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Ein Brief, schwer wie eine Tontafel
#1
Der wachhabende Stabskerdhras übergab General Lophos den schweren Brief.
„Was ist das?“
„Diese Sendung kommt aus dem Stützpunkt von Giran. Dort wurde der Brief anonym abgegeben.“
Behutsam wickelte der Ranghöhere das flache Paket aus. Das ölige Papier haftete mit kleinen Fäden an dem Inhalt, so dass es schwer zu entfernen war. Umso kräftiger er zog, desto mehr wollartige Fäden rissen von der Oberfläche der Tafel.
Ein flackerndes Leuchten ging durch sie hindurch. Sie lag nun offen in der Hand des Generals. Instinktiv ließ jener diese fallen. Doch statt des erwarteten Bruchs machte es nur leise Klock auf dem Boden.
Die Tafel bestand aus einer grauen wachsartigen Substanz, die einen sehr festen und stabilen Eindruck machte. Ein starkes Leuchten schien vom Inneren herauszudringen ohne daß die Ursache dafür klar zu erkennen wäre. Das Leuchten nahm ab und ließ vereinzelte Sätze erscheinen, die von innen heraus gut lesbar erstrahlten.
Langsam hob der Stabskerdhras auf Befehl des Generals die Tafel wieder auf und hielt sie dem Gegenüber vor die Nase. Dieser begann zu lesen.

Doch er kam nicht bis zum Schluss, denn auf einmal ließ der Stabskerdhras die Tafel fallen, als er erschrocken aufschrie. „Sie ist warm geworden!“ „Was soll das?“ „Verzeiht, General, aber seht nur…“
Die graue Tafel, die eben noch eine raue Oberfläche mit gut lesbaren Worten zierte, verlief zunehmend in eine Flüssigkeit, die sich auf dem Boden verteilte. Schwacher Dampf zog nach oben. Gebannt verfolgten beide das Schauspiel, was sich zu ihren Füßen darbot, bis nur noch die achtlos weggeworfene Papierhülle und ein paar Wollfäden zu sehen waren. Die Botschaft hatte sich in Luft aufgelöst.

„Geht zurück zu eurem Stützpunkt und lasst einen Suchbefehl aufsetzen.“ Es folgten Anweisungen über den Inhalt. Der Angesprochene salutierte und machte auf dem Absatz kehrt, während General Lophos in Richtung Hauptquartier ging, um Marschall Kekropus zu berichten…

~~



Kekropus sah wütend aus, als der General mit seinem Bericht fertig war.

[Bild: shot00012efz3.jpg]


„XENIA!“
„Úki?“
„Bringt mir diesen Dakonta persönlich!“
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#2
((Eine wohlwollende Anmerkung meinerseits:
Wenn man statt "Die zerrissenen Wollfäden hatten eine[I]n chemischen Prozess in Gang gebracht, der das Licht verursachte."
lieber "Ein starkes Leuchten schien vom Inneren herauszudringen ohne daß die Ursache dafür klar zu erkennen wäre."[/I]
schreibt, erschafft diese geheimnissvolle Beschreibung mehr Stimmung und Ambiente als es die nüchterne wissenschaftliche Erklärung vermag. So ein General mag zwar gebildet sein, aber das wäre dann wohl eher was für einen hohen Gelehrten.

Von mir aus nimm meine Beschreibung und lösch meinen Post, oder ignorier meine Worte. Das liegt bei dir.))

//edit by Rulvien
Beschreibung dankend angenommen.
Du brauchst Hilfe beim Einstieg ins RP? Jemanden zum Anspielen? Fragen wie man manches ausspielen könnte?
Ich bin jederzeit per PM ansprechbar und helfe gerne bei allen RP Dingen.
-----
Alberich, Paladin von Einhasads Gnaden
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#3
Der Meldeoffizier im Hauptquartier räumte gerade seinen Schreibtisch auf, als ein Haruk'En hereinkam, unter dem Arm einen Stapel Dienstprotokolle aus den nahe gelegenen Stützpunkten.
„Legen Sie es dort hin."
Der Haruk'En tat wie ihm geheißen. Dabei fiel sein Blick auf ein Formular, welches einen Dringlichkeitsvermerk hatte. Unwillkürlich riss er die Augen auf, tat aber so, als hätte er nichts bemerkt. Er trat einen Schritt zurück und salutierte. Der Meldeoffizier winkte nur kurz.

