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Imoriath ist nun 21 Jahre...
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| Der Start einer Reise: Crudearil |
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Geschrieben von: seraein - 18.03.2008, 16:31 - Forum: Charaktergeschichten
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Wann hat meine Geschichte angefangen? Nun, wenn man die Frage so stellen möchte, würde ich sagen, etwa mit meinem 120. Lebensjahr. Eigentlich war ich ganz normal, eine junge Dunkelelfe, wie viele andere auch. Hübsch, hochnäsig, eigenwillig. Naja… Auch neugierig.
So kam es, dass ich mit 120 Jahren das Haus meiner Eltern verließ, um mich in der Welt umzusehen. Ich war entzückt, diese Welt war wundervoll. Ich sah wunderschöne Orte, und irgendwann entschloss ich mich, mich den Menschen zu nähern. Ich legte mir einen Mantel zu, der recht unscheinbar war, und von schlechter Machart, um mich den Menschen unauffällig nähern zu können. Ich legte ein Stirnband an, und band damit meine Ohren zurück, so dass sie unter der Kapuze des Mantels nicht zu sehen sein würden. Die Kapuze zog ich mir tief ins Gesicht, dass bis auf mein Kinn das Gesicht im Schatten lag. Ich beobachtete meine Verkleidung noch einmal auf der Oberfläche eines ruhigen Sees. Mich störte die Farbe meines noch sichtbaren Kinns. Meine Hände tauchten ins Wasser ein, und ich wühlte ein wenig im Grund herum, und als ich meine Hände herausnahm waren sie braun vor Schlamm. Ich rieb mir die breiige Masse auf Wangen und Kinn, und beobachtete wieder mein Gesicht. Nun konnte ich als Arbeiterin von einem Reisfeld oder so etwas durchgehen. Ich nickte zufrieden und ein klang des Entzückens brach aus mir hervor. Menschen nennen es ein fröhliches Lachen, glaube ich. Unbeschwert, nennt man es auch. Doch das wusste ich damals noch nicht, denn das waren Dinge und Worte, die meine Eltern mich nicht lehrten. Auf jeden Fall suchte ich mir einen knorrigen Stab in dem Wald, in dem ich mein Lager aufgeschlagen hatte, und machte mich auf den Weg in die Stadt.
Die Wächter stellten mir keine Fragen, und in der Bar sorgte ich auch nicht wirklich für Aufsehen. Ich bestellte mir einen Wein und musterte verzückt die anderen Kunden. Es waren zwei Zwerge, ein Mann und eine Frau, und dieses Volk bewunderte ich. Ich sah weiter, und erblickte einen Elfen, der meine Verkleidung scheinbar sofort durchschaut hatte, denn er musterte mich nur finster, die Hand auf dem Griff eines Schwertes, was ich an der Wölbung seines weißen Mantels erkannte. Ich war schon immer eine aufmerksame Beobachterin gewesen, und stolz darauf. Ich mochte die Elfen nicht, meine Mutter hatte mir viel über deren Gräueltaten erzählt. Dennoch wollte ich ein wenig höflich sein, und lächelte den Elfen freundlich an, worauf sich sein Blick verfinsterte. Ich beschloss, dass es wohl besser sei, ihn in Ruhe zu lassen.
Dann schaute ich mir die Menschen in der Bar an. Sie waren nicht so schlank und geschmeidig wie die Meinigen, und sie waren nicht so kräftig wie die Zwerge. Wenn ein Elf, sowohl dunkel als auch lichter, oder ein Zwerg gegen einen Orks kämpft, so hat er auch alleine die Chance auf einen Sieg. Der Mensch hingegen, kann, selbst wenn er mit einer Gruppe von fünfen kommt, nicht sicher sein, dass er zu jenen gehört, die den Kampf überleben. Manche von uns verachteten sie, auf Grund ihrer vermeintlichen Schwäche, ich dagegen bewunderte sie für ihren Mut, auch Feinde anzugreifen, die ihnen Gnadenlos überlegen sind.
