besser spät als nie! Ihr werdet schon <br />
sehen.... bald sieht es hier wieder völlig anders aus, so wahr mein <br />
Titel Interpres ist... Interpres der ERBEN des Zwielichts!"<br />
<br />
<br />
((...to be continued...))</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: left;" class="mycode_align">(( zuallererst der Hinweis, daß dies nicht die <br />
Entstehungsgeschichte/Werdegang meines Mainchars Laviniela ist, sondern <br />
quasi die erneute Fortsetzung ihres Weges/Lebens auf dem Imo.... bin <br />
seit 2007 dabei und nun grad frisch von über einem Jahr Abstinenz wieder<br />
online.... we will see what will happen! ^^))<br />
<br />
"Regenverhangen <br />
und düster war der Himmel über Aden. Tiefgraue Wolkenberge türmten sich <br />
auf wie eherne Titanen aus längst vergessener zeit, während sie, von <br />
einem stechend kalten Wind getrieben, westwärts über die fast leere <br />
Stadt dahinzogen. Lange würde es nicht mehr dauern, bis die ersten <br />
Schauer auf die Straßen niedergehen würden. Fahles Dämmerlicht wies dem <br />
Tag den Weg ins Vergangene und bereitete dem nun kommenden Abend ein <br />
kalt leuchtendes Willkommen auf der tristen Bühne namens Aden. <br />
Langsam<br />
wendete sie ihren Blick ab von den Wolken, hin zu den hohen, weit <br />
ausladenden herrschaftlichen Häusern, die den äußeren Ring innerhalb der<br />
Stadtmauern säumten. Wie viel Zeit war vergangen seit sie diese Stadt, <br />
dieses Land, ja diese Ebene verlassen hatte? Monate? Jahre? <br />
Beißende<br />
Ungewißheit und ein Hauch von Angst wirbelten durch ihre Gedanken wie <br />
tanzende, trockene Blätter im stechenden Wind als sie ihre Schritte auf <br />
eines der Häuser richtete. Dunkle Fenster schauten, fast toten Augen <br />
gleich, aus der nunmehr verwitterten Fassade des Ordenshauses auf sie <br />
herab, während sie, noch immer steten, jedoch nun etwas zögerlicheren <br />
Schrittes auf das Eingangsportal zusteuerte.<br />
Kein Diener mehr, der <br />
respektvoll nickend die Flügel der nunmehr leicht ramponierten Tür, für <br />
sie aufschloss.... keine umhereilenden Bediensteten mehr, die geschäftig<br />
die Reittiere Ihrer Herren versorgten oder allerlei Dienst- und <br />
Botengänge für die selbigen tätigten... keine Geräusche mehr ,die auf <br />
reges Leben innerhalb des Ordenshauses hinwiesen.... nichts als Stille. <br />
Stille, einzig durchbrochen vom gelegentlichen hohlen Pfeifen des <br />
Windes, wenn wieder eine Böe durch die Straßen fegte.<br />
<br />
An der Tür <br />
angekommen, hielt sie inne und fuhr mit den Fingerspitzen ihrer rechten <br />
Hand über das Holz. Sie seufzte, als sich stellenweise der Lack von den <br />
geschnitzten Intarsien der Türen bei ihrer Berührung löste. <br />
Gedankenverloren beobachtete sie, wie diese Lacksplitter zu Boden und <br />
somit in den Haufen Laub und Staub, der sich auf der Schwelle bereits <br />
angesammelt hatte, fielen. <br />
Entschlossen atmete sie ein, als sie <br />
,den Kopf erhebend, mit beiden Händen die Torflügel aufdrückte. Mit <br />
knarrenden Geräuschen bewegten sich die lang ungenutzten Scharniere und <br />
die Torflügel ebneten dem dämmrigen Licht den Weg in die Vorhalle des <br />
Ordenshauses.<br />
Feiner grauer Staub, wirbelte, vom plötzlichen Luftsog <br />
emporgehoben, herum und umtanzte die verschiedenen, mit Laken <br />
abgedeckten Möbelstücke im Raum. Während der Staub sich wieder legte, <br />
lenkte sie ihre Schritte durch den Raum und bedachte ihr Umfeld mit <br />
traurig prüfendem Blick. Fast schien es ihr, als hätte sie ganz tief im <br />
inneren gehofft, hinter der toten Fassade des Ordenshauses doch alles <br />
wie gewohnt vorzufinden... erfüllt mit Leben und umringt von den <br />
ihrigen. Sie schalt sich einen Narren, als sie, den kopf schüttelnd, <br />
ihren Weg fortsetzte in Richtung des Versammlungsraumes. Es war gefühlt <br />
Äonen lang her, seit sie diesen Weg das letzte mal ging, und nun hoffte <br />
sie, daß dies doch nicht alles lang vorbei und fast schon unwirklich <br />
weit weg wäre? Lächerlich!<br />
Am anderen Endes des Raumes blieb sie vor <br />
einer weiteren Tür stehen und zog einen großen, mit einem stilisierten <br />
Stern verzierten, Schlüssel aus einer ihrer Taschen hervor. Sacht führte<br />
sie diesen in das vor ihr liegende Schloss und mit einem fast <br />
unmerklichen bestätigenden Nicken bekundete sie das Klacken, welches <br />
beim öffnen des Schließmechanismus ertönte. <br />
Sie hielt kurz inne. <br />
Erneut hatte sie Bilder aus lang vergangener Zeit vor Augen. Bilder vom <br />
Ordensmentor, wie er sie wie so oft mit einem scheltenden Blick <br />
bedachte, wenn sie, das Protokoll ausser Acht lassend, einfach in den <br />
Versammlungsraum schritt...... Bilder von ihrer Ordensfürstin, die ob <br />
dieser Verstöße zwar auf ihre bekannt strenge, Dunkelelfische Art eine Augenbraue hob, ihr zeitgleich jedoch sacht grinsend mit einer ihrer feingliedrigen Hände, den Weg zu ihrem Platz wies... <br />
Sie<br />
schloss die Augen bevor sie die Tür öffnete. Bewusst ließ sie ihre <br />
Erinnerungen noch einmal vor ihren Augen ablaufen.... es war so <br />
unendlich lange her.....<br />
<br />
Als sich auch in diesem Raum der Staub <br />
wieder gelegt hatte, öffnete sie die Augen und blickte prüfend im Raum <br />
herum. Auch hier war alles mit Laken abgedeckt, fast so als würde das <br />
Haus nur in einer Art Schlaf liegen und die Laken nur als Decken dienen.<br />
Eines dieser Laken hing über einem überlebensgroßen Bild an der <br />
hinteren Wand des Raumes. Rasch lenkte sie ihre Schritte dorthin und zog<br />
vorsichtig das Laken herunter. <br />
"Fürstin Xulpheia, Herrin des Ordo <br />
Perpetorum, Lächeln Adens und Stern im Zwiellicht" .... leise und immer <br />
noch voller Ehrfurcht rezitierte sie die Anrede, als sie auf das zu Tage<br />
gekommende Bildnis ihrer ehemaligen Herrin blickte. "seht ihr? ich bin <br />
zurückgekehrt! Ein verschmitztes Lächeln huschte über ihre zwergischen <br />
Gesichtszüge als sie ihre Haltung straffte, sich umwandte und begann, <br />
Ordnung zu schaffen.<br />
<br />
"Besser spät als nie! Ihr werdet schon <br />
sehen.... bald sieht es hier wieder völlig anders aus, so wahr mein <br />
Titel Interpres ist... Interpres der ERBEN des Zwielichts!"<br />
<br />
<br />
((...to be continued...))</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Gyrechk - Instinkt oder Rache? (ab 16)]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7525</link>
			<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 23:54:12 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7525</guid>
			<description><![CDATA[Nachdenklich betrachtete sie ihre rechte Faust im letzten Licht der tiefstehenden Sonne, das nun alles in ein seltsames Rot tauchte. Doch was die Orkin erblickte, schien ohnehin schon gerötet und der Geruch des Blutes, der von überall auf sie einströmte wies sie darauf hin, dass sie sich dabei nicht einmal irrte. Selbst ihre eigene Rechte, die sie noch immer anstarrte, schien in dieses Bild hineinzugehören - eingewickelt in schmutzige Bandagenfetzen und eingezwängt in einen stählernen Handschuh, der im Wesentlichen nur aus der gezackten Klinge einer grobschlächtigen Waffe bestand. Das raue Metall war blutverschmiert, doch ein Teil des Blutes quoll auch aus dem Inneren dieses "Handschuhs" hervor: Keine Schwielen konnten dick genug sein, dass ein langer Kampf sie nicht zerschinden würde. Und ihre vernarbten Hände waren schon immer voller Schwielen gewesen.<br />
Doch es war nicht der Lebenssaft, der ihre Aufmerksamkeit erregt hatte, oder der Schmerz, der tief in den Bandagen pochte und sie wissen machte, dass sie noch immer etwas fühlte. Es war die plötzliche Erinnerung, wofür diese Faust überhaupt erst erhoben wurde. Sie war weit von ihrem Weg abgekommen, jetzt, da sie sich hier zwischen den leblosen Körpern sich bekriegender Menschen wiederfand. Sie wußte nicht einmal, worum es in diesem Kampf überhaupt ging und ebensowenig, welche der beiden Seiten sie zuvor irrtümlich als Verbündete angesehen hatte. Auch konnte sie nicht genau sagen, welche der Leichen um sie herum auf ihr Konto gingen. Sie wußte nur, dass sie nicht wirklich hier hingehörte. Dies war nur ein Schauplatz blutiger Gewalt mehr, den sie aufsuchte, während sie der endlosen Spur der Zerstörung quer durch die Lande gefolgt war, auf der Suche, nach <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">ihm</span>, der ihr einst alles genommen hatte.<br />
Der Wind frischte auf und schob staubige Wolken vor sich her, die hier und da an zerfetzten Bannern und abgeworfenen Rüstteilen zerrten. Irgendwo dazwischen schwelte noch ein kleines Feuer, das nun erneut geschürt wurde, so dass sich der beißende Geruch verbrannten Fleisches in dunklen, träge davontreibenden Rauchfetzen in die nähere Umgebung verströmte. Das Schlachtfeld hatte sich im Verlauf des nun schwindenden Tages über die grasbedeckte Ebene ausgebreitet und aus der Ferne waren sogar noch immer vereinzelte Kampfgeräusche zu vernehmen. Nicht allzu weit weg sollte es sogar noch eine ungeschliffene Festung geben - es würde wohl zu einer Belagerung kommen und die Kämpfe würden weiter anhalten. Aber der Rausch in Gyrechk war längst verebbt. Die hiesigen Menschen hatten ihn ohnehin nur mäßig entfachen können.<br />
Sie würde weiterziehen müssen, da sie auch hier nicht mehr gefunden hatte, was sie sich anzutreffen erhofft hatte. Einmal mehr war sie zu spät eingetroffen.<br />
Sie wußte nicht einmal, wieso sie diesen Ork überhaupt noch weiter verfolgte, jetzt da er sich scheinbar mit Angehörigen anderer Völker - schwacher Völker - zusammengetan hatte. Die zurückliegenden Jahre hatten ihr ehemals gesetztes Ziel immer verschwommener werden lassen, ließen sie abschweifen und umherirren, bis sie in Momenten wie diesen erneut dorthin zurückgerufen wurde. Sie war einst ausgezogen, seinen Spuren zu folgen, ihn dann aufzuspüren und im Kampf gleich zu gleich zu besiegen und so vielleicht seine Anerkennung schließlich doch noch zu erringen - zumindest aber hätte es so zu einem Ende finden können. Etwas mußte endlich besiegt werden!<br />
In der Fremde allerdings war sie im Laufe der Zeit längst selbst schon zu einer Fremden geworden und die Heimat, der Stamm, die Trommeln und der flackernde Flammenschein zwischen alten Ruinen von Tagadha-Rak... all das lag so fern, dass sie sich kaum mehr erinnerte.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">War dies ihre Faust?</span><br />
Der Unglaube wich nicht von ihrem Blick als er wieder über die nähere Umgebung schweifte.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">War sie noch immer hier?</span><br />
Es erschien ihr so lächerlich, dass sie so früh das Dorf verlassen und einem Namen hintergejagt war, den sie mittlerweile ohne jede Regung in so manch eisige Nachtluft hinausschreien konnte. Aber es erschien ihr ebenso lächerlich, nun einfach wieder umzukehren - wohin auch? Mit jedem weiteren Jahr war ihr die Rückkehr unwirklicher geworden, hatte sie sich Dinge wie Stolz, Ehrgefühl, ja sogar Zugehörigkeit abstreifen lassen wie Teile einer zerschundenen Rüstung, die ihren Zweck nicht mehr erfüllen konnte. So entschlossen sie in ihren Absichten ursprünglich auch war, hatte sie den Grund für ihr Ziel allmählich verloren. Und nun gab es all das für sie nicht mehr. Nur noch den Weg, der vor ihr lag.<br />
<br />
Erneut schreckte sie aus ihren Gedanken auf. Irgendwo hinter sich hörte sie immer wieder das ruckhafte Scharren über aufgewühlten Boden. Eines der Reittiere war noch nicht tot und versuchte wohl vergeblich, sich irgendwie wieder aufzurappeln. Doch nur noch Teile des mächtigen Leibs schienen sich bewegen zu lassen, verkleidet unter schweren Platten einer groben Schutzrüstung, die das hilflose Vieh nun zusätzlich an den Boden pressten.<br />
Sie war etwas nähergetreten und blickte auf das Tier herab. Es schien sehr hartnäckig. Aber das war nur eine Illusion, soviel verstand Gyrechk von Tieren. Selten wußten sie, wann etwas aussichtslos war. In diesem Moment jedoch kam ihr selbst gerade das wie ein Segen vor. So gnadenlos unermüdlich. In seiner panischen Verzweiflung war es absolut rein in seiner Entschlusskraft. Es bemühte sich nur, irgendwie am Leben zu bleiben. Es gab kein Abwägen, kein Hadern oder gar Bedauern... nur den reinen Instinkt. Alles erschien so einfach und doch so wirkungsvoll. Auf eine Art beneidete sie also das Tier. Selbst jetzt, da es zuvor als gezähmtes Reittier von einem niederen Menschen über Jahre in seiner Gewalt gehalten wurde, hatte es - nun im Todeskampf begriffen - doch nicht seine wahre Natur verloren und hat zurückgefunden. Der langsam nahende Tod offenbarte immer die wahre Natur der Dinge.<br />
Dies waren stets die Augenblicke, in denen die junge Orkin mit sich im Reinen sein konnte. Sie genoß es. Es schien, als sei sie in solchen Augenblicken der Wahrheit näher als je zuvor. Wenn Lächeln für sie ein Ausdruck dieses tiefempfundenen Friedens gewesen wäre - sie hätte gelächelt. Aber so blieb der Ausdruck in ihrem Gesicht wie fast immer bloß maskenhaft starr und lediglich die blutunterlaufenen Augen glänzten leicht auf.<br />
Sie hob kurz darauf den Blick und starrte einmal mehr einfach nur in die Ferne. Dann, völlig unmittelbar, ging sie auf diese Ferne zu und verschwand schließlich darin.<br />
<br />
Zurückbleibend die Zeugnisse irgendeines blutigen Kampfes um irgendwas, weit draußen irgendwo - und der unbändige Wille eines Pferdes, das erst nach einer endlos eisig durchlittenen Nacht mit ersten Sonnenstrahlen des darauffolgenden Tages die schleichende Erlösung eines ungezügelten Todes erfahren würde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Nachdenklich betrachtete sie ihre rechte Faust im letzten Licht der tiefstehenden Sonne, das nun alles in ein seltsames Rot tauchte. Doch was die Orkin erblickte, schien ohnehin schon gerötet und der Geruch des Blutes, der von überall auf sie einströmte wies sie darauf hin, dass sie sich dabei nicht einmal irrte. Selbst ihre eigene Rechte, die sie noch immer anstarrte, schien in dieses Bild hineinzugehören - eingewickelt in schmutzige Bandagenfetzen und eingezwängt in einen stählernen Handschuh, der im Wesentlichen nur aus der gezackten Klinge einer grobschlächtigen Waffe bestand. Das raue Metall war blutverschmiert, doch ein Teil des Blutes quoll auch aus dem Inneren dieses "Handschuhs" hervor: Keine Schwielen konnten dick genug sein, dass ein langer Kampf sie nicht zerschinden würde. Und ihre vernarbten Hände waren schon immer voller Schwielen gewesen.<br />
Doch es war nicht der Lebenssaft, der ihre Aufmerksamkeit erregt hatte, oder der Schmerz, der tief in den Bandagen pochte und sie wissen machte, dass sie noch immer etwas fühlte. Es war die plötzliche Erinnerung, wofür diese Faust überhaupt erst erhoben wurde. Sie war weit von ihrem Weg abgekommen, jetzt, da sie sich hier zwischen den leblosen Körpern sich bekriegender Menschen wiederfand. Sie wußte nicht einmal, worum es in diesem Kampf überhaupt ging und ebensowenig, welche der beiden Seiten sie zuvor irrtümlich als Verbündete angesehen hatte. Auch konnte sie nicht genau sagen, welche der Leichen um sie herum auf ihr Konto gingen. Sie wußte nur, dass sie nicht wirklich hier hingehörte. Dies war nur ein Schauplatz blutiger Gewalt mehr, den sie aufsuchte, während sie der endlosen Spur der Zerstörung quer durch die Lande gefolgt war, auf der Suche, nach <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">ihm</span>, der ihr einst alles genommen hatte.<br />
