| Hallo, Gast |
Sie müssen sich registrieren bevor Sie auf unserer Seite Beiträge schreiben können.
|
| Aktive Themen |
kleine Client-Updates
Forum: Die neusten Änderungen
Letzter Beitrag: ordoban
09.05.2026, 20:49
» Antworten: 125
» Ansichten: 140.039
|
Blümchenevent 2026
Forum: Ankündigungen
Letzter Beitrag: Staff_Jardea
01.05.2026, 08:41
» Antworten: 0
» Ansichten: 391
|
Kleine Änderungen
Forum: Die neusten Änderungen
Letzter Beitrag: Zacharas
04.04.2026, 08:10
» Antworten: 246
» Ansichten: 439.288
|
Osterevent 2026
Forum: Ankündigungen
Letzter Beitrag: Staff_Jardea
23.03.2026, 20:36
» Antworten: 0
» Ansichten: 351
|
geplante Serverwartung am...
Forum: Ankündigungen
Letzter Beitrag: ordoban
31.01.2026, 11:31
» Antworten: 1
» Ansichten: 970
|
Neujahrs-Raids
Forum: Ankündigungen
Letzter Beitrag: ordoban
29.12.2025, 19:50
» Antworten: 0
» Ansichten: 699
|
etwas mehr Transparenz ?
Forum: Verbesserungen / Vorschläge / Wünsche
Letzter Beitrag: klein Ry
27.12.2025, 13:47
» Antworten: 3
» Ansichten: 862
|
Weihnachtsfrieden
Forum: Ankündigungen
Letzter Beitrag: ordoban
14.12.2025, 19:13
» Antworten: 0
» Ansichten: 720
|
Imoriath ist nun 21 Jahre...
Forum: Ankündigungen
Letzter Beitrag: ordoban
02.11.2025, 19:39
» Antworten: 0
» Ansichten: 829
|
Bann gegen Account strupp...
Forum: Sanktionen
Letzter Beitrag: Zacharas
27.10.2025, 00:23
» Antworten: 0
» Ansichten: 758
|
|
|
| Ein Monat (Re: Stikes Tod) |
|
Geschrieben von: Lia - 13.03.2008, 18:17 - Forum: Charaktergeschichten
- Antworten (1)
|
 |
Die wenigsten schaffen es Frieden mit sich selber zu schließen und so etwas wie vollendetes Glück zu erleben. Diejenigen, die es erreichen, lassen es sich nicht mehr so schnell wieder nehmen.
Diese Form des Glücks stirbt nicht in einem Wimpernschlag. Sie stirbt auch nicht in dem endgültigen Hieb einer Streitaxt oder in einem Pulsschlag der Verzweiflung. Es muss vieles geschehen, dass einer sich dieses Glück rauben lässt.
Doch jedes Glück ist wie eine zarte Blüte, die ihre Wurzeln in Deinem Geiste verankert hat. Wird sie nicht mehr gegossen, so nährt sie sich von Deinem Verstand und Du beginnst zu leiden.
Ein Monat.
Ist das die Zeit, die Dir bleibt sich zu fangen und neu zu orientieren, ehe Du für immer im Selbstmitleid ertrinkst? Trifft dann der Zeitpunkt ein, an dem Du Dich an den Anblick einer welken Blüte gewöhnst oder Dich gar in sie verliebst, wenn Du Dich nicht von ihr trennst? Oder spielt die Zeit gar keine Rolle, sondern nur die Erkenntnis an sich, dass alles gar nicht wirklich existent war, sondern nur ein Produkt unsrer Hoffnungen?
Wie schnell vernarbt die Wunde eines verlorenen Traumes, der Wirklichkeit wurde?
- - - - -
Tag 1
Frieden. Es erfüllt ihren Schlaf, ihr Haus und ihr Leben. Ihre Träume wurden Realität als sie Stike wirklich kennen lernte. Es war nicht das erste Treffen, dass sie von ihm überzeugte. Auch nicht das zweite. Vieles ist geschehen... vieles musste geschehen, dass sie erkannte, dass er der Richtige für sie war. Und nun lag sie da in dem gemeinsamen Bett, den gemeinsamen Sohn (keine 3 Monate alt) in die Arme geschlossen.
Jedes Erwachen war für sie wie ein kleiner Zauber. Nach so vielen Monaten konnte sie es immer noch nicht wahr haben, wie rasant sich ihr Leben geändert hatte. Sie wurde häuslich. Sie hat alle Verpflichtungen gegenüber der Wehr und der orkischen Gesellschaft fallen gelassen. Sie war nicht mehr Botschafterin für die Dunklen. Sie war nicht mehr Lehrerin und auch nicht Ratgeberin für die Horrlath und Kakai.
Sie war jetzt Mutter und Hausfrau. Sie war ganz für ihre Familie da und es erfüllte sie gänzlich.
Jeden Tag musste sie sich das ins Gedächtnis rufen, denn sie hatte zuvor Jahre lang ganz anders gelebt und es nicht für möglich gehalten je Teil eines solchen Zaubers zu werden. Es war immer noch wie das Erwachen in einen Traum. So unglaublich... und zu gut, dass es nicht wirklich wahr sein konnte.
Liebevoll deckte sie ihren Sohn zu und erhob sich aus dem Schlafzimmer. Doch Stike war nicht da. Er hatte ihr ein Jagdmesser auf dem Tisch hinterlassen.
Sie wusste was dies bedeutete.
Tag 2
Sie hat in Erfahrung gebracht, was geschehen ist. Einige Krieger der Wehr berichteten ihr, als sie im Orkdorf ankam, dass Stike unter großer Eile alleine aufgebrochen ist.
Es war nicht sonderlich ungewöhnlich. Stike war für seine Spontanität berüchtigt. Dennoch... Lia konnte ihre erste flüchtige Unruhe vor den Blicken der andren Krieger nicht verbergen. Was konnte geschehen sein, dass Stike mitten in der Nacht das Heim verliess?
Lange brütete sie über einem Tee an der Feuerstelle innerhalb des Wohnbereiches ihres Hauses am Meer. Sorgenfalten kräuselten sich auf ihrer Stirn und sie kaute unbewusst auf ihren Fingernägeln herum. Er hat seinen Kriegern nicht gesagt wohin er auf brach, sondern nur, dass es ein bis zwei Wochen dauern könnte. Wieso hat er sich nicht die Zeit genommen eine Nachricht zu hinterlassen? Was war so wichtig, dass es nicht einen Augenblick aufgeschoben werden konnte, um sich wenigstens von ihr und dem Kind zu verabschieden?
Sie lehnte sich zurück und blickte sinnierend in das Feuer. Er ist ein guter Mann. Es muss wichtig gewesen sein. Und er würde ganz sicher zurück kehren, so früh er nur konnte, versicherte sie sich selber. Ja, sie vertraute ihm in diesem Punkt. Vermutlich war es eine dringliche Mission. Ein Bote Kakais kam in der Nacht und hat höchste Diskretion verlangt. Stike wird das Kind und sie nicht grundlos aus dem Schlaf gerissen haben wollen, also wollte er die Sache schnell hinter sich bringen... so oder so ähnlich wird es gewesen sein.
Tag 3
Sie versuchte sich mit Hausarbeit zu beschäftigen. Ihre Gedanken kreisten immer wieder um Stike. Sie machte sich Sorgen, das konnte sie nicht vor sich selber verbergen. Lesen konnte sie nicht. Dazu fehlte ihr die Konzentration. immer wieder sah sie zu der Tür, als hoffe sie er würde endlich hindurch treten. Doch diese Hoffnung war kindisch, das wusste sie. Es hiess er sagte er wäre ein bis zwei Wochen weg und es war nicht das erste Mal, dass er so lange Weg war. Doch noch nie begleitete sie beim Warten eine solche Ungewissheit.
Tag 4
Das Haus war sauber. Es gab nichts mehr zu tun. Sie hat Staffeleien aufgestellt und Bilder gemalt, die sie zu den andren im Wohnbereich stellte. Ihre Kreativität hat sie bis zum Nachmittag gänzlich ausgebrannt. Mit dem Sohn spielte sie an dem Tag wenig. Er spürte ihre Unruhe und weinte öfter als sie sonst von ihm gewohnt war. An diesem Tag fühlte sie zum ersten Mal die Leere, die ohne Stike in dem Haus herrschte.