Bei diesem Gedanken musste ich lächeln, und da ich am trinken war, und meine Lippen somit nicht im Schatten lagen, sah es einer der Menschen, der in einer Gruppe der Seinen stand, und kam zu mir herüber. Ich setzte das Glas ab, und versteckte mich wieder in der trügerischen Sicherheit meines Kostüms. Er setzte sich auf den Stuhl rechts von mir, und winkte dem Barmann: „Einen großen Krug für mich, un’ ne weit’re Flasche Wein für die hier“ Nachdem er mit klingender Münze bezahlt hatte, brachte der Wirt Wein und Bier, und zwinkerte dem Kerl zu. Ich beobachtete den Mann jetzt genauer. Groß war er, blond und er hatte einen verfilzten Bart. Ein Blick auf seine Hände zeigte Schwielen, die ihn als Schwertkämpfer auswiesen. Aber er trug keine Waffen bei sich, dessen war ich mir sicher. „Was bringt dich in eine Bar voller Männer? Ist es deine Arbeit? Wie viel kostest du?“ Er schloss seine Fragerei mit einem rauen Lachen, doch als ich ihm in die Augen sah, wusste ich, dass es sein Ernst war. Ich beschloss, ein wenig mit ihm zu spielen. „Ich koste genug, um mir meine Männer selbst zu wählen. Ich glaube kaum, dass du meiner Wert bist. Oder, was denkst du, befähigt dich, bei mir zu liegen?“ Ich hatte eine glockenhelle und klare Stimme, und der Mensch schaute mich verwirrt an. Ich lächelte ihn kokett an und goss mir von dem Wein ein, den er bezahlt hatte, dabei sprach ich, mit einer Stimme, so liebevoll wie ich es konnte: „Schon Fürsten und Adlige, welche fett und unansehnlich waren, habe ich abgewiesen, und mit Männern, die mich beeindruckten, schlief ich umsonst. Aber weder beeindruckt ihr mich, noch seid ihr reich genug, um mir zu bieten was ich suche. Ihr seid entlassen!“ In der Tat, ich hatte ihn so verwirrt, dass er freiwillig ging, da er einfach nicht in der Lage war, etwas anderes zu tun oder mir eine Erwiderung entgegen zu bringen. Der Wirt, der mitgehört hatte, schaute mich, ich glaube er wirkte traurig, an. „Das hättest du nicht tun sollen“, war alles was er sagte, bevor er sich abwandte. Ich trank mein Glas leer, und beobachtete eine Weile noch die anderen Gäste.
Als ich an dem Abend die Schenke verließ, war ich ein wenig betrunken, und schaffte es nicht in den Wald nahe der Stadt, in dem mein Lager war. Meinen Stab hatte ich im Gasthaus gelassen, und ich schaffte ohne ihn nicht mehr viel Strecke. Ich setzte mich einfach in eine dunkle Ecke, zog die Kapuze noch tiefer ins Gesicht, und hoffte, dass man mich für einen Penner halten und ignorieren würde. Eigentlich wollte ich wach bleiben, doch ich schaffte es nicht. Ich fiel in einen unruhigen Schlaf.