Der Wind frischte auf und schob staubige Wolken vor sich her, die hier und da an zerfetzten Bannern und abgeworfenen Rüstteilen zerrten. Irgendwo dazwischen schwelte noch ein kleines Feuer, das nun erneut geschürt wurde, so dass sich der beißende Geruch verbrannten Fleisches in dunklen, träge davontreibenden Rauchfetzen in die nähere Umgebung verströmte. Das Schlachtfeld hatte sich im Verlauf des nun schwindenden Tages über die grasbedeckte Ebene ausgebreitet und aus der Ferne waren sogar noch immer vereinzelte Kampfgeräusche zu vernehmen. Nicht allzu weit weg sollte es sogar noch eine ungeschliffene Festung geben - es würde wohl zu einer Belagerung kommen und die Kämpfe würden weiter anhalten. Aber der Rausch in Gyrechk war längst verebbt. Die hiesigen Menschen hatten ihn ohnehin nur mäßig entfachen können.<br />
Sie würde weiterziehen müssen, da sie auch hier nicht mehr gefunden hatte, was sie sich anzutreffen erhofft hatte. Einmal mehr war sie zu spät eingetroffen.<br />
Sie wußte nicht einmal, wieso sie diesen Ork überhaupt noch weiter verfolgte, jetzt da er sich scheinbar mit Angehörigen anderer Völker - schwacher Völker - zusammengetan hatte. Die zurückliegenden Jahre hatten ihr ehemals gesetztes Ziel immer verschwommener werden lassen, ließen sie abschweifen und umherirren, bis sie in Momenten wie diesen erneut dorthin zurückgerufen wurde. Sie war einst ausgezogen, seinen Spuren zu folgen, ihn dann aufzuspüren und im Kampf gleich zu gleich zu besiegen und so vielleicht seine Anerkennung schließlich doch noch zu erringen - zumindest aber hätte es so zu einem Ende finden können. Etwas mußte endlich besiegt werden!<br />
In der Fremde allerdings war sie im Laufe der Zeit längst selbst schon zu einer Fremden geworden und die Heimat, der Stamm, die Trommeln und der flackernde Flammenschein zwischen alten Ruinen von Tagadha-Rak... all das lag so fern, dass sie sich kaum mehr erinnerte.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">War dies ihre Faust?</span><br />
Der Unglaube wich nicht von ihrem Blick als er wieder über die nähere Umgebung schweifte.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">War sie noch immer hier?</span><br />
Es erschien ihr so lächerlich, dass sie so früh das Dorf verlassen und einem Namen hintergejagt war, den sie mittlerweile ohne jede Regung in so manch eisige Nachtluft hinausschreien konnte. Aber es erschien ihr ebenso lächerlich, nun einfach wieder umzukehren - wohin auch? Mit jedem weiteren Jahr war ihr die Rückkehr unwirklicher geworden, hatte sie sich Dinge wie Stolz, Ehrgefühl, ja sogar Zugehörigkeit abstreifen lassen wie Teile einer zerschundenen Rüstung, die ihren Zweck nicht mehr erfüllen konnte. So entschlossen sie in ihren Absichten ursprünglich auch war, hatte sie den Grund für ihr Ziel allmählich verloren. Und nun gab es all das für sie nicht mehr. Nur noch den Weg, der vor ihr lag.<br />
<br />
Erneut schreckte sie aus ihren Gedanken auf. Irgendwo hinter sich hörte sie immer wieder das ruckhafte Scharren über aufgewühlten Boden. Eines der Reittiere war noch nicht tot und versuchte wohl vergeblich, sich irgendwie wieder aufzurappeln. Doch nur noch Teile des mächtigen Leibs schienen sich bewegen zu lassen, verkleidet unter schweren Platten einer groben Schutzrüstung, die das hilflose Vieh nun zusätzlich an den Boden pressten.<br />
Sie war etwas nähergetreten und blickte auf das Tier herab. Es schien sehr hartnäckig. Aber das war nur eine Illusion, soviel verstand Gyrechk von Tieren. Selten wußten sie, wann etwas aussichtslos war. In diesem Moment jedoch kam ihr selbst gerade das wie ein Segen vor. So gnadenlos unermüdlich. In seiner panischen Verzweiflung war es absolut rein in seiner Entschlusskraft. Es bemühte sich nur, irgendwie am Leben zu bleiben. Es gab kein Abwägen, kein Hadern oder gar Bedauern... nur den reinen Instinkt. Alles erschien so einfach und doch so wirkungsvoll. Auf eine Art beneidete sie also das Tier. Selbst jetzt, da es zuvor als gezähmtes Reittier von einem niederen Menschen über Jahre in seiner Gewalt gehalten wurde, hatte es - nun im Todeskampf begriffen - doch nicht seine wahre Natur verloren und hat zurückgefunden. Der langsam nahende Tod offenbarte immer die wahre Natur der Dinge.<br />
Dies waren stets die Augenblicke, in denen die junge Orkin mit sich im Reinen sein konnte. Sie genoß es. Es schien, als sei sie in solchen Augenblicken der Wahrheit näher als je zuvor. Wenn Lächeln für sie ein Ausdruck dieses tiefempfundenen Friedens gewesen wäre - sie hätte gelächelt. Aber so blieb der Ausdruck in ihrem Gesicht wie fast immer bloß maskenhaft starr und lediglich die blutunterlaufenen Augen glänzten leicht auf.<br />
Sie hob kurz darauf den Blick und starrte einmal mehr einfach nur in die Ferne. Dann, völlig unmittelbar, ging sie auf diese Ferne zu und verschwand schließlich darin.<br />
<br />
Zurückbleibend die Zeugnisse irgendeines blutigen Kampfes um irgendwas, weit draußen irgendwo - und der unbändige Wille eines Pferdes, das erst nach einer endlos eisig durchlittenen Nacht mit ersten Sonnenstrahlen des darauffolgenden Tages die schleichende Erlösung eines ungezügelten Todes erfahren würde.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Eine Kamael auf Abwegen]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7491</link>
			<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 19:40:41 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7491</guid>
			<description><![CDATA[Erstellt für Etayne. Ich bin gespannt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Erstellt für Etayne. Ich bin gespannt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sherlaya - Weg einer Abenteurerin]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7465</link>
			<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 13:38:34 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7465</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Brina - Der Anfang des Weges und einer Freundschaft fürs Leben</span><br />
<br />
Hallo, mein Name ist Sherlaya und heute erzähle ich Euch wie mein Leben als große Kriegerin angefangen hat. Das war immerschon mein Traum, auch wenn ich noch jung bin. Die Erwachsenen zu Haus haben immer gesagt ich bin noch viel zu jung um allein auf Reisen zu gehen oder Kämpfen zu lernen. Manche haben mich ausgelacht, aber das hat mich gar nicht gestört. Eines Tages werde ich eine große und berühmte Kriegerin sein und die, die über mich gelacht haben,denen wird das leid tun. Jawohl.<br />
Ich bin bei meinem Großvater aufgewachsen. Er war von meinen Träumen auch nicht begeistert. Aber ich bin ein entschlossenes Mädchen. Ich hatte mir schon eine Rüstung gebastelt. Nagut, der alte Suppentopfhelm, das Mülldeckelschild und das Holzknüppelschwert waren nicht so besonders toll, aber es war das Beste was ich selbst hinbekommen hatte. Basteln kann ich leider nicht gut. Brina kann das ganz toll. Ich hab Brina kennen gelernt an dem Tag an dem ich beschlossen hatte, dass ich alt genug bin um endlich eine Kriegerin zu werden. Seid einiger Zeit tummelten sich viele Wölfe um unser Dorf. Ich hab natürlich keinem gesagt, dass ich gegen sie kämpfen wollte. Die Erwachsenen hätten mich nicht gelassen und mich wieder ausgelacht. Nur weil's mir nichts ausmacht, hör ich mir das trotzdem nicht gern an. Ich wollte beweisen, dass ich es kann.<br />
Also hab ich mir meine Ausrüstung geschnappt und durch den ewigen Schnee gestapft. Ich mag Schnee das ganze Jahr nicht besonders. Als ich die Stelle erreichte, wo die Wölfe oft gesehen wurden, war ich ganz schön überrascht. Da kämpfte schon eine junge Zwergin gegen die Wölfe und sie machte das auch echt gut. Aber die Wölfe waren ganz viele, deswegen habe ich mich auch mit einem Schrei ins Getümmel gestürzt. Nach einer großen Schlacht gegen die Wolfshorden, haben wir uns vorgestellt, weil sich das so gehört. Und weil ich sehr neugierig auf das andere Mädchen war. Das war Brina, so hab ich sie getroffen. Wir haben uns gleich ganz toll verstanden, weil sie auch davon geträumt hat in die Welt hinaus zu ziehen. Sie wollte gern eine große, berühmte Schmiedin werden. Aber sie wollte man auch nicht so lassen, wie sie wollte. Also haben wir uns zusammen getan und beschlossen unsere Träume gemeinsam zu verwirklichen. Brina, das war mir gleich klar, würde es ganz bestimmt schaffen. Sie hat meine verbeulte Rüstung total toll repariert und sogar verbessert. Und seid dem Tag machen wir fast Alles zusammen. Weil wir so gute Freundinnen sind, dass wir fast Schwestern sind. So sieht das aus. Und wenn jemand Brina was tun will, dann hat er es auch gleich mit mir zu tun und umgekehrt. Weil wir ein supertolles Team sind und in einem Team macht man das so.<br />
<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Gulp und Velveanar - Wenn Ork und Dunkelelf die Welt erklären</span><br />
<br />
Ein bisschen nachdem wir uns zusammengetan hatten sind Brina und ich auf einem unserer Streifzüge unserem allererstesten Ork begegnet. Sein Name war Gulp und bald war er mein bestester Orksfreund. Er hat uns von der Welt außerhalb des Zwergengebeites erzählt und von den anderen Rassen. Orkse, das sind die allerbesten und größten Krieger der Welt. Dann gibt es die gerissenen - das bedeutete klug - Dunkelelfen. die Menschen und die fürchterlich bösen, hinterlistigen Hellelfies. Die tun nach außen hin, als wären sie lieb, das stimmt aber nicht, sagt Gulp. Und Gulp würde mich niemals anlügen. Unser neuer Freund hat uns auf unseren ersten Ausflug in die große Welt mitgenommen und uns sogar ein paar professionell geschmiedete Waffen gekauft. Die fand besonders Brina ganz toll. Weil professionell ja heisst, dass ein richtig echter, gelernter Schmied das hergestellt hat.<br />
Nach unserem Ausflug mit Gulp trauten wir uns auch alleine hinaus in die Welt, aber nur zu zweit, weil zusammen können wir Alles schaffen. Auf so einem Ausflug trafen wir Velveanar. Das ist ein sehr, sehr netter Dunkelelfenkrieger gewesen. Er hat auch geholfen, dass wir die Welt besser verstehen und auch er hat gesagt, dass Hellelfies ganz fürchterlich sind. Und den Beweis haben Brina und ich gesehen als wir den Garten von Eva besucht haben. Das ist die Göttin der Hellelfies. Ein furchtbar schrecklicher Ort ist das. Voller Monster und die Türen gehen auf und zu und auf und zu... Und lassen einen nicht durch, wenn man möchte, wie eine anständige Tür das tun sollte. Sie haben uns erst passieren lassen als mir der Kragen geplatzt ist. Ich hab ihnen gedroht, dass ich sie untertunnel, wenn sie nicht aufgehn. Das hat meistens prima geklappt, dann sind sie aufgegangen. Aber seitdem haben wir nie wieder an was gezweifelt, dass Orkse oder Dunkelelfies uns erzählt haben.<br />
<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Der Laden und die Zwillinge</span><br />
<br />
Brina und ich haben fleissig gelernt und trainiert und sie wurde schon bald eine gute Schmiedin. Ich hatte nicht ganz soviel Erfolg mit dem Kriegersein. Dafür habe ich echt viel Talent dafür besondere Dinge zu finden. Meistens in Monstern. Die haben manchmal echt komische Dinge dabei. Auf unseren Reisen sind wir zwei Dunkelelfi-Schwestern begegnet. Zarlyn und Leleth. Wir nennen sie Zar und Leli. Zar ist sehr nett und fürchterlich klug. Leli ist auch klug, aber sie ist ein bisschen grummelig. Aber wenn ich so viel so krank wäre, wäre ich das vermutlich auch. Deswegen hab ich ihr das nie übel genommen. Die beiden hatten eine ganz grandios gute Idee. Brina und ich hatten total viele Sachen gesammelt oder geschmiedet, dass wir gar nicht wussten wohin damit. Die beiden haben uns vorgeschlagen auf dem Giraner Markt - das ist DER Markt von Imoriath - unsere Waren zu verkaufen.<br />
Brina und ich haben lange überlegt, aber dann haben wir uns ein Marktschild gebaut. ~*~B&amp;S: Dies, Das und Das auch noch~*~. So hieß unser Laden. Das war ein mächtig feines Schild und es lief auch wirklich gut. Heute haben wir das Schild nicht mehr. Ich vermisse es sehr. Aber der Chef von Giran hat die Normung der Schilder gekürzt. Das ist nicht so gut. B&amp;S: allerlei Allerlei ist zwar auch in Ordnung aber... Es ist eben nicht mehr unser Laden. Nicht so wie früher.<br />
<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Oghtaqa und die Orkse</span><br />
<br />
Über Gulp haben wir Ogh kennen gelernt. Oghtaqa. Sie war eine ganz wichtige Anführerin der Orks und sie hat uns nie ausgelacht, wenn Brina und ich gesagt haben, wir wollten so wie die Orkse sein. Auch große Krieger. Das fanden wir toll und ich hatte sie sehr gern. Ich hab ihr auch ein paarmal gut geholfen. Und nachdem wir uns bewiesen hatten, hat Ogh uns in einer ganz tollen Zeremonie zu Ehrenorks gemacht und uns ein Haus in der Heimat der Oroca gegeben. Neben der Schmiede. Das funktioniert gut, weil Brina und ich von Gulp orkisch gelernt haben.<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color"><br />
Die Reise und die Rückkehr - Alles ist anders</span><br />
<br />
Bald darauf sind Brina und ich auf eine lange Reise aufgebrochen um unsere Fähigkeiten zu verbessern. Wir waren lange fort. Sehr lange. Und als wir zurück nach Hause gekommen sind, war Alles anders. Ogh ist gestorben und auch viele andere Freunde sind fort. Niemand weiss wo mein Freund Gulp ist. Das hat mich sehr traurig gemacht. Auch Velveanar ist nicht mehr da. Unser altes Marktschild auch und ich war sehr traurig darüber. Dabei hatte ich Gulp zeigen wollen wie stark ich geworden war. Aber ich denke, vielleicht kommt er zurück. Vielleicht ist er uns suchen gegangen. Wir waren wirklich lang unterwegs.<br />
Aber die Zwillinge waren da und haben uns geholfen wieder Anschluss zu finden und jetzt haben sie ein Handelshaus aufgemacht und Brina und ich dürfen da ganz wichtige Sachen machen. Und neue Freunde haben wir auch gefunden. Zum Beispiel Ileila.<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color"><br />
Neue Freunde und Hellelfenausnahmen</span><br />
<br />
Eigentlich sind Hellelfen ja böse und Gemein, aber es gibt ganz paar wenige Ausnahmen. So Wie Soel, die kennen wir schon gaaaanz lang und Ileila. Soel ist eine Wassermagierin und Ileila hat Ponies. Besonders davon mag ich Karotte. Ich hab es Karotte genannt, weil es die am Liebsten frisst. So wie Sir Galadron's Tippel. Sir Galadron ist ein Kamaelkrieger. Ein vornehmer, netter Herr. Sehr tierlieb. Er hat das allersüßeste kleine Fliegepferd. Das heisst Tippel. Und Caerwyn und Ernesto und noch ganz viele andere neue, gute Freunde haben wir gefunden. Ich bin sehr glücklich und ich habe auch gelernt wie Gulp zu kämpfen. Das zeige ich ihm, wenn er wieder zurück kommt. Und bis dahin lerne ich noch viele andere Sachen.<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color"><br />
Treue kleine Freunde - Shers Begleiter</span><br />
<br />
Oh, jetzt hätte ich beinahe meine anderen Freudne vergessen! Das geht aber gar nicht! Wo sie mir doch so dolle helfen. Also... da hätte wir... mal schaun...<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Gharr - Ein Reitdrache mit Köpfchen</span><br />
<br />