Tag 5
Die Vorräte mussten aufgestockt werden. Eigentlich wollte sie nicht wieder ins Orkdorf. Sie fürchtete um die Fragen, die man ihr stellen würde und es kam wie es kommen musste. Auf die Frage, wo Stike hin sei antwortete sie nur er sei auf einer wichtigen Mission. Selbstsicher, ohne zu zu geben, dass sie es selber nicht wusste. Dabei wäre es leicht gewesen zu Kakai zu gehen und zu fragen, ob er ihn wirklich auf eine Mission geschickt hatte. Doch sie traute sich nicht...
Tag 6
Sie konnte nicht sagen, ob es die bedrückende Leere in ihrem eigenen Haus war oder ihr Bedürfnis nach Zuwendung, die sie dazu bewegte ihre Sachen zu packen. Sie nahm nur das Wichtigste mit und zog mit ihrem Sohn aus, in das Dorf der Gandi, in dem sie aufgewachsen war. Es war ein einfaches Dorf, das viele Erinnerungen an ihre Kindheit beherbergte. Sie bekam ein eigenes Zelt und wurde herzlich in Empfang genommen. Keiner schien von ihren Sorgen zu wissen. Die wenigsten würden sie hier auf suchen und lästige Fragen stellen. Sie hatte ein Stück Frieden wieder erlangt. Es mochte eine Illusion sein, doch es erleichterte ihr sie Situation. Ihr Sohn weinte nicht mehr so oft, wenn sie mit ihm spielte. Vielleicht war sie tatsächlich etwas lockerer geworden.
Tag 7
Sie hat sich komplett eingerichtet und ihre Vorräte aufgefüllt. Die Gandi waren sehr hilfsbereit. Die meisten kannten sie noch aus vergangenen Jahren, mit einigen hatte sie bis heute noch engen Kontakt gepflegt. Man war froh sie wieder da zu wissen, doch war man hier nicht aufdringlich. Ganz im Gegenteil. Irgendwie schienen die Leute zu spüren, dass Lia Ruhe brauchte und so blieb der meiste Besuch aus. Einzig ein alte Jugendfreundin kam sie besuchen und es tat gut über vergangene Erinnerungen aus Jugendjahren zu sprechen. Lia lachte sogar. Erst da fiel ihr auf, dass sie sechs Tage lang nicht gelacht hatte.
Tag 8
Wieder Besuch, doch dieses Mal weit aus unerwarteter. Eine Dunkelelfe betrat unter dem wachsamen und skeptischen Blick der Krieger das Dorf und suchte nach Lia. Nach so langer Zeit besuchte Pierotess sie... und sie nahm einiges an Gefahren auf sich, um hier her zu kommen. Natürlich wies Lia sie nicht weg. Die Gandi wissen, dass sie Botschafterin für die Dunkelelfen war. Es lag nahe, dass da einige Beziehungen erhalten blieben. Dennoch war es ungewöhnlich eine Dunkle ein zu lassen, doch Lia tat gut daran es zu tun. ihre alte Freundin war nieder geschlagen. ihr Anblick bescherte Lia derartige Sorgen, dass sie glatt ihre eigenen vergaß. Die Dunkelelfe schien hilf- und orientierungslos. Völlig abgekapselt und so als würde sie neben sich stehen hatte sie den weiten Weg auf sich genommen, um Rat zu suchen und Lia hatte Worte und Trost für sie: "Messe Dich nicht an dem Stolz vergangener Tage. Schaue lieber auf den Grund Deiner Seele und berühre das Kind in Dir."
Vieles konnte man in diese Worte hinein interpretieren. im Grunde waren sie jedoch nur eines. Eine Meditation für einen Neuanfang.
War es Ironie des Schicksals, dass sie diese Worte bald auf sich selber anwenden müsste? An diesem Tag kümmerte es Lia nicht. Ihre eigenen Sorgen waren wie weg gewischt. Sie kümmerte sich um die Dunkelelfe.
Tag 9
Über eine Woche war Stike nun weg und nicht einmal eine Nachricht hat sie erreicht. Ob er in Gefahr war? Nein... er würde sich nicht unnötig in Gefahr bringen. Er weiss, dass seine Familie ihn braucht. Sie war überzeugt, dass er diese Familie liebte und sie nie im Stich lassen würde. Es war doch auch ein Teil seines Glückes, nach dem er sich immer gesehnt hat. Dennoch, die Sorge um ihn hat sie innerlich ausgebrannt. Wenn sie mit ihrem Sohn spielte, so spürte sie selbst wie aufgesetzt ihr Lächeln war. An diesem Tag nahm sie sich vor ein wenig zu reisen. Nicht lange. Kurze Tagesausflüge würden es auch tun. Den Kleinen würde sie dabei mit nehmen. Es war besser, wenn er seine Aufmerksamkeit auf Neues lenkte und nicht immer nur auf den Anblick einer verunsicherten Mutter beschränkt war.
Tag 10
Sie besuchte die Wettkämpfe die zum Tag der Ehre nahe Giran abgehalten wurden. Sie war überglücklich ihre Freundin Hallistrae wieder zu treffen und die Gespräche mit ihr trösteten sie darüber hinweg, dass der Rest der Anwesenden alten Freunde ihr keine bis wenig Beachtung schenkten. Ihre Schwester Shia ignorierte sie gar gänzlich und erwiderte nicht einmal die Begrüßung, doch das war sie zumindest von ihrer Schwester gewohnt. Es war dennoch ein gelungener Ausflug. Ihr Sohn war hellauf begeistert von den schimmernden Klingen der Krieger und jubelte immer wieder bei ihren Kämpfen. Sie war verzaubert von seiner Begeisterung und der Stolz einer frischen Mutter schwemmte ihre eigenen Sorgen hinfort. Es war ein gelungener Tag. Sie würde diese Ausflüge fort setzen. Und sei es nur, um auf andre Gedanken zu kommen und ihrem Sohn mehr als ein aufgesetztes Lächeln schenken zu können.
Tag 11
Es kostete Überwindung, doch sie wagte dennoch einen Ausflug in das große Orkdorf. Sie konnte viele Dinge erledigen und schwer beladen mit Gütern nach Hause auf brechen. Auf dem Rückweg entdeckte sie jedoch Niatek, wie sie sich mit Thandorak unterhielt. Die frische 'magosh und der mürrische stolze Krieger, der wieder einmal aus einer Gefangenschaft frei gekommen war saßen an einem Lagerfeuer. Schweigend begab sich Lia hinter die beiden und belauschte das Gespräch mit unverhohlener Neugier. Sie konnte schlecht leugnen, dass die Angelegenheiten der Wehr sie immer noch interessierten. Doch dieses Gespräch war nicht irgend eines. Es berichtete von Oghtaqas Tod. Sie sei umgekommen in nördlichem Urutu-Territorium. Sicher traf es Lia, doch sie zeigte es nicht. Thandorak versprühte Wut und Verzweiflung für ein ganzes Heer Oroka, also war es wichtig sich möglichst nüchtern zu geben, wenngleich sie den Kollos am liebsten in den Arm geschlossen hätte. Doch das hätte er nicht zugelassen. Sie kannte seinen Stolz zu gut. Schon gar nicht hätte er es bei ihr zu gelassen.
Was sie bei dem Gespräch jedoch am meisten traf war nicht die Botschaft über Oghtaqas Tod. Es war die Frage nach Stikes Verbleib.
Wenn Oghtaqa tot war... was ist dann mit Stike? Offenkundig wurde seine Leiche ja nicht mit ihrer gefunden, sonst hätte Thandorak es erwähnt. Also ist er nicht wegen Oghtaqa aufgebrochen! Er muss Leben!... Oder...?!
Die Gedanken überschlugen sich. Alles was Lia erwidern konnte war: "Er ist auf einer Mission!" Dabei wusste sie nicht, ob sie überzeugend klang. Sie konnte sich selber nicht einmal mehr von ihren eigenen Worten überzeugen.