Fast in Laufschritt verfallend lief der Soldat in sein Quartier, um die donnerrührende Nachricht seinen Kameraden mitzuteilen. „Habt Ihr schon gehört? Ein Leutnant Dakonta ist vom Marschall zum Kerdhras degradiert worden!"
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#4
Dakonta war unruhig. Marschall Kekropus hatte ihm befohlen sich aus allen öffentlichen Angelegenheiten herauszuhalten, was ihn in Kam'Ha band. Er konnte als nichts tun außer warten, bis der Marschal seine Untersuchung bezüglich des der Vorkommnisse abgeschlossen hatte.

Er war somit gebunden und frustriert, da er nichts tun konnte außer abwarten.
Ein gutes hatte es jedoch: er genoß die gewohnene Zeit, die er mit Shariina verbringen drufte, denn das war in der Zeit zuvor nur spärlich möglich gewesen mit ihr ein paar ruhige ungestörte Stunden zu verbringen.

Doch jetzt war sie nicht bei ihm. Sie versuchte wohl an Informationen heranzukommen, wie die Untersuchungen voran gingen.

Er folgte den Anweisungen des Marschalls. Wollte er doch beweisen, dass die Anschuldigungen gegen ihn falsch und unbegründet waren. Würde er auf eigene Faust Untersuchungen anstellen, würde es kein gutes Bild auf ihn Werfen und den Anschuldigungen Nährboden geben.

Er wartet also und verbrachte seine Zeit damit, von Zeit zu Zeit bei der Ausbildung der Haruk'En in Kam'Ha bezuwohnen und zu Unterstützen oder witmete sich dem Selbsttraining. Auch steuerte er Regelmäßig das Büro des Meldeoffiziers an, ob vielleicht Nachrichten für ihn vom Festland für ihn Eingetroffen war, den er hatte lange Zeit nichts von Damaris oder Mirath und seiner Einheit gehört.


// könnte mir jemand sagen, wer den Plot mit mir beendet? Ob Rulvien selbst, oder ob das von jemandem übernommen wird.. weil so häng leider sehr in der Luft...
[Bild: memoriam.gif]
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#5
*puscht weil er wissen will wie es weitergeht*
[Bild: banner585x165.jpg]
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#6
//leider hat sich niemand gefunden, der Rulviens und meinen Plot mit mir weiterführen möchte, daher werde ich ihm hier zu einem "Schnellschluß" verhelfen. Eigentlich war geplant eventuell noch weitere Charaktere hier miteinzubinden.
Falls jemand bedenken hat, zwecks dem Sinn und Hintergrund und wissen möchte was dahinter steckte, der möge mir eine PN hier im Forum schicken, ich werde ihm dann gern den PN-Wechsel von Rulvien und mir schicken.//

Eine weitere Woche war vergangen und Dakonta hatte immer noch nichts vom Marschall gehört. Weder direkt, noch hatte er Nachricht erhalten, wie es um die Untersuchungen, die Kekropus anstellen wollte, stand.
Am Morgen des 13. Tages dann klopfte es an der Stube, die Dakonta in der Kaserne in Kam'Ha zugewiesen worden war.
Dakonta war gerade dabei gewesen, seine Rüstung und seinen Anderthalbhänder zu reinigen. Er legte also die Dinge beistete und ging zur Tür um sie zu öffnen.