Gharr ist mein Reitdrache. Ihn hab ich schon seid er ein ei war. Ich hab ihn gerettet. Seine Mama ist eine ziemlich schusselige Drachendame. Viele haben mir erzählt, dass sie ihr auch geholfen haben. Seht ihr, sie verliert andauernd ihre Eier oder lässt sie sich mopsen. Und weil ich ihr die zurückgebracht habe, durfte ich mir ein Baby aussuchen. Das war Gharr. Ich hab ihn großgezogen und er ist fürchterlich klug. Er hat sich seinen Namen selbst gegeben. Ich hab meinen orkischen Kampfschrei geübt: Gharrrrrr!!! Da hat mein süßes Drachenbaby gesagt: Gharr. Ist er nicht total schlau? <br />
Jedenfalls zieht Gharr meinen Karren, wenn ich auf Schatzsuche und Sammeltour gehe. Das macht er richtig gut und auch sonst ist er ganz lieb. Aber Fremde sollte lieber ein bisschen vorsichtig sein.<br />
<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Tatze - die tapfere kleine Katze</span><br />
<br />
Tatze ist bei mir, damit ich ein bisschen Gesellschaft habe. Wenn ich unterwegs bin um sachen zu besorgen bin ich oft ganz allein und oft an Stellen an die ich Gharr nicht mitnehmen kann. Er ist ziemlich groß. Und Tatze ist sehr lieb und niedlich. Besonders die kleinen rosa Tatzen.<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Sir Kay - Der Holzritter mit dem tapferen Herzen</span><br />
<br />
Brina hat Sir Kay für mich gebaut, weil ich dolle verletzte worden bin. Da hat sie mir eine neue Rüstung geschmiedet, zusammen mit unseren Clanfreunden. Und sie hat Sir Kay gemacht. Sir Kay ist ein echter Ritter. Und er ist sehr tapfer. Er reitet auf seinem Holzpferd Strunkel in die Schlacht. Er ist so eine Art Golem, aber das sage ich ihm nicht. Das würde ihn unglücklich machen. Er ist sehr höfflich und klug und er kämpft gegen Monster die für ihn größer sind wie Häuser. Ich bin sehr froh, dass er mich jetzt begleitet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Brina - Der Anfang des Weges und einer Freundschaft fürs Leben</span><br />
<br />
Hallo, mein Name ist Sherlaya und heute erzähle ich Euch wie mein Leben als große Kriegerin angefangen hat. Das war immerschon mein Traum, auch wenn ich noch jung bin. Die Erwachsenen zu Haus haben immer gesagt ich bin noch viel zu jung um allein auf Reisen zu gehen oder Kämpfen zu lernen. Manche haben mich ausgelacht, aber das hat mich gar nicht gestört. Eines Tages werde ich eine große und berühmte Kriegerin sein und die, die über mich gelacht haben,denen wird das leid tun. Jawohl.<br />
Ich bin bei meinem Großvater aufgewachsen. Er war von meinen Träumen auch nicht begeistert. Aber ich bin ein entschlossenes Mädchen. Ich hatte mir schon eine Rüstung gebastelt. Nagut, der alte Suppentopfhelm, das Mülldeckelschild und das Holzknüppelschwert waren nicht so besonders toll, aber es war das Beste was ich selbst hinbekommen hatte. Basteln kann ich leider nicht gut. Brina kann das ganz toll. Ich hab Brina kennen gelernt an dem Tag an dem ich beschlossen hatte, dass ich alt genug bin um endlich eine Kriegerin zu werden. Seid einiger Zeit tummelten sich viele Wölfe um unser Dorf. Ich hab natürlich keinem gesagt, dass ich gegen sie kämpfen wollte. Die Erwachsenen hätten mich nicht gelassen und mich wieder ausgelacht. Nur weil's mir nichts ausmacht, hör ich mir das trotzdem nicht gern an. Ich wollte beweisen, dass ich es kann.<br />
Also hab ich mir meine Ausrüstung geschnappt und durch den ewigen Schnee gestapft. Ich mag Schnee das ganze Jahr nicht besonders. Als ich die Stelle erreichte, wo die Wölfe oft gesehen wurden, war ich ganz schön überrascht. Da kämpfte schon eine junge Zwergin gegen die Wölfe und sie machte das auch echt gut. Aber die Wölfe waren ganz viele, deswegen habe ich mich auch mit einem Schrei ins Getümmel gestürzt. Nach einer großen Schlacht gegen die Wolfshorden, haben wir uns vorgestellt, weil sich das so gehört. Und weil ich sehr neugierig auf das andere Mädchen war. Das war Brina, so hab ich sie getroffen. Wir haben uns gleich ganz toll verstanden, weil sie auch davon geträumt hat in die Welt hinaus zu ziehen. Sie wollte gern eine große, berühmte Schmiedin werden. Aber sie wollte man auch nicht so lassen, wie sie wollte. Also haben wir uns zusammen getan und beschlossen unsere Träume gemeinsam zu verwirklichen. Brina, das war mir gleich klar, würde es ganz bestimmt schaffen. Sie hat meine verbeulte Rüstung total toll repariert und sogar verbessert. Und seid dem Tag machen wir fast Alles zusammen. Weil wir so gute Freundinnen sind, dass wir fast Schwestern sind. So sieht das aus. Und wenn jemand Brina was tun will, dann hat er es auch gleich mit mir zu tun und umgekehrt. Weil wir ein supertolles Team sind und in einem Team macht man das so.<br />
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<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Gulp und Velveanar - Wenn Ork und Dunkelelf die Welt erklären</span><br />
<br />
Ein bisschen nachdem wir uns zusammengetan hatten sind Brina und ich auf einem unserer Streifzüge unserem allererstesten Ork begegnet. Sein Name war Gulp und bald war er mein bestester Orksfreund. Er hat uns von der Welt außerhalb des Zwergengebeites erzählt und von den anderen Rassen. Orkse, das sind die allerbesten und größten Krieger der Welt. Dann gibt es die gerissenen - das bedeutete klug - Dunkelelfen. die Menschen und die fürchterlich bösen, hinterlistigen Hellelfies. Die tun nach außen hin, als wären sie lieb, das stimmt aber nicht, sagt Gulp. Und Gulp würde mich niemals anlügen. Unser neuer Freund hat uns auf unseren ersten Ausflug in die große Welt mitgenommen und uns sogar ein paar professionell geschmiedete Waffen gekauft. Die fand besonders Brina ganz toll. Weil professionell ja heisst, dass ein richtig echter, gelernter Schmied das hergestellt hat.<br />
Nach unserem Ausflug mit Gulp trauten wir uns auch alleine hinaus in die Welt, aber nur zu zweit, weil zusammen können wir Alles schaffen. Auf so einem Ausflug trafen wir Velveanar. Das ist ein sehr, sehr netter Dunkelelfenkrieger gewesen. Er hat auch geholfen, dass wir die Welt besser verstehen und auch er hat gesagt, dass Hellelfies ganz fürchterlich sind. Und den Beweis haben Brina und ich gesehen als wir den Garten von Eva besucht haben. Das ist die Göttin der Hellelfies. Ein furchtbar schrecklicher Ort ist das. Voller Monster und die Türen gehen auf und zu und auf und zu... Und lassen einen nicht durch, wenn man möchte, wie eine anständige Tür das tun sollte. Sie haben uns erst passieren lassen als mir der Kragen geplatzt ist. Ich hab ihnen gedroht, dass ich sie untertunnel, wenn sie nicht aufgehn. Das hat meistens prima geklappt, dann sind sie aufgegangen. Aber seitdem haben wir nie wieder an was gezweifelt, dass Orkse oder Dunkelelfies uns erzählt haben.<br />
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<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Der Laden und die Zwillinge</span><br />
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Brina und ich haben fleissig gelernt und trainiert und sie wurde schon bald eine gute Schmiedin. Ich hatte nicht ganz soviel Erfolg mit dem Kriegersein. Dafür habe ich echt viel Talent dafür besondere Dinge zu finden. Meistens in Monstern. Die haben manchmal echt komische Dinge dabei. Auf unseren Reisen sind wir zwei Dunkelelfi-Schwestern begegnet. Zarlyn und Leleth. Wir nennen sie Zar und Leli. Zar ist sehr nett und fürchterlich klug. Leli ist auch klug, aber sie ist ein bisschen grummelig. Aber wenn ich so viel so krank wäre, wäre ich das vermutlich auch. Deswegen hab ich ihr das nie übel genommen. Die beiden hatten eine ganz grandios gute Idee. Brina und ich hatten total viele Sachen gesammelt oder geschmiedet, dass wir gar nicht wussten wohin damit. Die beiden haben uns vorgeschlagen auf dem Giraner Markt - das ist DER Markt von Imoriath - unsere Waren zu verkaufen.<br />
Brina und ich haben lange überlegt, aber dann haben wir uns ein Marktschild gebaut. ~*~B&amp;S: Dies, Das und Das auch noch~*~. So hieß unser Laden. Das war ein mächtig feines Schild und es lief auch wirklich gut. Heute haben wir das Schild nicht mehr. Ich vermisse es sehr. Aber der Chef von Giran hat die Normung der Schilder gekürzt. Das ist nicht so gut. B&amp;S: allerlei Allerlei ist zwar auch in Ordnung aber... Es ist eben nicht mehr unser Laden. Nicht so wie früher.<br />
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<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Oghtaqa und die Orkse</span><br />
<br />
Über Gulp haben wir Ogh kennen gelernt. Oghtaqa. Sie war eine ganz wichtige Anführerin der Orks und sie hat uns nie ausgelacht, wenn Brina und ich gesagt haben, wir wollten so wie die Orkse sein. Auch große Krieger. Das fanden wir toll und ich hatte sie sehr gern. Ich hab ihr auch ein paarmal gut geholfen. Und nachdem wir uns bewiesen hatten, hat Ogh uns in einer ganz tollen Zeremonie zu Ehrenorks gemacht und uns ein Haus in der Heimat der Oroca gegeben. Neben der Schmiede. Das funktioniert gut, weil Brina und ich von Gulp orkisch gelernt haben.<br />
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<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color"><br />
Die Reise und die Rückkehr - Alles ist anders</span><br />
<br />
Bald darauf sind Brina und ich auf eine lange Reise aufgebrochen um unsere Fähigkeiten zu verbessern. Wir waren lange fort. Sehr lange. Und als wir zurück nach Hause gekommen sind, war Alles anders. Ogh ist gestorben und auch viele andere Freunde sind fort. Niemand weiss wo mein Freund Gulp ist. Das hat mich sehr traurig gemacht. Auch Velveanar ist nicht mehr da. Unser altes Marktschild auch und ich war sehr traurig darüber. Dabei hatte ich Gulp zeigen wollen wie stark ich geworden war. Aber ich denke, vielleicht kommt er zurück. Vielleicht ist er uns suchen gegangen. Wir waren wirklich lang unterwegs.<br />
Aber die Zwillinge waren da und haben uns geholfen wieder Anschluss zu finden und jetzt haben sie ein Handelshaus aufgemacht und Brina und ich dürfen da ganz wichtige Sachen machen. Und neue Freunde haben wir auch gefunden. Zum Beispiel Ileila.<br />
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<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color"><br />
Neue Freunde und Hellelfenausnahmen</span><br />
<br />
Eigentlich sind Hellelfen ja böse und Gemein, aber es gibt ganz paar wenige Ausnahmen. So Wie Soel, die kennen wir schon gaaaanz lang und Ileila. Soel ist eine Wassermagierin und Ileila hat Ponies. Besonders davon mag ich Karotte. Ich hab es Karotte genannt, weil es die am Liebsten frisst. So wie Sir Galadron's Tippel. Sir Galadron ist ein Kamaelkrieger. Ein vornehmer, netter Herr. Sehr tierlieb. Er hat das allersüßeste kleine Fliegepferd. Das heisst Tippel. Und Caerwyn und Ernesto und noch ganz viele andere neue, gute Freunde haben wir gefunden. Ich bin sehr glücklich und ich habe auch gelernt wie Gulp zu kämpfen. Das zeige ich ihm, wenn er wieder zurück kommt. Und bis dahin lerne ich noch viele andere Sachen.<br />
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<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color"><br />
Treue kleine Freunde - Shers Begleiter</span><br />
<br />
Oh, jetzt hätte ich beinahe meine anderen Freudne vergessen! Das geht aber gar nicht! Wo sie mir doch so dolle helfen. Also... da hätte wir... mal schaun...<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Gharr - Ein Reitdrache mit Köpfchen</span><br />
<br />
Gharr ist mein Reitdrache. Ihn hab ich schon seid er ein ei war. Ich hab ihn gerettet. Seine Mama ist eine ziemlich schusselige Drachendame. Viele haben mir erzählt, dass sie ihr auch geholfen haben. Seht ihr, sie verliert andauernd ihre Eier oder lässt sie sich mopsen. Und weil ich ihr die zurückgebracht habe, durfte ich mir ein Baby aussuchen. Das war Gharr. Ich hab ihn großgezogen und er ist fürchterlich klug. Er hat sich seinen Namen selbst gegeben. Ich hab meinen orkischen Kampfschrei geübt: Gharrrrrr!!! Da hat mein süßes Drachenbaby gesagt: Gharr. Ist er nicht total schlau? <br />
Jedenfalls zieht Gharr meinen Karren, wenn ich auf Schatzsuche und Sammeltour gehe. Das macht er richtig gut und auch sonst ist er ganz lieb. Aber Fremde sollte lieber ein bisschen vorsichtig sein.<br />
<br />
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<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Tatze - die tapfere kleine Katze</span><br />
<br />
Tatze ist bei mir, damit ich ein bisschen Gesellschaft habe. Wenn ich unterwegs bin um sachen zu besorgen bin ich oft ganz allein und oft an Stellen an die ich Gharr nicht mitnehmen kann. Er ist ziemlich groß. Und Tatze ist sehr lieb und niedlich. Besonders die kleinen rosa Tatzen.<br />
<br />
<span style="color: #9999ff;" class="mycode_color">Sir Kay - Der Holzritter mit dem tapferen Herzen</span><br />
<br />
Brina hat Sir Kay für mich gebaut, weil ich dolle verletzte worden bin. Da hat sie mir eine neue Rüstung geschmiedet, zusammen mit unseren Clanfreunden. Und sie hat Sir Kay gemacht. Sir Kay ist ein echter Ritter. Und er ist sehr tapfer. Er reitet auf seinem Holzpferd Strunkel in die Schlacht. Er ist so eine Art Golem, aber das sage ich ihm nicht. Das würde ihn unglücklich machen. Er ist sehr höfflich und klug und er kämpft gegen Monster die für ihn größer sind wie Häuser. Ich bin sehr froh, dass er mich jetzt begleitet.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Jagd nach dem Tod]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7402</link>
			<pubDate>Fri, 02 Mar 2012 05:47:34 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7402</guid>
			<description><![CDATA["Aber wenn Du darüberhinausgehst? Was bleibt noch, wo es doch offensichtlicher als allein die Richtung ist? Denke dabei nicht immer zu verwinkelt, brar."<br />
Selten hatte der alte Zwerg an diesem Tag soviel hintereinander gesprochen wie gerade in diesem Moment. Aber da es dem unverhohlenen Spott über Baloshs Unsicherheit galt, verwunderte es diesen nicht sonderlich. Gegenfragen nützten da nichts, das war ihm schnell klar geworden. Noch immer galt also seine bereits leicht genervt konzentrierte Aufmerksamkeit den schleifenden Spuren, die sich da, wo sie nicht von kleineren Zweigen und den herabgefallenen schweren, fast ledrigen Blättern der umstehenden Urbäume am deutlicheren Abdruck behindert waren, aufgrund des feuchten Bodens teilweise ziemlich tief abgezeichnet hatten. Stellenweise hatten sich bereits kleine Rinnsale in den Senken selber gebildet, welche die verräterische Kontur einer etwa kopfgroßen Pfote aufwiesen und die am oberen Ende stets ausgefranst schienen, wo die beim Laufen nicht einziehbaren scharfen Krallen beim Abrollen so den Boden zerfurchten. Alles konnte er aus diesen leicht lesbaren Spuren entnehmen: Art, Richtung, Alter, Gewicht, Geschlecht, Verfassung, Zeitpunkt,... doch nichts davon schien sein Begleiter hören zu wollen. Er war so kurz davor, aufzugeben, aber 'der Alte' ließ nicht locker. Ganz so, als würde er es richtig auskosten, sich über seinen vermeintlichen Schützling zu amüsieren.<br />