Tag 12
Paagrios Fußstapfen. So heisst der See, der der Legende nach entstand, als Paagrio in Elmore auf trat und sich in dessen Fußabdruck Wasser sammelte. Seither liessen sich Oroka darin taufen, wenn sie wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden wollten, nach dem man sie ausgestoßen hatte oder sie unehrenhaft aufgewachsen sind.
Der Winter war zwar längst vorüber gezogen, doch dieser See war immer noch zugefroren. Trotz allem fand heute eine Taufe statt. Man hatte ein Loch in die glatte Eisdecke geschlagen und ein nackter Oroka liess sich in dem kalten Wasser die Absolution erteilen. Ein Neuanfang für eine verloren geglaubte Seele.
An diesem Tag war Lia ohne ihren Sohn unterwegs. Sie hatte ihn für diesen Tag in die Obhut ihrer alten Freundin gegeben. Viel zu verstört war sie, als dass sie an diesem Tag eine gute Mutter sein konnte.
Schweigend starrte sie zu der Zeremonie und liess die zermarternden Gedanken durch ihren Kopf kreisen. War Stike etwa auch tot?! War Oghtaqa möglicherweise seine Mission gewesen? Wusste Thandorak etwas, das er ihr verheimlichte und war sie zu verblendet durch ihre Illusion, um es aus seinen Augen heraus lesen zu können?
Lange verweilte sie an dem See. Länger noch, als die Zeremonie dauerte. Der getaufte Oroka stieg mit einem stolzen Lächeln aus dem Wasser. In diesem Augenblick fühlte sie sich kleiner und unbedeutender, als jener Oroka, der gerade erst seinen Neuanfang wagte...
Tag 13
Ihre Freundin machte sich Sorgen um Lia. An diesem Tag blieb sie die ganze Zeit bei ihr und versuchte sie auf zu bauen. Das erhoffte Lächeln blieb jedoch aus oder zeigte sich nur flüchtig und aufgesetzt auf den lippen der Schamanin. Lia war dankbar für den intensiven Beistand. Ihre Freundin hatte nicht einmal Fragen gestellt, sondern war einfach nur für sie da. Sie konnte sich glücklich schätzen... doch das Glücksgefühl blieb aus.
Tag 14
Heute musste er wieder kommen. Sie hatte die ganze Nacht nicht schlafen können. Ein bis Zwei Wochen hiess es und Stike hielt immer Wort! Die Arbeiten erschienen ihr an diesem Morgen wie eine Folterung. Sie war ungeduldig. Ging nervös auf und ab und blickte immer zu der Zeltplane. Als jemand an das Zelt heran trat, riss sie nahezu in Panik die Plane bei Seite und starrte den Unglücks-Boten mit aufgerissenen Augen an. Seine Worte waren: "Es tut mir Leid..."
- - - - -
Tag 28
Wenn wir auf einen See blicken, dann erkennen wir sein Temperament, an dem Gang seiner Wellen. An ruhigen Tagen, wenn der Wind ganz sanft über die Oberfläche des Sees streichelt, vermag uns der Charakter des Sees in seinen Bann zu ziehen und mit seinem besinnlichem Wellengang zu verzaubern. Das Friedliche Kräuseln seiner Oberfläche schenkt uns Ruhe und Gelassenheit.
An andren Tagen kann es stürmisch sein. Die Wellen des Sees peitschen und wirbeln herum, wie ein umzingeltes Tier, das um sein Überleben kämpft. Auch dieses Schauspiel kann meditative Wirkung auf uns haben. Es zieht uns in seinen Bann und lässt uns an seiner Geschichte teil haben.
Doch auch ein See erlebt so etwas wie einen Winter. Seine Oberfläche friert zu und wird aalglatt. Von Wellen keine spur. Das Temperament des Sees wirkt wie erstorben. Sein Leben kehrt sich nach innen und weilt tief unter der zugefrorenen Oberfläche. Es entzieht sich unserem Blick. Verborgen... unerreichbar.
Lia hat die letzten vierzehn Tage nicht geweint. Sie konnte es nicht. Selbst als sie die Nachricht von Stikes Tod erreicht hat, sank sie auf ihr Felllager und starrte ewig vor sich hin, ohne auch nur eine Regung zu zeigen Sie wollte weinen, doch es ging nicht. Vierzehn Tage verbarg sie sich vor den anderen. Besuch lehnte sie gänzlich ab.
Ihr ganz persönlicher Winter war eingezogen.
Tag 29
Paagrios Fußstapfen. Der See war immer noch zugefroren, doch an einer Stelle war das Eis dünner als sonst.
Eine nackte Orkin schlug das Eis ein und tauchte in das eiskalte Wasser. Keiner begleitete sie. Sie war selber Schamanin und sie brauchte keine Absolution. Dennoch sehnte sie sich nach diesem Ritual. Für einen Moment schwanden ihre Sinne in dem eis kalten Wasser, doch sie hatte nicht vor zu sterben. Keuchend tauchte sie wieder auf.
Es war an der Zeit neu geboren zu werden.
Es war an der Zeit neu an zu fangen.
Es war an der Zeit aus diesem Traum auf zu wachen.
|
|
|
| Zwergen Rüstung (Erledigt) |
|
Geschrieben von: Arin - 12.03.2008, 20:23 - Forum: Marktplatz Archiv
- Keine Antworten
|
 |
Hallo zusammen,
wir suchen eine Dwarfen Chain Rüstung oder die Keymats dazu.
Schreibt mir hier oder PM`t Ancoron oder Arin über Forum oder schreibt Drathirea oder Garkarasch IG.
Danke schon mal
LG
|
|
|
| Chayenn - Roter Pfeffer |
|
Geschrieben von: Galenya - 12.03.2008, 19:08 - Forum: Charaktergeschichten
- Antworten (2)
|
 |
Roter Pfeffer
Es war kalt diese Nacht in Dion. Der Wind peitschte aus Richtung Westen weiße Flocken durch die raue Winterluft. Der Junge saß zusammengesunken unter dem großen Baum. Er mochte kaum 7 Sommer alt sein. Die kleinen, nackten Füße hatte er auf eine der großen knorrigen Wurzeln des Baumes gelegt, die dünne Robe fest um den schmächtigen Körper geschlungen. Dass er schrecklich fror, war offensichtlich. „Mama“… flüsterte er, doch schien er zu wissen, dass es niemand hörte, im stetigen Raunen des Westwindes. Keiner antwortete. Auch nicht der raue Westwind.
„Komm herein!“ es war nicht das erste mal, dass die Frau rief, doch ihre feine, hohe Stimme mochte den Wind nicht zu übertönen, geschweige denn, ich zu durchdringen. Der Junge blickte auf. Sie stand auf den Treppen zur Taverne. Der Junge zögerte. „In den Tavernen tummeln sich finstere Gestalten, die der Alkohol gefährlich und unberechenbar macht“, hörte er im Geiste die Stimme seiner Mutter, als stände sie neben ihm, „Meide diesen Ort!“
„Nun komm schon, du holst dir den Tod da draußen!“ Fröstelnd zog er die Schultern hoch. Warmes Licht drang aus der Taverne nach draußen und ein Duft nach warmem Met und Tee. Ein Bisschen roch es sogar wie der uralten Kamin in seinem Elternhause. Es dauerte nicht nur einige Augenblicke, ehe er sich überwand und mit großen Schritten über den Platz huschte. Sogleich als er durch die schwere Holztür war, umfing ihn wohlige Wärme. Die Frau legte dem Kind eine Hand auf die noch immer schlotternden Schultern und schob ihn hinein. Das Licht in der Taverne war schummrig, nur wenige Fackeln brannten. Schüchtern sah sich der Junge um. Sie waren die einzigen Gäste. „Eine heiße Schokolade für den jungen Herrn?“ fragte der Wirt freundlich. Der Junge wollte gerade verneinen, sagen er habe keine Goldstücke bei sich, da sagte der Wirt, wie auf seine eigene Frage antwortend: „Aber natürlich, bei dem Wetter geht das natürlich auf’s Haus!“
Vor dem Kamin setzte der Junge sich. Die Frau trat auf ihn zu, ihn besorgt musternd. „Was machst du so alleine in Dion?“ fragte sie, „und dann bei diesem Wetter?“ Sie nahm kurzerhand ihren Mantel und begann, ihm die nassen Haare trocken zu rubbeln. „Mama…“ murmelte er wieder. Es war das einzige Wort, das die letzten Stunden seine Lippen verlassen hatte. „Nun trink erstmal“, forderte die fremde Frau ihn auf. „Das wird dir gut tun!“ Langsam setzte er den schweren Humpen an die zitternden Lippen. Zuerst verbrannte er sich fast, so hastig wollte der Trinken, doch dann, nach wenigen Schlucken durchströmte den Jungen eine wohlige Wärme. Als er den Humpen absetzte, sah er, dass die Frau lächelte.