Als ich aufwachte, fühlte ich mich schlecht. Ich ließ die Augen geschlossen, und ich spürte, dass es noch Nacht war. Warum war ich aufgewacht? Ich hatte das Gefühl, es war kälter, oder… Mein Mantel! Ich öffnete ruckartig die Augen und sah an mir herunter: Der Mantel war weg, eine meiner Brüste entblößt und das schwarze, kurze, einteilige Kleid eingerissen. Nun hörte ich auch eine Stimme, die mich noch mehr erschrecken ließ- die Stimme des Mannes, den ich in der Kneipe verspottet hatte! „Nicht so schüchtern Krav, die tut uns nichts, die ist betrunken, und schläft wahrscheinlich noch ein paar Stunden. Bis sie aufwacht, sind wir lange mit ihr fertig, sie wird sich ein wenig wund fühlen, aber das war es auch“ Wie in der Schenke ertönte sein raues Lachen, und ich schaute unauffällig zu ihm auf. Was ich sah ließ mich schon wieder erschaudern, und dieser Schreck war der schlimmste des Tages: er trug keine Hose! Er hockte sich über mich und strich mir über die nachtschwarzen Haare. Mein Stirnband saß noch, ein Glück. Ich hatte keine Ahnung, was ich tun sollte. Ich griff an die Stelle, an der sonst mein Messer wäre, doch ich hatte es am Morgen im Wald gelassen, um die Menschen nicht zu reizen. Ein verdammter Fehler. Er griff nach dem Saum meines Kleides und schob es ein Stück hoch. Was sollte ich tun?! Einem Impuls folgend schloss ich die Hand um sein ersteifendes Glied, und er gluckste vergnügt: „So, jetzt doch freiwillig? Ha, ich habe es doch gewusst! Nun dann, Aaaaaaaargh!“ Auf seinen Schrei blickten die Anderen erschrocken auf, die sich abgewendet hatten, um dabei nicht zusehen zu müssen. Was sie sahen musste sie ziemlich erschrecken. Ich war aufgesprungen, und an meiner linken Hand troff Blut herunter. Ich öffnete die Faust und etwas längliches, blutiges fiel daraus herunter auf den Boden. Der Mann wimmerte am Boden, die Hände dort wo zuvor noch sein Gemächt gewesen war, und nun nur noch eine blutige, zerquetschte Masse von seiner Abwesenheit zeugte. Ich ging langsam auf ihn zu, und hockte mich über ihn, meine Brust wieder bedeckend und mein kurzes Kleid zurecht ziehend. Zuckersüß sagte ich zu ihm: „Ich habe dir doch gesagt, ich bin nicht interessiert, oder?“ Mit diesen Worten löste ich das Band, das meine Ohren zurückhielt, und legte ihm lächelnd beide Hände an den Hals. Mit einem Ruck, und furchtbaren Knirschen, brach sein Genick. Seine Freunde rannten die Straße entlang, und ich eilte ihnen hinterher. Als die Nacht vorbei war, hatte ich nicht nur mein erstes, sondern auch fünf weitere Male getötet. Meine Bewunderung für Menschen war verflogen, und Männer fand ich nur noch verachtenswert. Die Menschen hasse ich seit dieser Nacht noch mehr, als sogar den Erzfeind meines Volkes, die Elfen.
Nach dieser Nacht fasste ich den Entschluss, in Zukunft nie wieder unbewaffnet zu sein. In meinen Stiefeln verstecke ich seither je ein Wurfmesser, und zwei Dolche trage ich auch immer mit mir herum. Aber das reichte mir nicht. Ich ließ die Fingernägel an kleinem, Mittel- und Ringfinger etwa fünf Zentimeter weit wachsen, und ließ mir von einem Zwerg, einem Wanderschmied, sieben Zentimeter lange, fingernagelbreite Klingen herstellen, aus feinstem Silberstahl, mit kleinen Diamanten besetzt, und scharf wie ein Rasiermesser, welche ich mir auf Fingerkuppen und den langen Fingernägeln festmachen ließ. In der Tat, ich ließ mir den vordersten Fingerknochen jedes der sechs Finger (drei pro Hand) mit starkem, aber dünnem Draht durchbohren, und mit eben diesem Draht befestigte der Zwerg mir die Klingen. Wenn man nun meine Finger sah, schien es, als säßen dort natürlich gewachsene Klingen. Ich war sehr zufrieden, und die schärfe, welche ich an der Halsschlagader des Zwerges testete, sagte mir auch sehr zu.
Von da an betätigte ich mich als Attentäterin und Foltermeisterin, und hatte bald größten Gefallen daran gefunden, meine Opfer zu häuten, und qualvoll verbluten zu lassen, und wahrlich jeder sagte mir, was ich wissen wollte, auf das Versprechen, ihn dann schnell zu töten. Ich hielt es nie. Doch irgendwann begann mein Herr –sein Name tut nichts zur Sache- zu fürchten, ein anderer könnte mich bezahlen, ihn zu töten, und so schickte er seine Soldaten, um mit mir auf ihre Art abzurechnen. Da sie nichts für ihre Aufgabe konnten, ließ ich sie am Leben, doch nicht, ohne ihnen das Leben eines Eunuchen zu schenken. Ja, das war eine meiner Eigenarten geworden, meine Gegner entmannte ich liebend gerne.