Balosh rieb nachdenklich ein kleines blauschimmerndes Haarbüschel leicht zwischen Daumen und Zeigefinger hin und her, welches er keinen Meter entfernt an einem Stück Baumrinde vorfand, die hier stellenweise steinhart und scharfkantig beinahe senkrecht bis ins Erdreich niederstieß. Die monströs anmutenden Bäume gehörten mit zu dem Ältesten was diesen Landstrich noch bewohnte und boten in ihren kompliziert verästelten Auswüchsen und Wirrungen allerlei fast ebenso alten Geschöpfen und Wesenheiten Unterschlupf oder Nahrung, die hier aufzuscheuchen zu den weniger guten Ideen gehörte. Seine 'Beute' jedoch schlich sich nur selten so tief in diese Region ein und war eher in offeneren Gebieten anzutreffen, die sie in langjährigen Wanderungen durchquerte. Bei diesem Gedanken und dem leicht würzigen Geruch, den das kleine Büschel zwischen seinen Fingern nun wieder verströmte, verengten sich seine müden Augen.<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">'Konnte das etwa...?'</span>, und noch ehe er seinen Gedankengang weiterführen konnte, wurde er ein weiteres Mal jäh unterbrochen: "Spuren sind kein Zufall. Also befreie Dich von der Ansicht, sie nur zu 'finden' und damit mehr Einsichten zu besitzen, als jeder andere.", er erhob sich dabei und wandte sich von dem noch immer an den Eindrücken im Morast knienden Zwerg mit den für diesen Tag letzten Worten ab "Und mehr werde akh Dich heute nicht lehren. Einer der bevorstehenden Tage wird die Antworten bringen. kal haderth...". Leiser geworden und mit einem seufzenden Unterton hatte er sich so von Balosh verabschiedet und gleichzeitig zum Ausdruck gebracht, daß er selbst ihm also diese Antworten zu bringen hätte. Die plötzlich einkehrende Stille half ihm, sich etwas mehr zu entspannen - sofern man zwischen allerlei schleifenden, glucksenden, schmatzenden und krächzenden Geräuschen und Tierlauten an diesem geradezu stickigen Ort überhaupt von Stille sprechenden konnte. Doch es handelte sich dabei ohnehin auch eher um eine Art gefühlte Stille, die ihm jedesmal erschlich, ja sogar befreite, wenn er auf sich allein gestellt vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe stand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA["Aber wenn Du darüberhinausgehst? Was bleibt noch, wo es doch offensichtlicher als allein die Richtung ist? Denke dabei nicht immer zu verwinkelt, brar."<br />
Selten hatte der alte Zwerg an diesem Tag soviel hintereinander gesprochen wie gerade in diesem Moment. Aber da es dem unverhohlenen Spott über Baloshs Unsicherheit galt, verwunderte es diesen nicht sonderlich. Gegenfragen nützten da nichts, das war ihm schnell klar geworden. Noch immer galt also seine bereits leicht genervt konzentrierte Aufmerksamkeit den schleifenden Spuren, die sich da, wo sie nicht von kleineren Zweigen und den herabgefallenen schweren, fast ledrigen Blättern der umstehenden Urbäume am deutlicheren Abdruck behindert waren, aufgrund des feuchten Bodens teilweise ziemlich tief abgezeichnet hatten. Stellenweise hatten sich bereits kleine Rinnsale in den Senken selber gebildet, welche die verräterische Kontur einer etwa kopfgroßen Pfote aufwiesen und die am oberen Ende stets ausgefranst schienen, wo die beim Laufen nicht einziehbaren scharfen Krallen beim Abrollen so den Boden zerfurchten. Alles konnte er aus diesen leicht lesbaren Spuren entnehmen: Art, Richtung, Alter, Gewicht, Geschlecht, Verfassung, Zeitpunkt,... doch nichts davon schien sein Begleiter hören zu wollen. Er war so kurz davor, aufzugeben, aber 'der Alte' ließ nicht locker. Ganz so, als würde er es richtig auskosten, sich über seinen vermeintlichen Schützling zu amüsieren.<br />
Balosh rieb nachdenklich ein kleines blauschimmerndes Haarbüschel leicht zwischen Daumen und Zeigefinger hin und her, welches er keinen Meter entfernt an einem Stück Baumrinde vorfand, die hier stellenweise steinhart und scharfkantig beinahe senkrecht bis ins Erdreich niederstieß. Die monströs anmutenden Bäume gehörten mit zu dem Ältesten was diesen Landstrich noch bewohnte und boten in ihren kompliziert verästelten Auswüchsen und Wirrungen allerlei fast ebenso alten Geschöpfen und Wesenheiten Unterschlupf oder Nahrung, die hier aufzuscheuchen zu den weniger guten Ideen gehörte. Seine 'Beute' jedoch schlich sich nur selten so tief in diese Region ein und war eher in offeneren Gebieten anzutreffen, die sie in langjährigen Wanderungen durchquerte. Bei diesem Gedanken und dem leicht würzigen Geruch, den das kleine Büschel zwischen seinen Fingern nun wieder verströmte, verengten sich seine müden Augen.<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">'Konnte das etwa...?'</span>, und noch ehe er seinen Gedankengang weiterführen konnte, wurde er ein weiteres Mal jäh unterbrochen: "Spuren sind kein Zufall. Also befreie Dich von der Ansicht, sie nur zu 'finden' und damit mehr Einsichten zu besitzen, als jeder andere.", er erhob sich dabei und wandte sich von dem noch immer an den Eindrücken im Morast knienden Zwerg mit den für diesen Tag letzten Worten ab "Und mehr werde akh Dich heute nicht lehren. Einer der bevorstehenden Tage wird die Antworten bringen. kal haderth...". Leiser geworden und mit einem seufzenden Unterton hatte er sich so von Balosh verabschiedet und gleichzeitig zum Ausdruck gebracht, daß er selbst ihm also diese Antworten zu bringen hätte. Die plötzlich einkehrende Stille half ihm, sich etwas mehr zu entspannen - sofern man zwischen allerlei schleifenden, glucksenden, schmatzenden und krächzenden Geräuschen und Tierlauten an diesem geradezu stickigen Ort überhaupt von Stille sprechenden konnte. Doch es handelte sich dabei ohnehin auch eher um eine Art gefühlte Stille, die ihm jedesmal erschlich, ja sogar befreite, wenn er auf sich allein gestellt vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe stand.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Caitlyn - ihr Weg.]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7379</link>
			<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 00:17:44 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7379</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 12pt;" class="mycode_size">Prolog</span></span><br />
<span style="font-size: 8pt;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Noch im Dienste der Dioner Garde</span></span><br />
<span style="font-size: 10pt;" class="mycode_size"><br />
</span><br />
<span style="font-size: 10pt;" class="mycode_size">Nachdem sie sich mit einem ausführlichen Patroullieritt vergewissert hatte, dass in Dion und Floran keine Gefahr drohte, machte sie sich auf nach Rune. In der Handelsstadt Giran tauschte sie den altersschwachen Zausel gegen einen Reitwolf, eine Hündin mit hellgrauem Fell und Augen, die deutlich sprachen, dass hinter dem verlässlichen Charakter des Tieres noch etwas anderes lauerte - das Raubtier, das ein Wolf nun einmal war. <br />
<br />
Der Ritt gen Rune verlief ruhig. Angekommen dort gab sie den Reitwolf im Stall ab, drückte dem Burschen dort ein paar Goldtaler in die Hand, so dass er sich gut um den Wolf kümmern mochte. Dann brach sie zufuß wieder auf, umlief die Stadt, auf der Suche nach jenen merkwürdigen Vorkommnissen. Doch der Himmel blieb trocken. Kein Blut regnete aus den rubinfarbenen Wolken und auch kein Nebel zeigte sich. <br />
<br />
Der Zwischenfall ereignete sich, als sie die Stadt fast wieder erreicht hatte. Ein einer Furt machte sie Halt, um etwas Wasser zu trinken, als sie urplötzlich die lauernde Kälte einer Klinge am Hals fühlte. Caitlyn erstarrte, bis sich der Druck soweit lockerte, dass sie langsam aufstehen konnte. "Wen haben wir denn da?" Sie kannte diese Stimme und sie bedeutete nichts Gutes. Langsam löste sich das Metal von ihrer Halsschlagader und sie trat zwei hastige Schritte zurück, um den Gegenüber zu mustern. Die zweite Hand des -wohl bekannten- Fremden lag am Wurfdolch, so rührte Cait die Hellebarde am Rücken nicht an - so auch nicht die Zwillingsklingen, die etwas versteckt unter dem Mantel befestigt waren. Sie wusste, wie verdammt schnell der Assassine war.<br />
<br />
Der Gegenüber musterte sie aus kalten, jedoch süffisant und.. gierig funkelnden Augen. Er hatte sich kaum verändert. Die breiten Schultern, welche so täuschend von behäbiger Kraft und nicht von Schnelligkeit deuteten, die breiten, markanten Wangenknochen unter dem langen, aschblonden Haar. Auch die harten schwarzen Augen waren die Selben, die in dem täuschend jugendlichem Gesicht funkelten - zuletzt die Narbe, die über dem rechten Auge begann, das Gesicht zweiteilte und links neben den schmalen Lippen endete ließ eine Verwechslung ausschließen. Cait kannte diese Narbe - stammte sie doch von einem ihrer Schwerter. Doch eigentlich hatte sie ihn bereits an der kühlen, schneidenden Stimme erkannt. Sie waren sich beide so ähnlich, dass sie sich lieben müssten - würden sie sich nicht bis aufs Blut hassen. "Kasham!" <br />
<br />
"Man munkelt, das Kopfgeld auf dich wurde weiter erhöht?" Er steckte den Dolch langsam weg, blieb jedoch in jeder Faser seines Körpers weiterhin gespannt. Caitlyns Blick verfinsterte sich. "Mädel, der Galgen wartet. Du hast einen Mann der Garde getötet." Cait straffte sich kaum merklich. "Ich richtete den Schänder meiner Mutter." "...welche ohnehin für jeden im Dorf die Beine breit machte. Sei nicht albern. Einer mehr oder weniger, welche Rolle spielte das denn noch?" Eine Hand Caitlyns wanderte über ihren Rücken nach hinten, Richtung der Schwerter. Doch der Gegenüber sah dies, schürzte abfällig die Lippen. Natürlich wusste er, dass die Waffen dort versteckt waren. Er kannte sie. Vermutlich besser als jemand Anderes. Und er hätte sie längst töten können. So wie unzählige Male zuvor. Dieser Mann war mit dem Dolch in der Hand zur Welt gekommen. Wenige waren schneller, wendiger... gefährlicher - wie eine Klapperschlange sie sich vor ihrer Beute aufstellt, um blitzartig zuzuschlagen. Er würde zuschlagen. Und er würde treffen. <br />
<br />
Dennoch... gab es etwas zwischen ihnen. Ein Geheimnis, das es verbot, die Vogelfreie einfach zu meucheln. Er würde sie besiegen. In einem fairen Kampf. Und er würde sie ausliefern. Oder sie würde siegen. Und wäre frei - bis er ihr abermals auflauerte. Ein Jahrelanges Hin- und Her. Konnte er sich nicht auf seine stärksten Waffen verlassen - dem Hinterhalt, der Tücke, der Überraschung - war sie ihm überlegen. Und genau das war es, was ihn reizte, diesen Jahrelangen Kampf weiter zu führen. Das unsichtbare Band, was sie verband... die Gewissheit von ausgerechnet IHR geschlagen zu werden... Er musste besser werden als sie. Erst dann würde sie sterben. <br />
<br />
Langsam ging er in die Hocke, löste einen Wurfdolch nach dem Anderen aus den Stiefeln, eben jene von den Schultern - die beiden Hauptdolche vom Gürtel. Es gab kein Gleichgewicht in diesem Kampf, mit jenen Waffen. Caitlyn tat es ihm gleich, ohne ihn aus den Augen zu lassen. Die Hellebarde und die beiden Schwerter wanderten in den Sand zu seinen Dolchen. Dann trat sie gute sechs Schritte zurück. Er folgte ihr langsam, lauernd durch den tiefen, weißen Sand der Furt an den Rand des Waldes der lebenden Toten heran.<br />
<br />
Sie sah den ersten Schlag nicht kommen. Beraubt seiner Waffen setzte nicht vorraus, dass jener Mann fair kämpfte. Sie wich aus, als sie die Faust schon direkt vor sich sah. Der Luftzug sirrte an ihrer Wange vorbei, ließ ihr jedoch nicht die Zeit für einen Gegenangriff. Der nächste Schlag folgte dem Ersten direkt und traf. Sie schmeckte Blut, setzte jedoch direkt zum Gegenschlag an. Er würde ihr keine Zeit zum Erholen geben. Auch ihr Schlag traf, dennoch musste sie sofort einer weiteren Faust ausweichen. <br />
<br />
Der Kampf währte lange. Beide sahen alles Andere als gut aus - etliche Hämathome zierten die schmalen Wangenknochen Caitlyns, die Lippe war bereits so angeschwollen, dass ein Reden kaum möglich war und hinterließ eine hässliche Blutspur aus einem kleinen Schnitt von außen über Kinn und Hals. Die Wunden in ihrem Mund ließen sie zweifeln, je wieder etwas anderes zu schmecken als Blut.<br />
<br />
Doch auch Kasham sah nicht besser aus. Das linke Auge schwoll bereits zu - seine Lippe bot ein ähnliches Bild wie die seiner Gegenüber und die alte Narbe war über dem rechten Auge wieder aufgeplatzt und hinterließ ein groteskes Blutmuster auf dem Gesicht des Mannes, welches sich mit dem Blut der scheinbar angeknacksten Nase vermischte.<br />
<br />
Beide taumelten nur noch aufeinander zu vor Schwäche. Caitlyn sah beinahe durchgängig weiße Blitze auf dem einen Auge - Kasham sah auf dem rechten Auge kaum noch irgendetwas, da ständig während Blut hinein lief. Doch sie standen noch - und würden dies vermutlich solange tun, bis sie die Erschöpfung übermannte. Dennoch waren die Waffen im Sand unangerührt geblieben. <br />
<br />
So bemerkte Caitlyn auch nicht, dass Kasham plötzlich erstarrte. Sein Blick war auf irgendetwas hinter ihr gerichtet. Als Cait jedoch die Bewegung schräg hinter sich im Augenwinkel sah, handelte sie instinktiv - mit einem Faustschlag in eben jene Richtung. Als sie sich in der Selben Bewegung umdrehte, spielte sich ein völlig unerwartetes Szenario vor ihren Augen ab, dem sie wie in Zeitlupe folgen konnte. Zuerst war da das Knacken, mit dem die Nase des jungen Kamael-Soldaten unter ihrer Faust brach, dann ein zweites kaum leiseres Knacken mit dem die Armbrust losging, die bis dahin auf die Stirn Kashams gerichtet war. Der Kamael sank bewusstlos zu Boden. Hinter ihr ertönte ein dumpfer Schlag und ein schmerzerfülltes Keuchen. Als Cait sich zu Kasham umdrehte, sah sie, dass der Bolzen in seiner Schulter steckte. Ihr Schlag hatte die Schussbahn abgefälscht - und dem eigenen Feind so das Leben gerettet.<br />
<br />
Fluchend klaubte sie ihre Waffen zusammen, warf sich den bewusstlosen Kamael über die Schulter und wankte Richtung Rune. Als sie sich hundert Meter weiter umsah, war Kasham bereits verschwunden.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 12pt;" class="mycode_size">Prolog</span></span><br />
<span style="font-size: 8pt;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Noch im Dienste der Dioner Garde</span></span><br />
<span style="font-size: 10pt;" class="mycode_size"><br />
</span><br />
<span style="font-size: 10pt;" class="mycode_size">Nachdem sie sich mit einem ausführlichen Patroullieritt vergewissert hatte, dass in Dion und Floran keine Gefahr drohte, machte sie sich auf nach Rune. In der Handelsstadt Giran tauschte sie den altersschwachen Zausel gegen einen Reitwolf, eine Hündin mit hellgrauem Fell und Augen, die deutlich sprachen, dass hinter dem verlässlichen Charakter des Tieres noch etwas anderes lauerte - das Raubtier, das ein Wolf nun einmal war. <br />
<br />
Der Ritt gen Rune verlief ruhig. Angekommen dort gab sie den Reitwolf im Stall ab, drückte dem Burschen dort ein paar Goldtaler in die Hand, so dass er sich gut um den Wolf kümmern mochte. Dann brach sie zufuß wieder auf, umlief die Stadt, auf der Suche nach jenen merkwürdigen Vorkommnissen. Doch der Himmel blieb trocken. Kein Blut regnete aus den rubinfarbenen Wolken und auch kein Nebel zeigte sich. <br />
<br />
Der Zwischenfall ereignete sich, als sie die Stadt fast wieder erreicht hatte. Ein einer Furt machte sie Halt, um etwas Wasser zu trinken, als sie urplötzlich die lauernde Kälte einer Klinge am Hals fühlte. Caitlyn erstarrte, bis sich der Druck soweit lockerte, dass sie langsam aufstehen konnte. "Wen haben wir denn da?" Sie kannte diese Stimme und sie bedeutete nichts Gutes. Langsam löste sich das Metal von ihrer Halsschlagader und sie trat zwei hastige Schritte zurück, um den Gegenüber zu mustern. Die zweite Hand des -wohl bekannten- Fremden lag am Wurfdolch, so rührte Cait die Hellebarde am Rücken nicht an - so auch nicht die Zwillingsklingen, die etwas versteckt unter dem Mantel befestigt waren. Sie wusste, wie verdammt schnell der Assassine war.<br />
<br />