Das erste Mal musterte er sie. Sehr alt mochte sie noch nicht sein, vielleicht Anfang bis Mitte 20, doch wirkte sie jünger. Recht klein war sie - für eine Erwachsene, dachte er, kaum größer als ein 16-jähriger Knabe. Auch ihre Figur ähnelte auf dem ersten Blick dem eines Jungen. Als er genauer hinsah, erkannte er jedoch die Rundungen an ihr, die er von seiner Mutter kannte, jedoch waren ihre Schultern sehr schmal, ihr Bauch fast beängstigend flach. Sie hatte ein hübsches Gesicht mit sehr zarten, feinen Zügen und sehr großen, braunen Augen. Doch das auffälligste waren die leuchtend roten, fast orangenen Haare, die ihr bis in den Nacken fielen.
Fast war es ihm unangenehm, sie so lange gemustert, ja fast angestarrt zu haben. Schnell verbarg er die Nase wieder im Humpen und nahm einen weiteren, tiefen Schluck der Schokolade. Ihre Frage hatte er fast vergessen, bis sie schließlich fragte: „Hast du dich verlaufen? Du bist doch nicht aus Dion, oder?“ Er schüttelte heftig den Kopf und plötzlich traten Tränen in seine Augen. „Oh.. nicht doch“, sprach die Rothaarige tröstend, „Deine Eltern werden dich bestimmt finden, wenn erst einmal der Schneesturm vorüber ist. Jetzt wärm dich erst einmal auf.“ Der Junge schwieg einige Minuten. Ja, sein Vater hatte bestimmt schon einen Suchtrupp los geschickt. Das war auch damals so, als er sich im Wald verirrt hatte. Dennoch war ihm das Herz schwer. Er wollte nach Hause. „Was macht denn deine Mama, um dich zu trösten?“ fragte die Frau sanft. „Sie erzählt mir eine Geschichte.. oder… singt mir etwas vor…“ stammelte er. Dann blickte er sie hoffnungsvoll an. „Kannst du mir eine Geschichte erzählen?“ fragte er schüchtern. Die Rothaarige lächelte leicht. „Ja, ich glaube das kann ich…“ Sie legte den Mantel, welcher nunmehr nass war, vor dem Kamin zum Trocknen aus und setzte sich neben den Jungen, welcher die Hände fest um den dampfenden Humpen schloss…
„Ich möchte dir die Geschichte von einem kleinen Mädchen erzählen, das von zu Hause weg lief.“ Der Junge blickte sie neugierig an. „So wie ich?“ Sie hob eine Hand und strich ihm durch’s Haar. „Nun, ich hoffe von ganzem Herzen, dass es dir nie so ergehen wird wie ihr…“ Fragend wurd sein Blick, als er ihn ihr Gesicht sah, welches so plötzlich erst geworden war. „Man nannte sie Chayenn, denn ihr Haar hatte fast die selbe Farbe, wie das Gewürz. Das Mädchen lief von zu Hause weg, als es noch ganz klein war. Vier oder fünf Sommer, ich bin mir nicht sicher… Der Wald und die fremden Klänge der Vögel löckten sie, so wie der Duft nach Moos und Pilzen. Immer hatte ihre Mutter gewarnt, sie solle nie alleine in den Wald gehen. Doch wie kleine Mädchen und kleine Jungen nun einmal sind, war die Neugierde zu groß.“ Sanft blickte sie ihn an, doch dem Jungen entging nicht der leichte Tadel in ihrer Stimme. Doch er schwieg, denn er wollte unbedingt, dass sie weiter erzählte.
„Nun, sie ging in den Wald, hörte den Liedern der Vögel zu, beobachtete ein paar Spitzmäuse, die sich über die ersten Haselnüsse des Spätsommers hermachten. Und so ging sie immer weiter und weiter, bis sie sich schließlich verlaufen hatte. Sie rief nach ihrer Mutter und weinte ganz ganz bitterlich, doch es half nichts. Sie war allein.
Langsam kam die Nacht über den Wald und das alles, was dem kleinen Mädchen noch eben so schön und bunt vorgekommen war, wurde ganz dunkel und gruselig. Überall waren Schatten, die dicht über dem Boden zu huschen schienen. Schatten, die das Mädchen zu verfolgen schienen. Und sie rannte und rannte, bis sie schließlich gegen etwas großes, lebendiges prallte. „Mama?“ fragte sie, doch es war nicht ihre Mama. Die Frau, die dort hoch aufgerichtet vor der Kleinen stand, war nicht ihre Mutter. Sie sah auch gar nicht aus, wie ihre Mutter. Sie war sehr groß und schlank und trug prächtige Gewänder. Ihr Haar war so weiß, dass es fast leuchtete, fast wie die Großmütter im Dorf des Mädchens. Doch diese Frau war nicht alt. Doch sie war auch nicht jung. Eher schien es etwas absolut… Zeitloses zu sein, das ihr Gesicht so makellos und jugendlich wirken ließ. So als könne sie gar nicht älter werden. Ihre dunkle, schattengleiche Hautfarbe schien fast mit der Nacht zu verschmelzen…“ Der Junge schien fast an den Lippen der Frau zu hängen. „War dieses Wesen… eine.. Dunkelelfe?“ fragte er. Die Rothaarige nickte leicht. „Ja, eine Dunkle. Doch das Mädchen wusste nicht, was das bedeutete. Sie glaubte, dass diese fremde Frau sie wieder zu ihrer Mama bringen würde. Die Dunkle nahm das kleine Mädchen auf ihren Arm und dann ging sie durch den Wald. Immer weiter und weiter. Bald lichtete sich der Wald und die Stadttore Dions wurden vor ihnen sichtbar. „Bringst du mich jetzt nach Hause?“ fragte das Mädchen. Und die Dunkle nickte nur, und trat dann mit ihr auf dem Arm durch da Portal. Doch die Stadt, in der die schließlich ankamen, war nicht das zu Hause des kleinen Mädchens.