Davor stand ein Kamael, dessen Rangabzeichen ihn als einen Haruk'En auswiesen.
"Kerdhras Dakonta?" fragte dieser, als ihm geöffnet wurde.
"Uki. Der Selbige. Was gibt es, Haruk'en?"
"Eine Nachricht von Marschall Kekropus." antwortet dieser knapp und militärisch. "Sie ist nur von euch und euch allein zu öffnen!"
Der Sprecher überreichte Dakonta eine versiegelte Rolle. Das Siegel zeigte das Emblem des Marschalls, also musste sie direkt von ihm stammen. Dakonta nahm die Rolle entgegen und betrachtete das Siegel einen Augenblick. Dann blickte er auf und fragte den Harkuk'En, "Ist das alles?" "Sòk. Es wurde mir auch befohlen euch das zu geben." Er überreichte Dakonta eine kleine mit Mithrill verziehrte dunkel Holzschatulle. "Kusz." Dankonta nahm auch die Schatulle mit einem dankenden Nicken entgegen. Er konnte sich zwar vorstellen, was sich darin befand, doch wollte er erst die Nachricht lesen.

"Kerdhras Dakonta, ich empfehle mich. Inò Sepòz!" Der Kamael salutierte und wartete darauf, von Dakonta entlassen zu werden. Dieser erwiderte den Gruß und schloss, nachdem die Schritte des anderen auf dem Gang verhalt waren die Tür hinter sich.
War das die Nachricht, auf die er die ganze Zeit gewartet hatte und die ihn entlastete, oder würden sich darin die Anschuldigungen, wegen der er hier war zu unrecht bestätigen?
Er setzte sich auf einen Stuhl der an einem kleinen Tisch stand. Im übrigen, war das Zimmer schlicht eingeräumt. Ein Schrank, ein etwas größeres Bett, sowie eine Feuerstelle mit Abzug in der Decke war abgesehen von einer kleineren Komode alles was in diesem Zimmer stand. Alles war einfach, aber zweckmäßig eingerichtet.

Dakonta schloß kurz die Augen, bevor er das Siegel brach und das Pergament aufrollte.
Als er das Pergament lass wurden seine Augen größer und als er geendet hatte, schlug er triumphierend mit der Hand auf den Tisch, sodass eine kleine Dose in der sich Wachs zum einreiben des Leders seinder Rüstung beinahe vom Tisch gefallen wäre.
Jetzt öffnete er die Schatulle.
In dieser fand er seine Abzeichen wieder, die ihn als Leutnant unter dem Oberbefehl Xenias auszeichneten.

[Bild: leutnant.png]

Die Anschuldigungen waren von dem Ausbilder augegangen, den er Angegriffen hatte während einer Übung und in Folge dessen er die Narben um die Augenpartie sich zugezogen hatte. Sie hatten sich jedoch als haltlos erwiesen und er war aufgrund des Versuchs der Untergrabung Dakontas Position empfindlich bestraft worden und seines Postens enthoben worden.
Dakonta empfand tiefe Genugtuung dafür.

Des weiteren sagte das Schreiben des Marschalls aus, dass er sich wieder zurück auf das Festland begeben sollte um dort seinen Aufgaben als Kommandoofizier und Botschafter weiter nachzugehen. Diemal würde jedoch der Schwerpunkt mehr auf seine Funktion als Komandoofizier gelegt sein. Es war ihm freigestellt worden welche Kamael ihn dabei unterstützen sollten, da von seiner Adjutantin Damaris länger keine Nachricht mehr eingegangen war. Ihre Stelle sollte daher neu besetzt werden und sollte sie wieder auftauchen, einer neuen Funktion zugeführt werden. Der oder diejenige Kamael, der diese Stelle bestzen sollte, sollte zumindest eines Kerdhras sein und es stand ihm frei wen er dafür wählen würde.
Dakonta hatte hierführ schon jemanden sehr speziellen ins Auge gefasst. Jemanden, dem er Vertraute, den er schätze...
[Bild: memoriam.gif]
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