Der Gegenüber musterte sie aus kalten, jedoch süffisant und.. gierig funkelnden Augen. Er hatte sich kaum verändert. Die breiten Schultern, welche so täuschend von behäbiger Kraft und nicht von Schnelligkeit deuteten, die breiten, markanten Wangenknochen unter dem langen, aschblonden Haar. Auch die harten schwarzen Augen waren die Selben, die in dem täuschend jugendlichem Gesicht funkelten - zuletzt die Narbe, die über dem rechten Auge begann, das Gesicht zweiteilte und links neben den schmalen Lippen endete ließ eine Verwechslung ausschließen. Cait kannte diese Narbe - stammte sie doch von einem ihrer Schwerter. Doch eigentlich hatte sie ihn bereits an der kühlen, schneidenden Stimme erkannt. Sie waren sich beide so ähnlich, dass sie sich lieben müssten - würden sie sich nicht bis aufs Blut hassen. "Kasham!" <br />
<br />
"Man munkelt, das Kopfgeld auf dich wurde weiter erhöht?" Er steckte den Dolch langsam weg, blieb jedoch in jeder Faser seines Körpers weiterhin gespannt. Caitlyns Blick verfinsterte sich. "Mädel, der Galgen wartet. Du hast einen Mann der Garde getötet." Cait straffte sich kaum merklich. "Ich richtete den Schänder meiner Mutter." "...welche ohnehin für jeden im Dorf die Beine breit machte. Sei nicht albern. Einer mehr oder weniger, welche Rolle spielte das denn noch?" Eine Hand Caitlyns wanderte über ihren Rücken nach hinten, Richtung der Schwerter. Doch der Gegenüber sah dies, schürzte abfällig die Lippen. Natürlich wusste er, dass die Waffen dort versteckt waren. Er kannte sie. Vermutlich besser als jemand Anderes. Und er hätte sie längst töten können. So wie unzählige Male zuvor. Dieser Mann war mit dem Dolch in der Hand zur Welt gekommen. Wenige waren schneller, wendiger... gefährlicher - wie eine Klapperschlange sie sich vor ihrer Beute aufstellt, um blitzartig zuzuschlagen. Er würde zuschlagen. Und er würde treffen. <br />
<br />
Dennoch... gab es etwas zwischen ihnen. Ein Geheimnis, das es verbot, die Vogelfreie einfach zu meucheln. Er würde sie besiegen. In einem fairen Kampf. Und er würde sie ausliefern. Oder sie würde siegen. Und wäre frei - bis er ihr abermals auflauerte. Ein Jahrelanges Hin- und Her. Konnte er sich nicht auf seine stärksten Waffen verlassen - dem Hinterhalt, der Tücke, der Überraschung - war sie ihm überlegen. Und genau das war es, was ihn reizte, diesen Jahrelangen Kampf weiter zu führen. Das unsichtbare Band, was sie verband... die Gewissheit von ausgerechnet IHR geschlagen zu werden... Er musste besser werden als sie. Erst dann würde sie sterben. <br />
<br />
Langsam ging er in die Hocke, löste einen Wurfdolch nach dem Anderen aus den Stiefeln, eben jene von den Schultern - die beiden Hauptdolche vom Gürtel. Es gab kein Gleichgewicht in diesem Kampf, mit jenen Waffen. Caitlyn tat es ihm gleich, ohne ihn aus den Augen zu lassen. Die Hellebarde und die beiden Schwerter wanderten in den Sand zu seinen Dolchen. Dann trat sie gute sechs Schritte zurück. Er folgte ihr langsam, lauernd durch den tiefen, weißen Sand der Furt an den Rand des Waldes der lebenden Toten heran.<br />
<br />
Sie sah den ersten Schlag nicht kommen. Beraubt seiner Waffen setzte nicht vorraus, dass jener Mann fair kämpfte. Sie wich aus, als sie die Faust schon direkt vor sich sah. Der Luftzug sirrte an ihrer Wange vorbei, ließ ihr jedoch nicht die Zeit für einen Gegenangriff. Der nächste Schlag folgte dem Ersten direkt und traf. Sie schmeckte Blut, setzte jedoch direkt zum Gegenschlag an. Er würde ihr keine Zeit zum Erholen geben. Auch ihr Schlag traf, dennoch musste sie sofort einer weiteren Faust ausweichen. <br />
<br />
Der Kampf währte lange. Beide sahen alles Andere als gut aus - etliche Hämathome zierten die schmalen Wangenknochen Caitlyns, die Lippe war bereits so angeschwollen, dass ein Reden kaum möglich war und hinterließ eine hässliche Blutspur aus einem kleinen Schnitt von außen über Kinn und Hals. Die Wunden in ihrem Mund ließen sie zweifeln, je wieder etwas anderes zu schmecken als Blut.<br />
<br />
Doch auch Kasham sah nicht besser aus. Das linke Auge schwoll bereits zu - seine Lippe bot ein ähnliches Bild wie die seiner Gegenüber und die alte Narbe war über dem rechten Auge wieder aufgeplatzt und hinterließ ein groteskes Blutmuster auf dem Gesicht des Mannes, welches sich mit dem Blut der scheinbar angeknacksten Nase vermischte.<br />
<br />
Beide taumelten nur noch aufeinander zu vor Schwäche. Caitlyn sah beinahe durchgängig weiße Blitze auf dem einen Auge - Kasham sah auf dem rechten Auge kaum noch irgendetwas, da ständig während Blut hinein lief. Doch sie standen noch - und würden dies vermutlich solange tun, bis sie die Erschöpfung übermannte. Dennoch waren die Waffen im Sand unangerührt geblieben. <br />
<br />
So bemerkte Caitlyn auch nicht, dass Kasham plötzlich erstarrte. Sein Blick war auf irgendetwas hinter ihr gerichtet. Als Cait jedoch die Bewegung schräg hinter sich im Augenwinkel sah, handelte sie instinktiv - mit einem Faustschlag in eben jene Richtung. Als sie sich in der Selben Bewegung umdrehte, spielte sich ein völlig unerwartetes Szenario vor ihren Augen ab, dem sie wie in Zeitlupe folgen konnte. Zuerst war da das Knacken, mit dem die Nase des jungen Kamael-Soldaten unter ihrer Faust brach, dann ein zweites kaum leiseres Knacken mit dem die Armbrust losging, die bis dahin auf die Stirn Kashams gerichtet war. Der Kamael sank bewusstlos zu Boden. Hinter ihr ertönte ein dumpfer Schlag und ein schmerzerfülltes Keuchen. Als Cait sich zu Kasham umdrehte, sah sie, dass der Bolzen in seiner Schulter steckte. Ihr Schlag hatte die Schussbahn abgefälscht - und dem eigenen Feind so das Leben gerettet.<br />
<br />
Fluchend klaubte sie ihre Waffen zusammen, warf sich den bewusstlosen Kamael über die Schulter und wankte Richtung Rune. Als sie sich hundert Meter weiter umsah, war Kasham bereits verschwunden.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Fußspuren im Sand der Zeit]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7386</link>
			<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 03:13:32 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7386</guid>
			<description><![CDATA[Eröffnet für Yvaine.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eröffnet für Yvaine.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lotheg en harad]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7290</link>
			<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 19:58:15 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7290</guid>
			<description><![CDATA[An einem Tag wie so viele zuvor, rieselt langsam Schnee aus dem Himmel und auf die Dächer der Häuser Schuttgards. Der stolzen Hauptstadt der Handelsmacht. <br />
In all dem geschäftigen Treiben, in den breiten Straßen der Festungsstadt fallen jedoch ein paar Wagen, in all dem Durcheinander auf. <br />
<br />
Nebst lachend umhertollenden Kindern, die eine heftige Schneeballschlacht austragen, einem umherrufenden Marktschreier, einigen Händlern die dem Wetter zum trotzt unter hohen Planen ihre Ware feil bieten und so manch einem Passant – rollen drei große Wagen durch den Schnee.<br />
<br />
Drei etwas grimmig dreinblickende Menschen in dicken Mänteln laufen neben diesen, von kräftigen Pferden gezogenen Vehikeln einher. <br />
Die Umherlaufenden weichen diesen allein schon wegen ihrem Gesichtsausdruck aus, der nicht so recht in die gute Stimmung des Vielvölkerpulks passen will. <br />
Das Ziel der Wagen scheint wohl das nicht weit entfernte Stadttor zu sein. <br />
Eine verzierte Kutsche stößt wenig später auf dem Weg aus der Stadt hinzu. An einer der Seiten dieses Fahrzeugs sieht man ein Wappen, welches an eine der Handelsfamilien der Baronien, weit im Süden erinnert.<br />
<br />
Doch... kurz vor dem vermeintlichen Ziel, hällt der Tross an. Ein älterer Mensch, in einem teuer aussehenden Mantel steigt aus der Kutsche.<br />
Dieser geht zielstrebig auf einen Verkaufsstand in der Nähe zu... <br />
<br />
<span style="color: #00008b;" class="mycode_color">Die Götter sein gepriesen, Tochter. Wir sind nun abreisebereit.<br />
<br />
Bitte steig doch nun ein, ich dachte du hättest nun schon genug Souvenirs für deine Mutter. </span><br />
<br />
Eine hübsche junge Frau, in ähnlich teuren Kleidern, die vor einem von Elfen besetzten Stand steht lächelt ihren Vater an. <br />
<br />
<span style="color: #008000;" class="mycode_color">Verzeiht, Vater. <br />
Ich musste einfach nochmal hier vorbeischauen! Diese Handwerksarbeiten sind wundervoll. </span><br />
<br />
Ihre grünen Augen glänzen, wie zur Unterstreichung ihrer Worte, während sie dazu auf einige Broschen auf der Auslagefläche, des sonst eher von Lederarbeiten dominierten Tisches. <br />
Einer der beiden Edhil lächelt den Vater der Frau gewinnend an. <br />
Was etwas auffallen könnte, wäre, das beide vom Volke des Corax, die hinter den Waren stehen, fast identisch aussehen. <br />
Auch wenn eine wahrlich eine Elfe, als auch der andere ein Elf ist.<br />
Beide haben blau-graue, aufgeweckte Augen, wobei das Linke der Frau sowie das Rechte des Mannes in ein Tattoogeflecht welches Teile der jeweiligen Gesichtshälfte bedeckt eingebettet zu sein scheinen. <br />
Auch haben beide lange blonde Haare – Zwillinge. <br />
<br />
Die Miene des Vaters verdunkelt sich. <br />
<br />
<span style="color: #00008b;" class="mycode_color">Ich sagte dir doch bereits, dass ich mit diesem Abschaum nichts zu tun haben will! Sie widern mich an! Dieses dreimal verfluchte Pack!</span> <br />
<br />
Die Züge der Tochter wirken enttäuscht, wohingegen jene der beiden Elfen nur kurz ihr Missfallen zeigen.<br />
<span style="color: #4b0082;" class="mycode_color"><br />
Seid Ihr denn sicher eurer hübschen Tochter diesen Wunsch abschlagen zu können?<br />
</span><br />
Die zunehmend zornesroten Züge des älteren Herrn scheinen Antwort genug, weshalb der Elfenzwilling nachsetzt. <br />
<br />
<span style="color: #4b0082;" class="mycode_color">So Ihr denn kein Geld dafür ausgeben wollt, so schenken wir eurer Tochter eine der Broschen. <br />
Einer so hübschen Blüte, mit einem solch hellen Verstand und einem Gewissens von der Farbe frischen Schnees, kann man wohl kaum einen Wunsch verwehren.</span> <br />
<br />
Die Dame errötet leicht bei diesen Worten, was die Zwillingsschwester dazu veranlasst ihrem Bruder einen warnenden Blick zuzuwerfen, den Vater aber zum explodieren bringt. <br />
Er greift nach der Hand der Tochter und zerrt sie zur Kutsche. <br />
<br />
<span style="color: #00008b;" class="mycode_color">Bei der Baronin! Wären wir hier nicht in der Handelsmacht würde ich dieses elendige Spitztohr in seine Einzelteile zerlegen! <br />
Wir gehen junge Frau!</span> <br />
<br />
<span style="color: #ee82ee;" class="mycode_color">Bruder. Du weist genau woher sie kommen! Es wäre wohl besser für dich, wenn du nicht jeder Frau so hinterherrennen würdest.</span><br />
<br />
Während besagte sehnsüchtig zu Stand und Elf zurückschaut, dabei gar mit Blicken um Verzeihung bittet, schaut der Zwilling nur lächelnd selbiger hinterher. <br />
<br />
Der Schnee rieselt stetig weiter... Wagen und Kutsche rollen aus der Stadt in Richtung Süd-Westen.<br />
<br />
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*<br />
<br />
Besagte Fahrzeuge, werden von Pferden und grimmigen Wächtern langsam in Richtung der Süd-Westgrenze der Handelsmacht getrieben. <br />
Der Schneefall hat sich etwas verstärkt, die Sicht schränkt sich zunehmend ein, während vorallem die Wagen langsamer voran kommen. <br />
Einer der Aufpasser tritt an das Fenster der Kutsche heran. <br />
<br />
<span style="color: #a52a2a;" class="mycode_color">Herr!<br />
Wir sind bald an der Grenze, doch bei diesem Schneefall werden wir wohl nicht so schnell voran kommen wie erhofft. Wir müssen in nächster Zeit ein Lager aufschlagen, bevor wir in Schneebergen festsitzten und nichtmehr dazu kommen.</span> <br />
<br />
<span style="color: #00008b;" class="mycode_color">Noch eine viertel Meile. Dann werden wir eine Rast einlegen.</span><br />
<br />
<span style="color: #a52a2a;" class="mycode_color">Wie ihr wünscht.</span><br />
<br />
Langsam entfernt sich der grimmige Klotzt wieder, ein Sirren ist zu hören... und er bricht ein. Blut besprenkelt den Schnee um ihn herum. Ein Pfeil steckt in ihm. <br />
Man hört nun laute Schreie – Orks! <br />
Um genau zu sein Orks, der wilden Stämme, die in dieser Gegend umherziehen. <br />
Aus den verschneiten Waldteilen an beiden Seiten der Straße trampeln daraufhin Grünhäute, die verbliebenen drei<br />
Wachmänner greifen zu den Waffen, zwei weitere springen aus der Kutsche. <br />
Die Wagenlenker folgen ihrem Beispiel. <br />
Doch sind sie Zahlenmäßig deutlich unterlegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[An einem Tag wie so viele zuvor, rieselt langsam Schnee aus dem Himmel und auf die Dächer der Häuser Schuttgards. Der stolzen Hauptstadt der Handelsmacht. <br />
In all dem geschäftigen Treiben, in den breiten Straßen der Festungsstadt fallen jedoch ein paar Wagen, in all dem Durcheinander auf. <br />
<br />
Nebst lachend umhertollenden Kindern, die eine heftige Schneeballschlacht austragen, einem umherrufenden Marktschreier, einigen Händlern die dem Wetter zum trotzt unter hohen Planen ihre Ware feil bieten und so manch einem Passant – rollen drei große Wagen durch den Schnee.<br />
<br />
Drei etwas grimmig dreinblickende Menschen in dicken Mänteln laufen neben diesen, von kräftigen Pferden gezogenen Vehikeln einher. <br />
Die Umherlaufenden weichen diesen allein schon wegen ihrem Gesichtsausdruck aus, der nicht so recht in die gute Stimmung des Vielvölkerpulks passen will. <br />
Das Ziel der Wagen scheint wohl das nicht weit entfernte Stadttor zu sein. <br />
Eine verzierte Kutsche stößt wenig später auf dem Weg aus der Stadt hinzu. An einer der Seiten dieses Fahrzeugs sieht man ein Wappen, welches an eine der Handelsfamilien der Baronien, weit im Süden erinnert.<br />
<br />
Doch... kurz vor dem vermeintlichen Ziel, hällt der Tross an. Ein älterer Mensch, in einem teuer aussehenden Mantel steigt aus der Kutsche.<br />
Dieser geht zielstrebig auf einen Verkaufsstand in der Nähe zu... <br />
<br />
<span style="color: #00008b;" class="mycode_color">Die Götter sein gepriesen, Tochter. Wir sind nun abreisebereit.<br />
<br />
Bitte steig doch nun ein, ich dachte du hättest nun schon genug Souvenirs für deine Mutter. </span><br />
<br />
Eine hübsche junge Frau, in ähnlich teuren Kleidern, die vor einem von Elfen besetzten Stand steht lächelt ihren Vater an. <br />
<br />
<span style="color: #008000;" class="mycode_color">Verzeiht, Vater. <br />
Ich musste einfach nochmal hier vorbeischauen! Diese Handwerksarbeiten sind wundervoll. </span><br />
<br />
Ihre grünen Augen glänzen, wie zur Unterstreichung ihrer Worte, während sie dazu auf einige Broschen auf der Auslagefläche, des sonst eher von Lederarbeiten dominierten Tisches. <br />
Einer der beiden Edhil lächelt den Vater der Frau gewinnend an. <br />
Was etwas auffallen könnte, wäre, das beide vom Volke des Corax, die hinter den Waren stehen, fast identisch aussehen. <br />
Auch wenn eine wahrlich eine Elfe, als auch der andere ein Elf ist.<br />
Beide haben blau-graue, aufgeweckte Augen, wobei das Linke der Frau sowie das Rechte des Mannes in ein Tattoogeflecht welches Teile der jeweiligen Gesichtshälfte bedeckt eingebettet zu sein scheinen. <br />
Auch haben beide lange blonde Haare – Zwillinge. <br />
<br />
Die Miene des Vaters verdunkelt sich. <br />
<br />
<span style="color: #00008b;" class="mycode_color">Ich sagte dir doch bereits, dass ich mit diesem Abschaum nichts zu tun haben will! Sie widern mich an! Dieses dreimal verfluchte Pack!</span> <br />