Und sie sollte es nicht wieder sehen. Die ersten Wochen fragte sie nach der Mutter, weinte und flehte, sie wolle nach Hause. Doch die Dunkle sprach nur: „Hier ist jetzt dein zu Hause“ Und sie gab dem Mädchen das beste Essen und all das Spielzeug, was sie sich immer gewünscht hatte. Es dauerte kaum ein Jahr, bis sich die Kleine mit ihrem neuen zu Hause langsam aber sicher abgefunden hatte. Sie war noch sehr sehr jung, musst du wissen, viel jünger als du. Und kaum länger dauerte es, und sie konnte sich nicht ein mal an das Gesicht ihrer Mama erinnern. Doch sie fühlte sich wohl, bekam jeden Wunsch erfüllt. Dass sie fremd war in dieser Stadt, das schient sie vergessen zu haben. Erst als sie 12 Jahre alt war, begann sie Fragen zu stellen. Einige dieser Fragen waren:„Warum bin ich so anders als ihr? Warum ist meine Haut so hell?“ Doch die Dunkle antwortete nicht direkt. Sie sagte nur: „Nun bist du bereit.“ Dann führte sie das Mädchen in das Kaminzimmer des Hauses. Sie hielt ein Eisen ins Feuer des Kamins und brannte damit ein Zeichen in die Nackenhaut des Kindes. Das Mädchen schrie und weinte, denn die Schmerzen waren schrecklich, sowie der Geruch nach dem eigenen, verbrannten Fleisch. Doch die Dunkle tröstete sie nicht. Sie schlug ihr ins Gesicht, damit sie aufhörte zu schreien und erklärte ihr, dass sie nun ihr Eigentum war und für die arbeiten müsste. Denn das Zeichen in ihrem Nacken würde sie für immer an sie und ihr Haus binden… In den folgenden Jahren sollten viele Peitschenhiebe ihren Rücken durchflügen. Sie erziehen und gefügig machen. Das Mädchen klagte nie. Und sie weinte nur, wenn es keiner sah. Denn wenn man eine Sklavin ist, dann ist man das für immer. Auch wenn das Herz noch schlägt, so ist die Seele jedoch gebrochen. Manchmal dachte das Mädchen darüber nach, weg zu laufen. Aber sie wusste, dass ihre Herrin sie überall finden würde. Denn das eingebrannte Symbol auf ihrem Nacken würde sie für immer zeichnen.“
Der Junge zog eine Schnute. „Das ist aber eine traurige Geschichte!“ Langsam stand die Frau auf und trat ans Fenster. Der Schneesturm schien sich langsam zu legen. Doch sie blickte nicht in den Schnee. Eigentlich wollte sie nur verbergen, das eine einsame Träne über ihre Wange rann. Sie wollte gerade antworten, als laute Schritte zu hören waren. Dann schwang die Tür der Taverne auf und ein ganzes Pulk Männer mit rotgefrohrenen Gesichtern trat ein. Sie wirkten müde und in Eile. „Verzeiht, habt Ihr vielleicht…“ begann er, doch dann schall ein lauter und erfreuter Schrei durch die Taverne. „Papa!“ Der Junge sprang blitzartig auf und eilte auf einen der Männer zu, dem die Erleichterung ins Gesicht geschrieben stand. „Jamie, mein Junge!“ er schloss den Kleinen in die Arme, schob ihn jedoch gleich wieder eine Armlänge von sich und sah ihn tadelnd an. „Deine Mutter hat sich schlimme Sorgen gemacht!“ Verlegen senkte der Junge den Blick. „Es tut mir leid.“ murmelte er zerknirscht. „Ich verspreche, ich werde nie nie nie wieder weglaufen!“ Dabei blickte er zu der Rothaarigen.
Die Frau seufzte tief, als die Männer zur Tür heraus waren. Der Wirt hatte seinen Platz hinter der Theke verlassen und war neben sie getreten, einen dampfenden Humpen Met in den Händen, welcher er ihr reichte. Sie hob abwehrend die Hände. „Nein, ich habe kein Geld bei mir…“ Doch er nickte nur, ein beinahe väterliches Lächeln auf den Lippen, „Nun nimm schon, Kind.“ Zaghaft nahm sie den Tonbecher und setzte sich wieder an den Kamin. „Ihr seit eine gute Geschichtenerzählerin.“ Lobte der Wirt. „Vielleicht.. erzählt Ihr einem alten Mann, wie es mit dem Mädchen weiter ging? Konnte sie fliehen?“ Die Frau nickte leicht. „Ja, sie hat es geschafft. Die Dunkle fand sie nicht wieder.“ „Aber, sie hatte doch dieses Zeichen.“ Sie nickt leicht. „Bei ihrer Flucht war sie an einen Dolch gekommen. Eine alte Klinge, kaum geschliffen und kaum scharf…“ „Sie hat doch nicht…?“ Die Augen des Alten wurden groß. „Doch, sie hat tatsächlich versucht, sich das Zeichen aus der Haut zu schneiden.“ Sie seufzte traurig. „Doch natürlich hat sie es nicht geschafft mit dem stumpfen Ding. Sie hat sich lediglich eine weitere Narbe zugefügt…“ Der Wirt nickte. „Verstehe… Aber war sie dann frei?“ Sie seufzte tief. „Ja, sie war frei. Doch wenn man als Sklave aufwächst, ist es mehr, das einen bindet, als ein Brandzeichen. Das eigentliche Band ist viel.. tiefer…“ „Sie ist also wieder versklavt worden? Aber.. wie konnte das passieren? Sie hat sich doch nicht freiwillig bei einer Dunklen gemeldet, oder?“ Ungläubigkeit stand dem Wirt in die Augen geschrieben. „Nein.. es war vielmehr.. ein Unfall. Die Dunkle rettete ihr vielleicht sogar das Leben…“ begann sie. Der Alte blickte sie gespannt an und so erzählte die junge Frau weiter…
„Chayenn war nach Dion zurück gekehrt. Hier lernte sie auch den Krieger Constantin kennen, der ihr etwas schenkte, was sie nie zuvor kannte: Bedingungslose Liebe. Er machte ihr Mut, obgleich er ihr Schicksal vielleicht an jenem Tage schon erahnte. Auch Chayenn kannte es, doch sie sprach es nicht aus. Zu schön und aufregend war dieses Gefühl der Freiheit. Aber es war getrübt. Jene Angst, ja beinahe Panik, die sie verspürte, wenn sie auch nur einen Dunkelelfen sah, sprach mehr, als Chayenn es tat. Der stumpfe Dolch an ihrem Gürtel sah von Tag zu Tag immer verlockender aus. So gab sie Constantin ein Versprechen darüber, dass sie sich niemals aufgeben würde.“
Die Rothaarige nahm einen tiefen Schluck aus ihrem Humpen. „Wie geht es weiter? Wie ist sie dennoch wieder in die Klauen der Dunklen gekommen?“ Der Wirt blickte die gespannt an. Dass ihr jene Geschichte nicht leicht zu erzählen viel, schien er nicht zu merken. Sie seufzte abermals schwer und erzählte dann weiter.
„Eines Tags waren zwei Orks ins Dorf Dion gekommen. Eine schwere Anspannung lag über dem Marktplatz und war in den Gesichtern jener zu lesen, die mutig oder gar töricht genug waren, sich trotzdem vor die Tür zu trauen. Chayenn jedoch waren die bedrohlich aussehenden Wesen fremd. So kam es, dass sie aus dem Tränkeladen trat und über die Füße des einen Orks fiel. Zuerst reagierten sie nicht weiter. Chayenn flüchtete sich hinter eines der Gebäude, als auch noch eine Dunkle auf den Platz trat. Doch die Dunkle folgte ihr. Und wenig später auch die Orks. Als die beiden das Mädchen bedrohten und sie schlugen, griff die Dunkle ein. Sie schien die Orks zu kennen. Es dauerte nicht lange und sie waren in einen Kampf verstrickt.“
„Oho!“ die Augen des Wirts funkelten und er ballte die Faust. „Wer hat gewonnen?“ fragte er. Die Frau nahm einen tiefen Schluck vom Met. „Keine. Die Wachen beendeten das Handgemenge.“ Enttäuscht ließ der Alte die Faust wieder sinken. „Und was geschah mit dem Mädchen? Ging sie mit der Dunklen, die sie gerettet hatte?“ Ein leichtes Nicken war die Antwort. „Ja. Sie ging mit ihrer neuen Herrin.“ Unverständnis zeigte sich auf dem Gesicht ihres Zuhörers. „Aber warum?“ „Weil sie es eingesehen hatte. Jene Dunkle war die Hohe Magierin des Hauses Renor’Anon. Das Haus würde Chayenn Schutz bieten.“ Er nickte. „Aber was geschah mit diesem jungen Mann? Constantin? Sah sie ihn wieder?“ Die Frau lächelte leicht. „Aber natürlich. Drigania de Renor’Anon war eine gute Herrin. Obwohl Chayenn ihr diente, durfte sie sich frei bewegen.“
Der Met war kalt geworden. Sie trank den letzten Schluck und stand dann langsam auf. „Auf bald, Geschichtenerzählerin.“ Grüßte der Wirt, „Das nächste mal wünsche ich mir eine Geschichte über Drachen und Ritter.“ Sie nickte leicht. „Aber natürlich. Gehabt Euch wohl- und vielen Dank für den köstlichen Honigwein.“ Sie schüttelte den Mantel aus und warf ihn sich über die Schultern. Dann verließ sie die Taverne. Der Wirt blieb mit offen stehendem Mund zurück. Warum? Nun, bevor die Frau durch die Tür trat, hob sie ihr Haar über den Kragen des Mantels. Dabei fiel der Blick des Alten auf – ja, richtig – dem eingebrannten Zeichen eines Dunkelelfenhauses, rot und leuchtend, über einer gezackten Dolchnarbe…
Kritik erwünscht.
|
|
|
| Sanktion gegen Spieler Bellia |
|
Geschrieben von: Staff_Rulvien - 11.03.2008, 16:03 - Forum: Sanktionen
- Antworten (1)
|
 |
Account von Spieler Bellia für 48 Stunden gebannt.
Der Spieler hat rechtsextreme Parolen in den Trade gepostet.
Screenshots liegen vor.
Der Staff behält sich vor, weiterführende Sanktionen auszusprechen.
|
|
|
| Workshop - Rituale |
|
Geschrieben von: Nebelkatze - 11.03.2008, 10:37 - Forum: Aushänge
- Keine Antworten
|
 |
Workshop- Alle Klassen und Rassen
Neneliel ging ein paar Schritte zurück und begutachtete ihren Aushang.
"Wer weiß ob sie kommen können. Aber ich denke es ist ein angemessener Zeitpunkt."
Zitat: Mae Govaennen Istyarien en Eva und ihre Novizen,
Da ich vor nicht allzu langer Zeit meine Dienste Anbot angehende Evapriester auf ihre Weihe vorzubereiten, will ich nun zu meinem Wort stehen. Am 16. Tag des dritten Monats will ich zum 16 Glockenschlag des Einhasadierturm im Evatempel eine Lektion geben. Gäste sind herzlich willkommen. Ich freue mich über zahlreiches erscheinen.
hochachtungsvoll
Neneliel nan Hrivenaer~
OOC: Ich möchte einen Workshop für Evapriester und auch für andere Priester anderer Rassen/Klassen geben. Aufgrund meiner Erfahrungen im Eventbereich und weil ich schon oft Rituale auch für andere Klassen erfunden habe (Hochzeitszeremonie Einhasad, Opferzeremonie Fest der Jagd bei den Orks, Spiele: Fest der Masken und Dunkelelfenball, etc), dachte ich, dass ich mein Wissen vielleicht auch anderen vermitteln kann und Euch vielleicht Ideen und Ratschläge geben könnte, wie so ein Ritual gestaltet werden könnte und was für Fehler man da machen kann.
Bitte versteht, dass Priester anderer Rassen nur OOC zugelassen sind.
der Workshop beinhaltet:
- Einweisung der Novizen in ihre Aufgaben (RP)
- vermitteln der Gängigen Rituale (RP)
- kleine Hausaufgabe (RP)
- Wie entwickel ich ein Ritual (OOC)
- Tips geben für Priester
- Beantwortung von Fragen
Anmeldung entweder im Thread Elfenwald Thema: Evapriester oder per PN an mich.
MfG
NeKa~
|
|
|
| Die Geschichte von Namera (Charstory des Spielers Namera) |
|
Geschrieben von: Aadieson - 11.03.2008, 06:35 - Forum: Charaktergeschichten
- Antworten (1)
|
 |
((Dies ist nicht meine Geschichte, sondern die Charstory von Namera, der mich bat, dies hier zu posten.))
Die Strahlen des Lichts !
„Jede Legende, jede Geschichte muss irgendwann und irgendwo ihren Anfang haben. So auch die Geschichte die ich euch heute erzählen möchte.“ So beginnt Marenias seine Geschichte an jenem sonnigen Frühlingstag zur Mittagsstunde, als er sich an den kleinen Brunnen des Dorfes östlich von Aden niederlies und wie immer leise Musik, passend zu den Begebenheiten seiner Erzählungen, auf seiner Klampfe zupfte.
Die Kinder des etwa 74 Seelen grossen Dorfes freuten sich immer wenn der Barde zu ihnen ins Dorf kam und seine Erzählungen zum Besten gab, am liebesten waren ihnen die Erzählungen der beiden bekanntesten Dorfbewohner …..Kinder die einst ihren Weg in diesem kleinen Dorf begannen und am Ende…..Ende…nein so konnte man es nicht nennen, man weis nur was bis zu einem gewissen Punkt ihres Lebens geschah, den alles andere wird die Zeit noch zeigen. In diesen oder ähnlichen Gedanken versunken, mussten die Knaben und Mädchen gewesen sein, denn man sah wie sie ihre Holzschwertchen und Stäbe oder gar Dualschwerter fester umfassten und gespannt warteten wann er denn endlich beginnen wollte zu erzählen. Marenias schaute nun langsam auf, weiter seine Musik dabei spielend, begann er nun ein zweitesmal aber diesmal wussten die Kinder das er nicht mehr abbrechen würde. Einige der Kinder sah man im Hintergrund mit ihren Holzwaffen fechten aber gespannt zuhörend. So also begann jener Barde, der die Beiden scheinbar besser kannte als jeder andere noch Lebende in diesem Dorf.
„Jede Legende, jede Geschichte muss irgendwann und irgendwo ihren Anfang haben. So auch die Geschichte die ich euch heute erzählen möchte. Wie ihr alle wisst wurde hier vor inzwischen 18 Jahren, die ehemalige Priesterin Heines, Namera geboren. Ihre Eltern, wie euch bekannt sein dürfte, waren Magdalena und Jonas Greifenfels, sie war eine fürsorgende Mutter und er ein begnadeter Heiler.„ Ein Lächeln überfliegt seine Lippen. Dann setzt er fort: „Fast schon zugut waren seine Heilkünste als das er ein normaler Medikus hätte sein können. Nicht umsonst munkelte man, das er ein ehemaliger Kriegspriester des Tempels war, der einzig aus Nächstenliebe durch das Land zog, um anderen zu helfen. Nach einigen Jahren die er durchs Land zog, kamm er schluss endlich hier im schönnen Marakan an und lernte seine Frau kennen.
Jahre später bekamen sie ihre Tochter Namera. Ein kleiner Wildfang und sicher alles andere als eine Tochter die man alleine in den Wald lies nein nicht weil sie nicht zurück kommen würde vielmehr deshalb weil sie die doch Mühsame Angewohnheit hatte alle Tiere die ein Wehwechen hatten, mit zu bringen. Dabei spielte es keine Rolle ob es ein Hase war der sich das Bein gebrochen hatte oder ein Bärenjunges das in eine Falle gelaufen war. Sie brauchten Hilfe, alleine das zählte, auch wenn das dazu führte, dass die Jäger des Dorfes so manche Bärenmutter davon überzeugen durften, dass sie nichts zu befürchten hatte. Ganz zum Missfallen der Frauen der Jäger. Sie entwickelte sich in den Jahren zu einer ebenso guten Tierkennerin wie auch Helferin für den Vater. Doch kam für sie, wie für jedes Kind die Zeit der Schule und des Lernens.“ Mit einem schmunzeln bemerkte der Barde die Gesichtszüge der Kinder als er ihre „lieblings“ Beschäftigungen, Lernen und Schule, nannte aber ohne ein Wort darüber zu verlieren erzählte er weiter: „ Ihr Vater unterichtete sie in den Dingen des Körpers, der Biologie, und ihre Mutter im Bereich des Schreibens und Lesens. Was dazu führte das sie meist in diesen Bereichen den anderen voraus war, was gerade einer ihrer Freunde öffters spühren sollte. Fast schon einen Spass machte sie sich daraus den Sohn des Wachobersten des Dorfers, Methadron, damit zu necken. Nicht selten kam es vor das sie ihm erzählte, dies und das würde auf einem Schild stehen, nur um sich dann köstlichst darüber zu amüsieren wenn er, wie einmal in den stall ging um dann rennend vom Keiler gejagt, wieder heraus kam, stand doch auf dem Schild „ Vorsicht , frisch gefangener Keiler“ dumm nur das er wohl etwas wie „ Vorderansicht des Keilers „ gelesen hatte und Namera es wohl sehr, wie sie sagte, männlich fand sich so ein Tier mal näher anzusehen. Umso lachender lag sie auf der Wiese als Methadron einen Zaun nach dem anderen, gleich einer Gemse pasierte und der Keiler sich seine eigenen Tore durch selbiege rammte. Allerdings konnte er ihr deshalb meisst nicht allzulange böse sein und so versuchte er sie seinerseits zu necken was ihrem weissen Kleid einmal einige Blaubeerflecken einbrachten, denn an diesem Tag verwechselte er kleine Kieselsteine mit den genanten Beeren die er als Munition für seine Schleuder benutzte.