<br />
Die Züge der Tochter wirken enttäuscht, wohingegen jene der beiden Elfen nur kurz ihr Missfallen zeigen.<br />
<span style="color: #4b0082;" class="mycode_color"><br />
Seid Ihr denn sicher eurer hübschen Tochter diesen Wunsch abschlagen zu können?<br />
</span><br />
Die zunehmend zornesroten Züge des älteren Herrn scheinen Antwort genug, weshalb der Elfenzwilling nachsetzt. <br />
<br />
<span style="color: #4b0082;" class="mycode_color">So Ihr denn kein Geld dafür ausgeben wollt, so schenken wir eurer Tochter eine der Broschen. <br />
Einer so hübschen Blüte, mit einem solch hellen Verstand und einem Gewissens von der Farbe frischen Schnees, kann man wohl kaum einen Wunsch verwehren.</span> <br />
<br />
Die Dame errötet leicht bei diesen Worten, was die Zwillingsschwester dazu veranlasst ihrem Bruder einen warnenden Blick zuzuwerfen, den Vater aber zum explodieren bringt. <br />
Er greift nach der Hand der Tochter und zerrt sie zur Kutsche. <br />
<br />
<span style="color: #00008b;" class="mycode_color">Bei der Baronin! Wären wir hier nicht in der Handelsmacht würde ich dieses elendige Spitztohr in seine Einzelteile zerlegen! <br />
Wir gehen junge Frau!</span> <br />
<br />
<span style="color: #ee82ee;" class="mycode_color">Bruder. Du weist genau woher sie kommen! Es wäre wohl besser für dich, wenn du nicht jeder Frau so hinterherrennen würdest.</span><br />
<br />
Während besagte sehnsüchtig zu Stand und Elf zurückschaut, dabei gar mit Blicken um Verzeihung bittet, schaut der Zwilling nur lächelnd selbiger hinterher. <br />
<br />
Der Schnee rieselt stetig weiter... Wagen und Kutsche rollen aus der Stadt in Richtung Süd-Westen.<br />
<br />
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*<br />
<br />
Besagte Fahrzeuge, werden von Pferden und grimmigen Wächtern langsam in Richtung der Süd-Westgrenze der Handelsmacht getrieben. <br />
Der Schneefall hat sich etwas verstärkt, die Sicht schränkt sich zunehmend ein, während vorallem die Wagen langsamer voran kommen. <br />
Einer der Aufpasser tritt an das Fenster der Kutsche heran. <br />
<br />
<span style="color: #a52a2a;" class="mycode_color">Herr!<br />
Wir sind bald an der Grenze, doch bei diesem Schneefall werden wir wohl nicht so schnell voran kommen wie erhofft. Wir müssen in nächster Zeit ein Lager aufschlagen, bevor wir in Schneebergen festsitzten und nichtmehr dazu kommen.</span> <br />
<br />
<span style="color: #00008b;" class="mycode_color">Noch eine viertel Meile. Dann werden wir eine Rast einlegen.</span><br />
<br />
<span style="color: #a52a2a;" class="mycode_color">Wie ihr wünscht.</span><br />
<br />
Langsam entfernt sich der grimmige Klotzt wieder, ein Sirren ist zu hören... und er bricht ein. Blut besprenkelt den Schnee um ihn herum. Ein Pfeil steckt in ihm. <br />
Man hört nun laute Schreie – Orks! <br />
Um genau zu sein Orks, der wilden Stämme, die in dieser Gegend umherziehen. <br />
Aus den verschneiten Waldteilen an beiden Seiten der Straße trampeln daraufhin Grünhäute, die verbliebenen drei<br />
Wachmänner greifen zu den Waffen, zwei weitere springen aus der Kutsche. <br />
Die Wagenlenker folgen ihrem Beispiel. <br />
Doch sind sie Zahlenmäßig deutlich unterlegen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Laster der Vergangenheit]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7157</link>
			<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 10:27:14 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7157</guid>
			<description><![CDATA[((OOC: Das ist so ziemlich die erste RP aktivität meinerseits, für das ein oder andere Feedback wäre ich dankbar <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /> Fortsetzung folgt dann ))<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitel 1 – Vergessen</span><br />
<br />
Der Regen war seit Jahren nicht mehr so schlimm gewesen und jedwede Wolke die auf gutes Wetter hoffen lies war schon längst verschwunden. Schon seit Tagen vermochte man sich nicht mehr an die Sonne zu erinnern, sosehr wurde das Land von Wind und Unwetter heimgesucht.<br />
Natürlich hätte Er sich etwas Besseres leisten können, aber irgendwas sagte ihm das es das richtige war, so zu reisen. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, nahm er sich seine Tasche,<br />
und verlies das Schiff. <br />
Die Arbeit war hart und es gab kaum eine Nacht in der er Ruhe fand.<br />
Aber das war es wert. Er war weg.<br />
Das gedämpfte Licht einer Hafentaverne sah einladend aus, aber er musste weiter.<br />
Der kurze Fußmarsch, der ihn erwartete war nichts, im Angesicht der Reise die er schon hinter sich hatte. Gedankenversunken folgte er dem Weg, lies den Hafen von Gludin hinter sich und ignorierte den Regen, dem er schutzlos ausgesetzt war.<br />
<br />
Die nächsten Tage zogen an ihm vorbei, er passierte Gludio und Dion, und sogar das Wetter wurde ein wenig besser. Dann endlich, erreichte er sein Ziel.<br />
Erleichtert blieb er einen Moment stehen und bewunderte den Anblick der Stadt in der Morgensonne, als er die hohen Mauern Girans vor sich erblickte.<br />
Um sich zu vergewissern, zog er das kleine Stück Pergament hervor auf dem er sorgfältig alles notiert hatte. <br />
Plötzlich spürte er eine eiskalte Hand auf seiner Schulter, doch er hütete sich davor, auch nur die geringste Reaktion zu zeigen. <br />
,,Voccuo´´ sagte die erstaunlich angenehme Stimme einer Frau. ,,Das ist absofort euer Name´´<br />
Die eiskalte Hand glitt über seinen Rücken, und griff nach dem Lederbeutel in seiner Linken Hand. Wie in Trance stand er da, mit weit aufgerissenen Augen  auf Giran blickend.<br />
Sie streckte ihren Kopf leicht über seine Schulter<br />
,,Die Wachen werden euch  ungehindert passieren lassen, den weiteren Weg jedoch, bestimmt ihr selbst.´´sie lächelte.<br />
,,Einhasad vergibt euch eure Sünden, vergesst die Vergangenheit´´<br />
und geräuschlos verschwand Sie.<br />
Von Glücksgefühl überwältig, fiel Voccuo auf die Knie. Endlich hatte er es geschafft, er konnte alles hinter sich lassen.<br />
Tränenüberströmt kniete er da einige Minuten, im Angesicht Girans und der Morgensonne...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[((OOC: Das ist so ziemlich die erste RP aktivität meinerseits, für das ein oder andere Feedback wäre ich dankbar <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /> Fortsetzung folgt dann ))<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitel 1 – Vergessen</span><br />
<br />
Der Regen war seit Jahren nicht mehr so schlimm gewesen und jedwede Wolke die auf gutes Wetter hoffen lies war schon längst verschwunden. Schon seit Tagen vermochte man sich nicht mehr an die Sonne zu erinnern, sosehr wurde das Land von Wind und Unwetter heimgesucht.<br />
Natürlich hätte Er sich etwas Besseres leisten können, aber irgendwas sagte ihm das es das richtige war, so zu reisen. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, nahm er sich seine Tasche,<br />
und verlies das Schiff. <br />
Die Arbeit war hart und es gab kaum eine Nacht in der er Ruhe fand.<br />
Aber das war es wert. Er war weg.<br />
Das gedämpfte Licht einer Hafentaverne sah einladend aus, aber er musste weiter.<br />
Der kurze Fußmarsch, der ihn erwartete war nichts, im Angesicht der Reise die er schon hinter sich hatte. Gedankenversunken folgte er dem Weg, lies den Hafen von Gludin hinter sich und ignorierte den Regen, dem er schutzlos ausgesetzt war.<br />
<br />
Die nächsten Tage zogen an ihm vorbei, er passierte Gludio und Dion, und sogar das Wetter wurde ein wenig besser. Dann endlich, erreichte er sein Ziel.<br />
Erleichtert blieb er einen Moment stehen und bewunderte den Anblick der Stadt in der Morgensonne, als er die hohen Mauern Girans vor sich erblickte.<br />
Um sich zu vergewissern, zog er das kleine Stück Pergament hervor auf dem er sorgfältig alles notiert hatte. <br />
Plötzlich spürte er eine eiskalte Hand auf seiner Schulter, doch er hütete sich davor, auch nur die geringste Reaktion zu zeigen. <br />
,,Voccuo´´ sagte die erstaunlich angenehme Stimme einer Frau. ,,Das ist absofort euer Name´´<br />
Die eiskalte Hand glitt über seinen Rücken, und griff nach dem Lederbeutel in seiner Linken Hand. Wie in Trance stand er da, mit weit aufgerissenen Augen  auf Giran blickend.<br />
Sie streckte ihren Kopf leicht über seine Schulter<br />
,,Die Wachen werden euch  ungehindert passieren lassen, den weiteren Weg jedoch, bestimmt ihr selbst.´´sie lächelte.<br />
,,Einhasad vergibt euch eure Sünden, vergesst die Vergangenheit´´<br />
und geräuschlos verschwand Sie.<br />
Von Glücksgefühl überwältig, fiel Voccuo auf die Knie. Endlich hatte er es geschafft, er konnte alles hinter sich lassen.<br />
Tränenüberströmt kniete er da einige Minuten, im Angesicht Girans und der Morgensonne...]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[MOJITO! Eine (nicht ganz ernstgemeinte) Chargeschichte]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7147</link>
			<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 23:47:22 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7147</guid>
			<description><![CDATA[Es begab sich zu einer Zeit im fernen Schuttart. Der junge Liam, ein Menschenknabe aus Heine, kaum siebzehn Sommer jung erreichte die Stadt mitsamt der Ware, welche er auszuliefern beauftragt war. Feinste Waren waren diese – köstlicher weißer Rum, feinste Minze, Bananen und Kokosnuss, Papaya und Mango, große fast runde Limetten und Zucker, der fast bernsteinfarben war. Waren aus dem Süden eben. Hätte sich der junge Liam nicht unterwegs selbst mit einem Großteil seiner Mitbringsel verköstigt, so wäre er gewiss pünktlich in Schuttart angekommen. Doch kam es wie es kommen musste – der Händler, den er beliefern sollte, war bereits fortgezogen. Liam war fürchterlich wütend – in erster Linie auf sich selbst – war er doch den ganzen Weg umsonst angetreten. Und dann diese Kälte! Missmutig stampfte er durch den Schnee, in dem der kleine Wagen fast bis zu den Achsen einsank. In Heine war es, wie meist, sehr warm gewesen und obgleich es sehr anstrengend war, den altersschwachen Händlerswagen durch die weiße Pracht zu ziehen, so wurde dem Jungen einfach nicht warm. „Vater wird mich lynchen,“ dachte er bei sich – „besser später als bald.“ Und so kehrte Liam in die warme Taverne ein. <br />
<br />
Es war schon schummrig in der alten Schenke. Der Wird war bereits auf seinem Tresen eingenickt und seine leuchtend rote Nase verriet, dass es schier unmöglich sein würde, ihn vor dem Eintreten eines mächtigen Katers zu wecken.  Liam war dies jedoch gleich. Fröstelnd kuschelte er sich ans Feuer und überlegte, wie er an die zwanzig Stücke Gold kommen sollte, die seinem Vater für die Waren versprochen waren.<br />
<br />
So verstrich eine gute Stunde, als zwei Zwerge die Taverne betraten. Der Zwergenmann war so sehr Zwerg, dass Liam fast erschrak: stämmig wie ein Bär, jedoch nur halb so groß – einen stolzen Wohlstandszwergenbutterbierbauch schob er vor sich her, auf dem ein laaaanger roter Bart ruhte. Jener Bart erschreckte sich über das halbe Gesicht des Zwergen, verschmolz mit dem langen, üppigem Haar und den buschigen Augenbrauen, so dass man doch etwas Fantasie brauchte, um die Mine des Mannes zu erahnen. Das Bisschen Gesicht, das Liam sah, war zornesrot. Er schien sich geärgert zu haben. Der Ursprung jenen Ärgernisses schob sich direkt hinter dem Bärtigen in die Schenke. Eine nicht weniger üppige Zwergin mit Po und Busen von den Ausmaßen je eines Butterbierfasses, dicken blonden Zöpfen und großen blauen Augen folgte ihm und blickte nicht gerade fröhlicher drein. Kaum war die schwere Holztüre hinter ihnen ins Schloss gefallen, zankten die beiden Zwerge munter weiter. Die Frau redete so schnell, dass es für Liam unmöglich war, zu erahnen, worum der Streit überhaupt ging. Beleidigungen flogen und nach einigen Minuten war Liam es Leid. Er erhob sich, fasste all seinen Mut zusammen und tippte dem grimmigen Zwerg auf die breite Schulter. „Verzeiht, o werter Herr Zwerg. Doch bitte schreit doch Eure Frau nicht so an.“ Der Zwerg stutzte und starrte den Jungen einen Herzschlag lang an. Schon als Liam fürchtete, dass die Pranke des Zwergen zur Axt wanderte, begann dieser urplötzlich laut und röhrend zu lachen. „Frau? Die Olle! Meine Nachbarin, sonst nichts! Eine besonders garstige Nachbarin noch dazu!“ Doch immerhin hatte Liam es geschafft, dass das Streitthema fallen gelassen wurde. <br />
<br />
Der Zwerg versuchte mit höchst unsanften Methoden, von denen die Harmloseste eine Hand voll Schnee im Gesicht war, den Wirt aus deinem Zwergenbutterbierkoma zu erwecken. Doch selbst diese Versuche waren erfolglos. Frustriert ließen sich beide Zwerge auf je einen Stuhl fallen und zogen eine Flunsch. „Nicht mal Bier gibt es heute!“ grummelte der eine in seinen Bart. Da kam Liam eine zündende Idee. Mutig setzte er sich zu den Zwergen hin und sprach: „Wenn ihr so gütig wäret, mir zwanzig  Stücke des Goldes zu zahlen, so werde ich Euch so betrunken machen, wie ihr noch nie in Eurem Leben wart.“ Kaum waren die Worte gesprochen, so fragte sich Liam, ob er nicht zu hoch gepokert hatte. Einen Zwerg betrunken zu bekommen, war eine langwierige Aufgabe angesichts der lappigen Reste, die sich noch in dem Fass auf dem Wagen befanden. Zwei Zwerge mit dieser Menge zu befüllen – war beinahe unmöglich. Doch besagte beide Zwerge waren sofort begeistert von der Wette. „Und wenn du es nicht schaffst, Menschenknirps,“ sagte der Zwergenmann, „dann behalte ich mein Gold. Schlag ein, Bübchen!“ und hielt Liam seine Pranke hin. Liam, der sich nun in seiner eigens gestrickten Zwickmühle sah, schlug ein. Die Zwerge machten es sich in der Taverne gemütlich und legten die dickbeschuhten Füße auf dem Tisch (man sollte es ausnutzen, wenn der Wirt schlief), während Liam nach draußen zu seinem Wagen eilte.<br />
<br />
Schwer seufzend lehnte der Junge am Händlerwagen. Hier draußen in der Kälte hatte ihn sein Mut nun fast ganz verlassen. „Was hab ich mir da nur eingebrockt?“ dachte er. Kurz überlegte er, sich den Wagen mit den die restlichen Waren zu schnappen und Reißaus zu nehmen – doch ohne Gold zu Hause aufkreuzen… Nein. Entschlossen öffnete er das Fass und blickte hinein. Immerhin war noch fast ein dreiviertel voll Rum da. Aber würde das reichen? „Oh, was soll ich nur machen…“ jammerte er leise, ehe er dann, kurzentschlossen, die Blätter von der Minze riss und in den Rum warf. Ein angenehmes Aroma schlug ihm entgegen – wenn es auch etwas scharf roch. Viel zu scharf, fand Liam. Also schüttete er noch eine großzügige Menge Zucker hinterher. Kritisch probierte er einen Schluck und spuckte ihn wieder aus. „BAH! Viel zu süß! Das trinkt vielleicht ein Elf, aber doch kein Zwerg, der was auf sich hält!“ Etwas Saures musste her! Kurzentschlossen schnitt Liam einige Limetten klein und warf sie ins Fass. Das musste reichen! Mit etwas Mühen schleppte er es in die Taverne, in der die beiden Zwerge bereits gespannt auf ihn warteten. <br />
<br />
Mutig setzte der rothaarige Zwerg das Fass an und trank – direkt aus dem Fass heraus – einen beherzten Schluck. Als er es absetzte, grinste er breit. „Das schmeckt ja wie Saft! Davon soll ich betrunken werden? HA! Die Wette hast du schon verloren! Ich zeig dir mal, was ordentlicher Alkohol ist!“ –sprachs und zog einen Wasserschlauch vom Gürtel, welchen der Liam reichte. „Du trinkst mit uns, Knirps!“ <br />
<br />