Es war eine ruige und schöne Kindheit. Keiner konnte ahnen das die kleine Namera von Einhasad erkoren war eine ihrer Priesterinen zu werden, dieser Umsatand wurde erst bemerkt als sie bereits 15 Jahre alt war und wie jede angehende Frau suchte sie nach einem passenden Mann.
So trug es sich zu das sie der Einladung Methadrons nicht absagte als dieser sie zu einem Jagtausflug einlud. Man muss dazu sagen das Methadron zu dieser Zeit bereits Ordensknappe im Adener Tempel war und so viel Zeit mit Fecht, Reit und Benehmens Untericht verbringen musste.
Aber auch ein angehender Paladin hat einmal Urlaub und so kam es zu genantem Jagtausflug. Namera trug eine leichte Lederüstung und einen Bogen. Methadron trug seine leichte Ordensrüstung und eine leichte Armbrust, warem ihm Bögen doch zu schwach wie er es nannte. Das ein Bogen dafür viel weiter und genauer war verschwieg er natürlich. So also ritten die beiden los und Namera gefiel das was Methadron an Benehmen an den Tag legte. War er doch galant und zuvorkommend aber das hätte sie ihm so schnell nicht gezeigt noch zugegeben. Sie ritten bis die Sonne dem Mond wich und die Nacht einzug hielt, wollten sie doch in den nahe gelegenen Wald. Dort sollten, laut Aussagen der Jäger, mehr Tiere leben. So also suchten sie eine passende Lagerstelle die sie in Form einer Lichtung fanden. Methadron baute die Zelte auf und richtete das Lagerfeuer, Namera kümmerte sich um die Pferde und das Essen. Kochen konnte sie, das wusste Methadron bereits von anderen Ausflügen und Festen in ihrem Dorf. Es war ein schöner Abend. Der Mond stand klar und voll am Himmel. Sie unterhielten sich über ihre Jugend, Namera erzählte Methadron was alles im Dorf derweilen passiert ist und das sie ihrem Vater als Hilfsmedikus zur Hand ging. Methadron hingegen wusste viel aus Aden zu berichten. Vom Papst und dem König, er war sichtlich begeistert von dieser grossen Stadt doch gestand er auch ein das er ab und an die Ruhe des kleinen Dorfes vermisste. Namera hörte ihm zu und fühlte sich sicher in seiner Nähe, lag das nun an seiner Ausbildung oder an ihm? Nun das wusste sie noch nicht genau.
Es muss kurz nach Mitternacht gewesen sein als Methadron meinte, dass er ein seldsames Leuchten gesehen habe und deutete in eine Richtung. So machten sich beide in die gezeigte Richtung auf, nichts ahnend, dass in dieser Nacht etwas geschehen sollte was das Leben von Namera von Grund auf änderte und was Methadron zeigen sollte das seine Ausbildung noch lange nicht ausreichte. So also gingen sie im Schutz der Bäume auf das Leuchten zu. Es war ein kaltes, rot-lila schimmerndes Licht, ebenso kühlte die Umgebung merklich ab je näher sie kamen. Es musste für beide ein Anblick gleich einem Schrecken ohne Ausdruck gewesen sein, Methadron wusste geanau was da ablief, nicht aber Namera. Gerade im letzten Augenblick konnte er ihr den Mund zuhalten und flüsterte nur leise „ Kinder der Apokalypse, Hexer der Dunkelheit“. Doch scheinbar nicht leise genug oder lag es an der Aura der beiden die sie umgab? Plötzlich drehte sich eine etwa 20 jährige um und lächelte kalt, ebenso drehte sich ein junger Mann um, spitze Ohren, dunkle Haut und einen Bogen gleich einer Klinge mit Sehne auf dem Rücken , ein Dunkelelf. Der Dunkelelf machte sich nicht die Mühe seine Waffe zu ziehen ebenso machte die junge Frau keine Anstalten dazu, fühlten sie sich doch einem Ordensknappen und einer jungen Göre weit überlegen.“
Marenias setzte ein düsteres, gespenstisches Gesicht auf und er erreichte sein Ziel, denn die eben noch im Hintergrund fechtenden Burschen erschienen wie Salzsäulen und die eben noch bei dem Namen Namera stolz brüstenden Mädchen zogen ihre Knie nahe an sich. Ebenso passte er die Musik an und so konnten sich die Kinder selbst am hellen Mittag viel zu genau vorstellen was sich damals zugetragen haben musste.
Dann erzählte er mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck weiter: „Der Dunkelelf machte eine kurze und ebenso schnelle Handbewegung als sich aus magieschem Rauch und Nebel eine Geisterhafte Gestalt formte. Er gab nur einen Befehl „Elgg“. Kaum ausgesprochen bewegte sich jener Schatten auf die beiden zu und Methadron zog sein Schwert in der Hoffnung, dass die geweihte Waffe ihren Dienst tun würde. Ebenso sagte er noch zu Namera, sie solle zurück ins Dorf und einen Boten nach Aden schicken der Markus Hammerstrich dem Lichtbringer das gesehene Berichten sollte. Namera, wie star vor angst, konnte sich, selbst wenn sie wollte, nicht bewegen. Dieser Umstand aber sollte sich noch als Lebensrettend für Methadron herausstellen. Wohl traff seine Klinge jenes Wesen aus Schatten und Magie doch reichte sein können bei weitem nicht aus dieses wahrhaft in Bedrengnis zu bringen. Noch dazu half die junge Hexe mit Heilzaubern dem Wesen, so das die schläge vergebene Liebesmühe seitens des Lichtstreiters waren. Methadron verlor nach und nach an Boden, vielmehr und weitaus schlimmer aber war der Umstand das er noch lange nicht die nötige Ausdauer für solch einen Kampf hatte. Gerade als ein Schlag des Wesens auf den Hals des Ordensknappen zielte, hörte man einen lauten schrei durch den Wald. Dieser trug gleichfals Verzweiflung als Angst in sich doch an erster Stelle konnte man flehen in den Worten vernehmen. Es war die Stimme Namera, die hinter Methadron stand und ihre Hand, gleich einem kleinen Schild, Richtung des Schattens richtete „ Memento Morti, Ehrt die Toten und lasst sie ruhen! Einhasad hilf uns, ich flehe dich an!!!!!!“ Als ob die Göttin selbst dem Hilferuf Antwortete, schoss ein Strahl puren Lichtes herunter, hell wie die Sonne, rein wie das Wasser einer Quelle war er und ebenso vernichtend denn das Wesen aus Schatten hatte diesem nichts entgegenzusetzen und so verging es. Methadron aber wurde noch von dem Schlag getroffen und ging bewustlos, der letzten Luftreserven beraubt, zu boden.
Die Hexe und der Dunkelelf konnten nicht ahnen das Namera nicht wusste was sie da tat und nahmen so fälschlicher Weise an sie stünden einer Kriegspriesterin gegenüber. Ohne eines weitern Angriffes flohen sie in die Dunkelheit und verschwanden. Namera aber wusste selbst nicht was geschehen war und rannte zu den Pferden. Methadron sah nicht gut aus aber sie wusste nichts gegen solche durch Magie entstandene Wunden zu tun, also legte sie ihn nahe des Feuers hin und ritt wie von Shilen selbst gejagt zurück zu ihrem Vater. Dieser hörte sich alles an und konnte es nicht ganz glauben aber er ritt mit seiner Tochter zu besagter Stelle“ Ein lächeln zog sich über das Gesicht des Erzählers als er sah wie in den Gesichtern der Kinder sich die Erleichterung über den Sieg der „guten“ breitmachte. Doch konnte er gerade in den Gesichtern der Mädchen erkennen dass diese, den immer noch bewusstlosen Krieger nicht vergessen hatten und so erzählte er weiter: „Nach einem eiligen und ohne Rast bestrittenen Ritt kamen Vater und Tochter an der Lichtung an. Das Feuer war bereits nicht mehr als ein paar glimmende Holzscheite. Der Vater schaute sich die Wunde an, legte einige Verbände an und sprach einenen Zauber. Er legte Methadron schlussendlich auf sein Pferd und schickte seine Tochter und den verwundeten zurück ins Dorf. Eindringlich sagte er zu seiner Tochter das sich Methadron keinesfalls bewegen dürfte. Namera tat wie ihr geheisen, der Vater aber ging zu jener Lichtung und schaute sich alles genau an. Dann ritt auch er zurück allerdings gut 2 Std später als die anderen. Namera brachte Methadron in das Haus seiner Eltern und erzählte auch diesen was geschehen war. Seinen Vater machte es stolz das sein Sohn das Leben anderer über das eigene Stellte, seine Mutter vergoss Trännen, Trännen der Angst um ihren Sohn ebenso aber auch des Stolzes. Namera wich nicht von der Seite Methadrons warum, das konnte sie nur erahnen und tief in sich wuste sie es sicher auch. Johnas Greifenfels aber ritt nach Aden und berichtete Markus Hammerstrich was sich in dem kleinen Wald zugetragen hatte er verschwieg nichts gab aber zu bedenken das sich alles nur auf Erzählungen stützte, einzig sicher konnte er sagen das dort ein Ritual der „Apokalypse Kinder„ abgehalten wurde. Der Lichtbringer hörte sich alles in ruhe an und meinte das sich sein Ordensknappe erst einmal erholen solle und dann zu seiner Kaserne zurück kehren solle. Ein Kriegspriester der zugegen war richtete sein Wort gen Johnas als dieser seine Erzählung beendet hatte und meinte das sein alter Freund doch am besten wissen müsse, was es bedeutet wen seine Tochter die Wahrheit sprach. Johnas nickte nur und meinte das er alles dafür tun werde das sie mit Methadron nach Aden kommen würde um ihre Ausbildung als Priesterin zu beginnen.
Es vergingen etwa 3 oder 4 Tage an denen Namera nicht einmal von Methadrons Seite wich. Längst wusste sie welchen Mann sie an ihrer Seite haben wollte und innerlich betete sie zu Einhasad das er genauso empfand und wieder zurück finden würde. Und Einhasad gewährte ihr diese bitte denn er schlug am Morgen des fünften Tages die Augen wieder auf. Namera erzählte ihm alles auch was passierte als sie zu Einhasad flehte. Methadron lächelte und bedankte sich bei ihr für alles. Langsam ging es ihm besser und auch Namera Vater war inzwischen wieder zurück gekehrt und hatte ein langes Gespräch mit seiner Tochter. In diesem Gespräch gestand er ihr auch das er einst ein Kriegspriester war aber das er nach der Schlacht, die heute noch als die „Masaker Schlacht„ bekannt ist, sich der Bevölkerung zuwand. Namera verstand und gestand ihrem Vater die Gefühle die sie Methadron entgegenbrachte und auch die Ängste die mit dem neuen Weg den sie gehen solle einhergingen. Ihr Vater aber beruigte sie und sagte zu ihr das nichts einer Heirat im Wege stehen würde da er ein zukünftiger Paladin und sie, sollte sie ihren Weg gehen, eine zukünftige Priesterin sein würde. Diese Worte schenkten ihr neuen Mut und Zuversicht. Nach knapp zwei Monaten war Methadron vollens genessen und auch er wusste inzwischen das all die schönen Frauen in Aden in ihren teuren Gewändern ihm lange nicht das geben konnten was ihm Namera gegeben hatte und so nahm er an einem Abend seinen ganzen Mut zusammen und gestand Namera seine Liebe. Diese lachte nur und meinte das sie schon dachte er würde diese Worte nie zu ihr sagen.
Ein Jahr später Heirateten die beiden, es war ein grosses Fest nicht nur das Dorf feierte nein auch einige Kameraden Methadrons waren gekommen und selbst der Hochgestellte Lichtbringer Markus Hammerstrich lies es sich nicht nehmen an diesem Fest teilzuhaben und Methadron noch einige Ratschläge wie er es nannte mit auf den Weg zu geben. Eigentlich waren es ehr Ermahnungen aber das sah an diesem tag niemand so eng. Markus wurde von einer Kriegspriesterin begleidet die sich Namera anahm. Sie sagte ihr das Einhasad vieles verzeihen würde niemals aber den Ehebruch. Sie musste lächeln als sie das erboste Gesicht Namera sah, da diese meinte so etwas würde ihr niemals einfallen und das sie nicht Heiraten würde wenn sie sich nicht absolut sicher wäre das sie diesem Mann auf ewig Lieben und Achten würde.
Nichts anderes hatte die Kriegspriesterin erwartet und so endete dieser Tag mit der Vermählung Methadron Paraios und Namera Greifenfels die ab nun Namera Paraios hies. Zwei Tage später reisten die Ordensknappen , der Lichtbringer sowie die Novizin und die Kriegspriesterin zurück nach Aden wo Namera ihre Ausbildung begann…….Der Rest, Kinder, steht nicht geschrieben noch erzählt den ab hier verliert sich mein Wissen über Namera Paraios.“
Mit einem lächelen und einer ausklingenden Melodie beendete der Barde seine Erzählung, die Augen der Kinder noch immer an seinen Lippen hängend. Unlängst war es später Nachmittag geworden und die Mütter waren dem Erzähler nicht undankbar und zeigten dies durch einige Adenas, ebenso die Väter, hatten sie doch durch seine Erzählung einen halben Tag ruhe um wichtige Dinge zu erledigen. Gerade wollte Marenias aufstehen um zu gehen als ein Mädchen mit etwa 12 Jahren auf ihn zuging und fragte wann er ihnen den die ganze Geschichte von Methadron erzählen würde, möchte sie doch gerne Wissen wie der strahlende und sicher gut ausehende Krieger aufgewachsen ist und was er in Aden erlebte. Der Barde lachte kurz auf und meinte „ Morgen meine kleine, Morgen, aber lass deine Begeisterung nicht Namera hören, sie teilt ihren Mann nicht gerne.“ Dann ging er weiter lachend in das nahe gelegene Gasthaus um sich dort ein Zimmer zu nehmen.
Als er gerade auf den Weg war , er ging gerade durch den breiten Schankraum als ihn eine in eine Novizen Robe gekleidete junge Dame ansprach.
„Barde, ich danke dir das du mir noch einmal die schönsten Jahre meines Seins zurück brachtest, daher will ich dir sagen was aus ihnen geworden ist und dich bitten es niemals weiter zu erzählen. „
Der Barde nickte und so erzählte die junge Dame etwas von einem Kampf der beiden gegen einen der Jorlch einer Ilharess , ein Kampf der verloren wurde , von einem Kampf in dem eine junge Frau ihren Mann und mehr verlor. Sie erzählte von Sklaverei, Gefangenschaft und von einer Priesterin die fliehen konnte für einen sehr hohen Preis und die seit diesem Tag mehr Racheengel als Heilerin ist immer aber die schwachen und Kranken versorgt.
Gerade als die letzten Worte über ihre Lieben gingen wante sie sich ab und wollte gehen. Auf die Frage des Barden ob sie jene Priesterin sie, sagte sie nichts, woher sie das alles wisse ....sie wisse es eben. Dan verlies sie das Wirtshaus und als der Barde auf dem Tisch das Amulet der Parios sah wusste er wer diese junge Dame war , er rannte hinterher doch konnte er lediglich die sich auflösenten Astralspuren vor dem Eingang sehen die ein Teleportzauber meist hinterlies. Der Barde stand da und überlegte, war die Hochzeit und das alles doch erst wenige Jahre her. Wen sie Namera war, dann ist sie heute nicht älter als 25 und sicher hat sie ihre Ausbildung in diesem Fall niemals abgeschlossen. Er schaute sich suchent um aber er hatte sein Wort gegeben und so erzählte er die Geschichte auf alle Zeiten so wie er es immer Tat, das wissen gab er erst Jahre später an seinen Lehrling weiter........
Ende.
((mein Statement: eine atmosphärisch dichte Story, die angenehm zu lesen ist. Was ich allerdings nicht verstehe, warum Namera ihr Amulett im Wirtshaus liegen lässt? Für mich ist so ein Amulett etwas sehr Persönliches, Unersetzbares... außer sie hatte nen Zehnerpack dabei xD))
|
|
|
|