Doch die Zwerge, die keinen Rum kannten, hatten seine Wirkung unterschätzt. Bald wurde der Preis für das Besäufnis auf fünfzig Gold angehoben – denn die Zwerge glaubten nicht, dass dieser „Saft“, der im Laufe der Nacht den Namen „Mojito“ bekam, eine Wirkung bei ihnen haben konnte. Doch sie irrten. Als das Fass endlich leer war, lehnte der bärtige Zwergenmann leise rülpsend mit glasigen Augen auf seinem Stuhl – seine Nachbarin hatte es auf seinem Schoss gemütlich gemacht und gröhlte laut zwergische Trinklieder. Die Wette war gewonnen. Noch nie hatten sich die beiden Zwerge so kaputt und gleichzeitig so wohl und glücklich gefühlt. Der Zwergenmann hatte sogar vergessen, dass er die „olle Dirne“ auf seinem Schoss doch gar nicht leiden konnte, und legte großzügig die Arme um ihre überprallen Kurven. <br />
<br />
Und Liam? Der hatte von seinem Sieg noch nicht einmal etwas mitbekommen. Seelig schnarchend lag er auf dem Fell vorm Kamin, alle Viere von sich gestreckt und den leeren Wasserschlauch mit Zwergenschnaps noch in der Hand. <br />
<br />
Am nächsten Morgen fand sich Liam auf besagtem Bärenfell wieder und fühlte sich hundselend. Er wusste nicht, was geschehen war, seit er mit dem Wagen in der Stadt angekommen war. Mühsam erhob sich der Junge, leise jammernd ob der Schmerzen im Kopf, die sich anfühlten, als beinhalteten sie ein ganzes Zwergenbergwerk, in dem emsig gehämmert und gemeißelt wurde. Dann stutzte er. Die Tasche der Baumwollhose war so schrecklich schwer, dass es dem Burschen kaum möglich schien, gerade auf seinen beiden Füßen zu stehen. Verwirrt griff er hinein und erfühlte kleine, kühle Münzen. Gold! Verblüfft ließ er sich wieder auf den Hosenboden fallen und zählte nach. „…achtundvierzig… neunundvierzig… FÜNFZIG!“ Es dauerte einige Minuten, ehe Liam sein Glück begriff. <br />
<br />
Verborgen im Nebel des Alkohols blieben jedoch, was sich in jener Nacht ereignet hatte. Ebenso verborgen blieb das Rezept des Mojitos. Jene drei, die dieses Getränk kannten, konnten sich an jenes nicht mehr erinnern. Der Händlersjunge, der sich stolz und glücklich auf den Heimweg zu seinem Vater machte, hatte ja keine Ahnung davon, dass zufällig jener Mojito Jahrhunderte später auf einer fernen fernen Insel ,  entdeckt und Kultgetränk in den Tavernen der Zukunft wurde. <br />
<br />
Wovon Liam jedoch noch weniger ahnte war, dass in jener Nacht ein kleines Zwergenmädchen gezeugt wurde. Warum man ihm neun Monate später den Namen „Mojito“ gab, wusste keiner. Doch sein Vater begründete jenen Namen immer, in dem er sagte: „Der ist mir so im Kopf gewesen, als ich neben meiner süßen Nachbarin eines durchzechten Morgens erwachte.“<br />
<br />
<br />
<br />
----------------------------<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ein Char mit dem Namen Mojito existiert nicht. Auch andere Namen in dieser Geschichte sind frei erfunden, Parallelen zu existierenden Chars zufällig und nicht gewollt. Diese kleine Story dient lediglich der Belustigung. <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/wink.png" alt="Wink" title="Wink" class="smilie smilie_2" /></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es begab sich zu einer Zeit im fernen Schuttart. Der junge Liam, ein Menschenknabe aus Heine, kaum siebzehn Sommer jung erreichte die Stadt mitsamt der Ware, welche er auszuliefern beauftragt war. Feinste Waren waren diese – köstlicher weißer Rum, feinste Minze, Bananen und Kokosnuss, Papaya und Mango, große fast runde Limetten und Zucker, der fast bernsteinfarben war. Waren aus dem Süden eben. Hätte sich der junge Liam nicht unterwegs selbst mit einem Großteil seiner Mitbringsel verköstigt, so wäre er gewiss pünktlich in Schuttart angekommen. Doch kam es wie es kommen musste – der Händler, den er beliefern sollte, war bereits fortgezogen. Liam war fürchterlich wütend – in erster Linie auf sich selbst – war er doch den ganzen Weg umsonst angetreten. Und dann diese Kälte! Missmutig stampfte er durch den Schnee, in dem der kleine Wagen fast bis zu den Achsen einsank. In Heine war es, wie meist, sehr warm gewesen und obgleich es sehr anstrengend war, den altersschwachen Händlerswagen durch die weiße Pracht zu ziehen, so wurde dem Jungen einfach nicht warm. „Vater wird mich lynchen,“ dachte er bei sich – „besser später als bald.“ Und so kehrte Liam in die warme Taverne ein. <br />
<br />
Es war schon schummrig in der alten Schenke. Der Wird war bereits auf seinem Tresen eingenickt und seine leuchtend rote Nase verriet, dass es schier unmöglich sein würde, ihn vor dem Eintreten eines mächtigen Katers zu wecken.  Liam war dies jedoch gleich. Fröstelnd kuschelte er sich ans Feuer und überlegte, wie er an die zwanzig Stücke Gold kommen sollte, die seinem Vater für die Waren versprochen waren.<br />
<br />
So verstrich eine gute Stunde, als zwei Zwerge die Taverne betraten. Der Zwergenmann war so sehr Zwerg, dass Liam fast erschrak: stämmig wie ein Bär, jedoch nur halb so groß – einen stolzen Wohlstandszwergenbutterbierbauch schob er vor sich her, auf dem ein laaaanger roter Bart ruhte. Jener Bart erschreckte sich über das halbe Gesicht des Zwergen, verschmolz mit dem langen, üppigem Haar und den buschigen Augenbrauen, so dass man doch etwas Fantasie brauchte, um die Mine des Mannes zu erahnen. Das Bisschen Gesicht, das Liam sah, war zornesrot. Er schien sich geärgert zu haben. Der Ursprung jenen Ärgernisses schob sich direkt hinter dem Bärtigen in die Schenke. Eine nicht weniger üppige Zwergin mit Po und Busen von den Ausmaßen je eines Butterbierfasses, dicken blonden Zöpfen und großen blauen Augen folgte ihm und blickte nicht gerade fröhlicher drein. Kaum war die schwere Holztüre hinter ihnen ins Schloss gefallen, zankten die beiden Zwerge munter weiter. Die Frau redete so schnell, dass es für Liam unmöglich war, zu erahnen, worum der Streit überhaupt ging. Beleidigungen flogen und nach einigen Minuten war Liam es Leid. Er erhob sich, fasste all seinen Mut zusammen und tippte dem grimmigen Zwerg auf die breite Schulter. „Verzeiht, o werter Herr Zwerg. Doch bitte schreit doch Eure Frau nicht so an.“ Der Zwerg stutzte und starrte den Jungen einen Herzschlag lang an. Schon als Liam fürchtete, dass die Pranke des Zwergen zur Axt wanderte, begann dieser urplötzlich laut und röhrend zu lachen. „Frau? Die Olle! Meine Nachbarin, sonst nichts! Eine besonders garstige Nachbarin noch dazu!“ Doch immerhin hatte Liam es geschafft, dass das Streitthema fallen gelassen wurde. <br />
<br />
Der Zwerg versuchte mit höchst unsanften Methoden, von denen die Harmloseste eine Hand voll Schnee im Gesicht war, den Wirt aus deinem Zwergenbutterbierkoma zu erwecken. Doch selbst diese Versuche waren erfolglos. Frustriert ließen sich beide Zwerge auf je einen Stuhl fallen und zogen eine Flunsch. „Nicht mal Bier gibt es heute!“ grummelte der eine in seinen Bart. Da kam Liam eine zündende Idee. Mutig setzte er sich zu den Zwergen hin und sprach: „Wenn ihr so gütig wäret, mir zwanzig  Stücke des Goldes zu zahlen, so werde ich Euch so betrunken machen, wie ihr noch nie in Eurem Leben wart.“ Kaum waren die Worte gesprochen, so fragte sich Liam, ob er nicht zu hoch gepokert hatte. Einen Zwerg betrunken zu bekommen, war eine langwierige Aufgabe angesichts der lappigen Reste, die sich noch in dem Fass auf dem Wagen befanden. Zwei Zwerge mit dieser Menge zu befüllen – war beinahe unmöglich. Doch besagte beide Zwerge waren sofort begeistert von der Wette. „Und wenn du es nicht schaffst, Menschenknirps,“ sagte der Zwergenmann, „dann behalte ich mein Gold. Schlag ein, Bübchen!“ und hielt Liam seine Pranke hin. Liam, der sich nun in seiner eigens gestrickten Zwickmühle sah, schlug ein. Die Zwerge machten es sich in der Taverne gemütlich und legten die dickbeschuhten Füße auf dem Tisch (man sollte es ausnutzen, wenn der Wirt schlief), während Liam nach draußen zu seinem Wagen eilte.<br />
<br />
Schwer seufzend lehnte der Junge am Händlerwagen. Hier draußen in der Kälte hatte ihn sein Mut nun fast ganz verlassen. „Was hab ich mir da nur eingebrockt?“ dachte er. Kurz überlegte er, sich den Wagen mit den die restlichen Waren zu schnappen und Reißaus zu nehmen – doch ohne Gold zu Hause aufkreuzen… Nein. Entschlossen öffnete er das Fass und blickte hinein. Immerhin war noch fast ein dreiviertel voll Rum da. Aber würde das reichen? „Oh, was soll ich nur machen…“ jammerte er leise, ehe er dann, kurzentschlossen, die Blätter von der Minze riss und in den Rum warf. Ein angenehmes Aroma schlug ihm entgegen – wenn es auch etwas scharf roch. Viel zu scharf, fand Liam. Also schüttete er noch eine großzügige Menge Zucker hinterher. Kritisch probierte er einen Schluck und spuckte ihn wieder aus. „BAH! Viel zu süß! Das trinkt vielleicht ein Elf, aber doch kein Zwerg, der was auf sich hält!“ Etwas Saures musste her! Kurzentschlossen schnitt Liam einige Limetten klein und warf sie ins Fass. Das musste reichen! Mit etwas Mühen schleppte er es in die Taverne, in der die beiden Zwerge bereits gespannt auf ihn warteten. <br />
<br />
Mutig setzte der rothaarige Zwerg das Fass an und trank – direkt aus dem Fass heraus – einen beherzten Schluck. Als er es absetzte, grinste er breit. „Das schmeckt ja wie Saft! Davon soll ich betrunken werden? HA! Die Wette hast du schon verloren! Ich zeig dir mal, was ordentlicher Alkohol ist!“ –sprachs und zog einen Wasserschlauch vom Gürtel, welchen der Liam reichte. „Du trinkst mit uns, Knirps!“ <br />
<br />
Doch die Zwerge, die keinen Rum kannten, hatten seine Wirkung unterschätzt. Bald wurde der Preis für das Besäufnis auf fünfzig Gold angehoben – denn die Zwerge glaubten nicht, dass dieser „Saft“, der im Laufe der Nacht den Namen „Mojito“ bekam, eine Wirkung bei ihnen haben konnte. Doch sie irrten. Als das Fass endlich leer war, lehnte der bärtige Zwergenmann leise rülpsend mit glasigen Augen auf seinem Stuhl – seine Nachbarin hatte es auf seinem Schoss gemütlich gemacht und gröhlte laut zwergische Trinklieder. Die Wette war gewonnen. Noch nie hatten sich die beiden Zwerge so kaputt und gleichzeitig so wohl und glücklich gefühlt. Der Zwergenmann hatte sogar vergessen, dass er die „olle Dirne“ auf seinem Schoss doch gar nicht leiden konnte, und legte großzügig die Arme um ihre überprallen Kurven. <br />
<br />
Und Liam? Der hatte von seinem Sieg noch nicht einmal etwas mitbekommen. Seelig schnarchend lag er auf dem Fell vorm Kamin, alle Viere von sich gestreckt und den leeren Wasserschlauch mit Zwergenschnaps noch in der Hand. <br />
<br />
Am nächsten Morgen fand sich Liam auf besagtem Bärenfell wieder und fühlte sich hundselend. Er wusste nicht, was geschehen war, seit er mit dem Wagen in der Stadt angekommen war. Mühsam erhob sich der Junge, leise jammernd ob der Schmerzen im Kopf, die sich anfühlten, als beinhalteten sie ein ganzes Zwergenbergwerk, in dem emsig gehämmert und gemeißelt wurde. Dann stutzte er. Die Tasche der Baumwollhose war so schrecklich schwer, dass es dem Burschen kaum möglich schien, gerade auf seinen beiden Füßen zu stehen. Verwirrt griff er hinein und erfühlte kleine, kühle Münzen. Gold! Verblüfft ließ er sich wieder auf den Hosenboden fallen und zählte nach. „…achtundvierzig… neunundvierzig… FÜNFZIG!“ Es dauerte einige Minuten, ehe Liam sein Glück begriff. <br />
<br />
Verborgen im Nebel des Alkohols blieben jedoch, was sich in jener Nacht ereignet hatte. Ebenso verborgen blieb das Rezept des Mojitos. Jene drei, die dieses Getränk kannten, konnten sich an jenes nicht mehr erinnern. Der Händlersjunge, der sich stolz und glücklich auf den Heimweg zu seinem Vater machte, hatte ja keine Ahnung davon, dass zufällig jener Mojito Jahrhunderte später auf einer fernen fernen Insel ,  entdeckt und Kultgetränk in den Tavernen der Zukunft wurde. <br />
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Wovon Liam jedoch noch weniger ahnte war, dass in jener Nacht ein kleines Zwergenmädchen gezeugt wurde. Warum man ihm neun Monate später den Namen „Mojito“ gab, wusste keiner. Doch sein Vater begründete jenen Namen immer, in dem er sagte: „Der ist mir so im Kopf gewesen, als ich neben meiner süßen Nachbarin eines durchzechten Morgens erwachte.“<br />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ein Char mit dem Namen Mojito existiert nicht. Auch andere Namen in dieser Geschichte sind frei erfunden, Parallelen zu existierenden Chars zufällig und nicht gewollt. Diese kleine Story dient lediglich der Belustigung. <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/wink.png" alt="Wink" title="Wink" class="smilie smilie_2" /></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Rhylorasz]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7019</link>
			<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 13:40:50 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=7019</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: 7pt;" class="mycode_size">Auf Wunsch von Rhylorasz.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 7pt;" class="mycode_size">Auf Wunsch von Rhylorasz.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geroldsen - das verzagte Schneiderlein]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=6719</link>
			<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 21:06:10 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=6719</guid>
			<description><![CDATA[*Stellt ein Platzhalterschild für Geroldsen hin*]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[*Stellt ein Platzhalterschild für Geroldsen hin*]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Weißmagier Pelo]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=6453</link>
			<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 11:23:23 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=6453</guid>
			<description><![CDATA[((OOC: Hmm das ist meine erste RP Story, also bitte nicht zu böse sein. Hätte auch ein paar für eine Vorsetztung, aber mal schauen ))<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitel 1 Die Abreise</span><br />
<br />
Liebes Tagbuch,<br />
heut ist mein achtzehnter Geburtstag, und wie schon Gestern angekündigt müsst ich mich heute der Prüfung stellen. Die Prüfung die jeden Elfen mit 15 erwartet. Meine Eltern und der Älteste werden mich zum „großen Baum“ , außerhalb dem Elfendorf bringen. Dort soll ich drei Tag und drei Nächte alleine überstehen. Ungefährlich ist es nicht, denn man erzählte sich das Gobelins dort hausten. Sollte ich die Prüfung bestehen so darf ich aufbrechen um auf Reisen zu gehen. Ich hoffe wir werden uns wieder sehen, ich muss los Vater ruft mich.<br />
<br />
<br />
Liebes Tagbuch,<br />
nun da bin ich wieder und ich habe die Prüfung bestanden. Natürlich willst du wissen was passiert ist, … Als Vater, Mutter und der Älteste mich zum großen Baum gebraucht haben, könnt ich sehen das nicht nur ich angespannt war sondern meine Eltern und der Älteste auch. Das sie sich um mich sorgten hat mich einwenig erleichtert. Wohlwissen das ich alles dabei hatte verließen sie mich. Nun war ich auf mich allein gestellt. Solang es hell war konnte mir nichts passieren. Ich lehnte mich an den Baum und versuchte einzuschlafen um mein Kraft bis zur Nacht zu sammeln. Nur leider klappte das nicht so wie ich dachte. Als es dann Nacht wurde konnte ich kaum die Augen aufhalten. Ich zitterte ein wenig, den es war kalt geworden. Außerdem konnte ich das zirpen der Grillen hören.  Da ich über einwenig Magie verfüge, hab ich mir Feuer gemacht. Nun ja es hat etwas gedauert bis die Funken mein schwachen Donnerzaubers die Blätter zum brennen brachten.  Wie du weißt benutze ich ungern Magie dieser Art. <br />
<br />
Plötzlich hörte ich ein rascheln im Dunkeln. Mein Herz fing an zu pochen. Ich wusste nicht aus welcher Richtung das Rascheln kam, und griff nach einem der Stöcke im Feuer. Nun kamen sie aus dem Gesträuche. Es waren drei an der Zahl. Drei klein aber doch Finster guckende Gobelins. Ich wusste nicht was zu tun ist, aber es sah so aus als ob sie mit einander sprechen würden. Sie umreisten mich langsam. Als mir ein der Gobelins zu nahe kam fuchtelte ich mich mit dem Stock. „ Na los verschwindet !“ rief ich, aber  sie kreisten immer noch um mich herum. Ich hatte Angst und versuchte  weg zu kommen, aber auf den „großen Baum“ konnte ich nicht klettern. Dann versuchte ich mit dem berennenden Stock einen der Gobelins zur Seite zu drängen, sodass ich flüchten kann. Am besten auf einem Baum, auf den ich klettern kann. Als sich die Gelegenheit ergab und einer der Gobelins zur Seite rückte versuchte ich es. Dann sprang mich einer der Gobelin an kratzte mich am linken am. Ich benutzte meinen Donnerzauber um ihn von mir zu kriegen und rennte so schnell ich könnte.<br />
Als ich einen hohen Baum fand auf den ich klettern konnte, stieg ich auf ihn. Die Gobelins verfolgten mich und standen unter dem Baum. <br />
Dann geschah etwas unerwartet es fing an zu regnen, die war meine Chance. Ich benutze das Wasser um den Gobelins, schleuderte es gegen die Gobelins. Wie du weißt fällt mir der Umgang mit Wassermagie leider als mit Donnermagie. Sie zogen sich zurück. Doch einer der Gobelins blieb im Anstand zu mir stehen. So weit das ich auch keine Magie benutzen konnte. Ich nutzte die Zeit die ich hatte um meine Wunden zu heilen. Es ging ganz schnell, der Kratzer auf meinem linken Arm in kürzester Zeit geheilt. Weißmagie, ist die Magie mit der ich mich am längsten außereinender  gesetzt habe, aber das weißt du ja bereits. Der Gobelin der mich beobachtete ging nun auch weg. Dann kamen sie zurück, doch sie waren nun zu viert. Aber der viert schien verletzt zu sein. Ich sprang runter. Und die drei andern Gobelins stellten sich um den verletzten. Ich blickte in die Augen des mittleren Gobelin, den ich hatte das Gefühl das er der Anführer sei. Es verging einige Zeit, doch ich hielt mein Blick aufrecht. Dann machte der Gobelin ein schritt zur Seit und sprach zu den anderen Gobelins. Diese machten auch ein Schritt zur Seite. Ich ging zum verletzten Gobelin und heilte ihn. <br />
Was dann geschah war sehr unerwartet. Die Gobelin wurden zu meinen Freunden. Sie brauchten mich zu ihrer Höhle, dort sah es zur sehr sonderbar aus, aber es war schön warm. Das Essen das die Gobelins mir gaben war etwas sonderbar und gewöhnungsbedürftig, aber es erfühlte seine Aufgabe, es macht mich satt.<br />
Die restlichen zwei Tage waren um nu vorbei. Als ich die Gobelins verließ gab mir der Anführer einen blauen Stein. Dieser strahlt Magie von sich das merkte ich sofort, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">ob ich ihn irgendwann wohl zu gebrauchen weiß ? Nun ja das wir sich wohl zeigen. Schlussendlich darf ich nun meine Reise beginnen. Was da wohl auf mich warten wird ? </span><br />
Ich muss los Vater will noch mit mir sprechen bevor ich abreise.<br />
<br />
<br />
(( OOC: Hoffe es ist lesbar <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/biggrin.png" alt="Big Grin" title="Big Grin" class="smilie smilie_4" /> wurd mich auf eine Meinungen freuen ))]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[((OOC: Hmm das ist meine erste RP Story, also bitte nicht zu böse sein. Hätte auch ein paar für eine Vorsetztung, aber mal schauen ))<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitel 1 Die Abreise</span><br />
<br />
Liebes Tagbuch,<br />
heut ist mein achtzehnter Geburtstag, und wie schon Gestern angekündigt müsst ich mich heute der Prüfung stellen. Die Prüfung die jeden Elfen mit 15 erwartet. Meine Eltern und der Älteste werden mich zum „großen Baum“ , außerhalb dem Elfendorf bringen. Dort soll ich drei Tag und drei Nächte alleine überstehen. Ungefährlich ist es nicht, denn man erzählte sich das Gobelins dort hausten. Sollte ich die Prüfung bestehen so darf ich aufbrechen um auf Reisen zu gehen. Ich hoffe wir werden uns wieder sehen, ich muss los Vater ruft mich.<br />
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Liebes Tagbuch,<br />
nun da bin ich wieder und ich habe die Prüfung bestanden. Natürlich willst du wissen was passiert ist, … Als Vater, Mutter und der Älteste mich zum großen Baum gebraucht haben, könnt ich sehen das nicht nur ich angespannt war sondern meine Eltern und der Älteste auch. Das sie sich um mich sorgten hat mich einwenig erleichtert. Wohlwissen das ich alles dabei hatte verließen sie mich. Nun war ich auf mich allein gestellt. Solang es hell war konnte mir nichts passieren. Ich lehnte mich an den Baum und versuchte einzuschlafen um mein Kraft bis zur Nacht zu sammeln. Nur leider klappte das nicht so wie ich dachte. Als es dann Nacht wurde konnte ich kaum die Augen aufhalten. Ich zitterte ein wenig, den es war kalt geworden. Außerdem konnte ich das zirpen der Grillen hören.  Da ich über einwenig Magie verfüge, hab ich mir Feuer gemacht. Nun ja es hat etwas gedauert bis die Funken mein schwachen Donnerzaubers die Blätter zum brennen brachten.  Wie du weißt benutze ich ungern Magie dieser Art. <br />
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Plötzlich hörte ich ein rascheln im Dunkeln. Mein Herz fing an zu pochen. Ich wusste nicht aus welcher Richtung das Rascheln kam, und griff nach einem der Stöcke im Feuer. Nun kamen sie aus dem Gesträuche. Es waren drei an der Zahl. Drei klein aber doch Finster guckende Gobelins. Ich wusste nicht was zu tun ist, aber es sah so aus als ob sie mit einander sprechen würden. Sie umreisten mich langsam. Als mir ein der Gobelins zu nahe kam fuchtelte ich mich mit dem Stock. „ Na los verschwindet !“ rief ich, aber  sie kreisten immer noch um mich herum. Ich hatte Angst und versuchte  weg zu kommen, aber auf den „großen Baum“ konnte ich nicht klettern. Dann versuchte ich mit dem berennenden Stock einen der Gobelins zur Seite zu drängen, sodass ich flüchten kann. Am besten auf einem Baum, auf den ich klettern kann. Als sich die Gelegenheit ergab und einer der Gobelins zur Seite rückte versuchte ich es. Dann sprang mich einer der Gobelin an kratzte mich am linken am. Ich benutzte meinen Donnerzauber um ihn von mir zu kriegen und rennte so schnell ich könnte.<br />
Als ich einen hohen Baum fand auf den ich klettern konnte, stieg ich auf ihn. Die Gobelins verfolgten mich und standen unter dem Baum. <br />
Dann geschah etwas unerwartet es fing an zu regnen, die war meine Chance. Ich benutze das Wasser um den Gobelins, schleuderte es gegen die Gobelins. Wie du weißt fällt mir der Umgang mit Wassermagie leider als mit Donnermagie. Sie zogen sich zurück. Doch einer der Gobelins blieb im Anstand zu mir stehen. So weit das ich auch keine Magie benutzen konnte. Ich nutzte die Zeit die ich hatte um meine Wunden zu heilen. Es ging ganz schnell, der Kratzer auf meinem linken Arm in kürzester Zeit geheilt. Weißmagie, ist die Magie mit der ich mich am längsten außereinender  gesetzt habe, aber das weißt du ja bereits. Der Gobelin der mich beobachtete ging nun auch weg. Dann kamen sie zurück, doch sie waren nun zu viert. Aber der viert schien verletzt zu sein. Ich sprang runter. Und die drei andern Gobelins stellten sich um den verletzten. Ich blickte in die Augen des mittleren Gobelin, den ich hatte das Gefühl das er der Anführer sei. Es verging einige Zeit, doch ich hielt mein Blick aufrecht. Dann machte der Gobelin ein schritt zur Seit und sprach zu den anderen Gobelins. Diese machten auch ein Schritt zur Seite. Ich ging zum verletzten Gobelin und heilte ihn. <br />
Was dann geschah war sehr unerwartet. Die Gobelin wurden zu meinen Freunden. Sie brauchten mich zu ihrer Höhle, dort sah es zur sehr sonderbar aus, aber es war schön warm. Das Essen das die Gobelins mir gaben war etwas sonderbar und gewöhnungsbedürftig, aber es erfühlte seine Aufgabe, es macht mich satt.<br />
Die restlichen zwei Tage waren um nu vorbei. Als ich die Gobelins verließ gab mir der Anführer einen blauen Stein. Dieser strahlt Magie von sich das merkte ich sofort, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">ob ich ihn irgendwann wohl zu gebrauchen weiß ? Nun ja das wir sich wohl zeigen. Schlussendlich darf ich nun meine Reise beginnen. Was da wohl auf mich warten wird ? </span><br />
Ich muss los Vater will noch mit mir sprechen bevor ich abreise.<br />
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(( OOC: Hoffe es ist lesbar <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/biggrin.png" alt="Big Grin" title="Big Grin" class="smilie smilie_4" /> wurd mich auf eine Meinungen freuen ))]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Natalya - Wegbereiterin des Todes]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=6361</link>
			<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 23:49:50 +0100</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=6361</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitel 1 - Der Anbeginn</span><br />
<br />
<span style="color: darkred;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Magst du das Blut?<br />
Schau wie es fliesst ...<br />
Oder ergötzt du dich nur am dem Anblick der sich vor dir offenbart?<br />
So leblos, so unschuldig ...</span></span><br />
<br />
Ein Schrei hallte durch die toten Wälder ...<br />
<br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Lass mich zufrieden!</span></span><br />
<br />
Einen Augenblick lang kehrte Stille ein ...<br />
<br />
<span style="color: darkred;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Aber warum sollte ich das? Gefällt Dir der Anblick nicht oder das was ich dir schenkte um sich tagein diesem hinzugeben?<br />
Bald wirst du es verstehen und dann wirst du es nicht missen wollen.<br />
Solang werde ich Dir den Weg weissen, der dich zu einem Ort bringen wird wo du den Trost - und und zugleich auch den Beginn jenes starten und finden wirst.</span></span><br />
<br />
Ohne das noch ein Wort fiel wurde es dunkel. Tiefe Dunkelheit zog über den Wald hinüber ....<br />
<br />
<br />
Einige Tage vergingen und indessen folgte sie Ihren Pfad. Als sie abrupt zum Stehen kam, und schon den Blick aufrichtete, erkannte sie einen riesigen Wall der als Schutz einer ebenso gewaltigen Feste diente.<br />
<br />
<span style="color: darkred;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Rune... ja, Rune.<br />
Folge dem Weg ruhig weiter bis du vor deren Wall stehst und um Eintritt gewährst.<br />
Bald wirst du das finden wonach du suchst.</span></span></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitel 1 - Der Anbeginn</span><br />
<br />
<span style="color: darkred;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Magst du das Blut?<br />
Schau wie es fliesst ...<br />
Oder ergötzt du dich nur am dem Anblick der sich vor dir offenbart?<br />
So leblos, so unschuldig ...</span></span><br />
<br />
Ein Schrei hallte durch die toten Wälder ...<br />
<br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Lass mich zufrieden!</span></span><br />
<br />
Einen Augenblick lang kehrte Stille ein ...<br />
<br />
<span style="color: darkred;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Aber warum sollte ich das? Gefällt Dir der Anblick nicht oder das was ich dir schenkte um sich tagein diesem hinzugeben?<br />
Bald wirst du es verstehen und dann wirst du es nicht missen wollen.<br />
Solang werde ich Dir den Weg weissen, der dich zu einem Ort bringen wird wo du den Trost - und und zugleich auch den Beginn jenes starten und finden wirst.</span></span><br />
<br />
Ohne das noch ein Wort fiel wurde es dunkel. Tiefe Dunkelheit zog über den Wald hinüber ....<br />
<br />
<br />
Einige Tage vergingen und indessen folgte sie Ihren Pfad. Als sie abrupt zum Stehen kam, und schon den Blick aufrichtete, erkannte sie einen riesigen Wall der als Schutz einer ebenso gewaltigen Feste diente.<br />
<br />
<span style="color: darkred;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Rune... ja, Rune.<br />
Folge dem Weg ruhig weiter bis du vor deren Wall stehst und um Eintritt gewährst.<br />
Bald wirst du das finden wonach du suchst.</span></span></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Calril, Sohn der Ausgestoßenen  ::  [Kamael]]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=6238</link>
			<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 02:51:57 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=6238</guid>
			<description><![CDATA[Empa zusammen <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /><br />
<br />
So nun möcht ich meine Charstory auch gern mal einstellen, ich hoffe ihr habt nen PDF Reader, erschien mir als die bessere Veröffentlichungsmöglichkeit.<br />
<br />
Über Feedback per PN würd ich mich sehr freuen, sofern jemand Lust hat das fabrizierte zu lesen. Kritik, Verbesserung und Lob - ich nehm alles <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/tongue.png" alt="Tongue" title="Tongue" class="smilie smilie_5" /><br />
Sollte irgendwas zu den Kamael vorweg gegriffen sein, also die Story irgendwo was ausversehen "festlegen" was so nicht sein soll bzw. noch nicht entschieden wurde, bitte einfach Bescheid geben. Ist sowieso nicht die entgültige Fassung (Rechtschreibfehler <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /> ).<br />
<br />
grüße,<br />
Marcus<br />
<br />
--&gt; <a href="http://www.marc-ri.de/marc/l2/Calril.pdf" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Charstory <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Calril</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Empa zusammen <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /><br />
<br />
So nun möcht ich meine Charstory auch gern mal einstellen, ich hoffe ihr habt nen PDF Reader, erschien mir als die bessere Veröffentlichungsmöglichkeit.<br />
<br />
Über Feedback per PN würd ich mich sehr freuen, sofern jemand Lust hat das fabrizierte zu lesen. Kritik, Verbesserung und Lob - ich nehm alles <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/tongue.png" alt="Tongue" title="Tongue" class="smilie smilie_5" /><br />
Sollte irgendwas zu den Kamael vorweg gegriffen sein, also die Story irgendwo was ausversehen "festlegen" was so nicht sein soll bzw. noch nicht entschieden wurde, bitte einfach Bescheid geben. Ist sowieso nicht die entgültige Fassung (Rechtschreibfehler <img src="https://imoriath.com/forum/images/smilies/smile.png" alt="Smile" title="Smile" class="smilie smilie_1" /> ).<br />
<br />
grüße,<br />
Marcus<br />
<br />
--&gt; <a href="http://www.marc-ri.de/marc/l2/Calril.pdf" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Charstory <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Calril</span></a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Seelenfeuer]]></title>
			<link>https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=6142</link>
			<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 16:54:38 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">https://imoriath.com/forum/showthread.php?tid=6142</guid>
			<description><![CDATA[-auf Bitte geöffnet-]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[-auf Bitte geöffnet-]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>