Nun, diese Tat führte mich in ein Exil, da ich eine Zeit lang nicht wagte, mich wieder Städten zu nähern. Erst als ich die Nachricht vom Tode meines Herrn gestern vernahm, beschloss ich, mich wieder der nahen Stadt Dion zu nähern. Heute stehe ich dort, und ich werde sehen, was das Leben für eine 180 Jahre alte Dunkle übrig hat…
[OOC:] So, das ist die Dunkelelfe Aril, und im RP ist sie ab heute Abendansprechbar… (Tag der Schrift: 18.3.2008 ) [/OOC]
Edit: Da habt ihr eure zusätzlichen Absätze *verbeug und wegrenn*
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| Die Wiedergeburt Sandrya's |
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Geschrieben von: Sandrya - 17.03.2008, 20:40 - Forum: Aushänge
- Keine Antworten
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Lange war das Grab Sandrya's einsam, und verlassen - abgelegen in einer Höhle im Wald. Die Vögel zwitscherten vor der Höhle ihre Lieder, doch auch der eisige Winter hatte seine Spuren hinterlassen, doch die kalten Jahreszeiten hielten Sandrya's Körper in einen Frost gefangen, und schienen somit die Verwesung gestopt zuhaben.
Einige Wanderer mit weißer Kaputze ersuchten jene Höhle und befreiten den Sarg von der Erde jener auf dem Sarg lag. Es dauerte eine Weile bis sie sich tief genug in die Erde grabten und den Sarg freilegten. Mit Ächzten und Stöhnen öffneten sie den Sargdeckel und blickten auf die Elfe. Ihre Hände lagen für ein Gebet gefalten auf ihrer Brust, ihre Augen geschlossen. Seufzent strich eines der Wanderer mit seinem Handrücken über die Wange der Elfe.
M-mein Lord....ist es jene Elfe? Die Elfe, die das sogenannte Frauenvolk "Amazonen" anführte ...? Jene abtrünnigen oder unglücklichen Frauen ein Dach über den Kopf schenkte..?
Der Mann, anscheinent ihr Anführer nickte knapp, mit leichtem Druck legte er eine Hand an die Schläfe der Elfe, und die andere Hand an die Stelle, wo sich das Herz befinden sollte. Leise schien er Arkan Magische Formeln zusprechen, eine fremde Sprache hallte durch die Höhle, und einige Blitze schienen in Sandrya zu verschwinden, Sandrya's Körper verschlang förmlich die Blitze, sogenannte "Impulsströhme" Jene das Hirn sowie das Herz wieder in das Leben zurück rufen sollte. Mit den letzten Formeln, rief er die Seele selbst wieder in Sandrya, um Ihr so, die Gütigkeit und die Wärme ihrer Selbst wieder zugeben.
Sandrya's Augenlider zucken einigemale ehe sie ihre Augen langsam zu öffnen scheint, verwirrt blickt sie sich um, sie sah alles verschwommen, zulang wurde ihre Augen nicht gebraucht, so war ihr Augenlicht geschwächt. Erst nach wenigen Minuten bekam sie ihre völlige Sehkraft zurück. Ein sanftes Lächeln breitet sich aus, doch auch Verwirrung war Ihr anzusehen, sie blickt zu den Wanderern jene um ihrem Grab stehen.
Mae' Govannen werte Wanderer, Euch kenne ich,..Ihr habt mir damals im Kampf gegen die Untoten geholfen, doch wie habt Ihr mich gefunden, Mensch? Oder noch besser, warum habt Ihr mich in diese Existenz Ebene zurück geholt? War ich nicht für den Tod bestimmt ....?
Der Wanderer blickt sie mit einem warmen Lächeln im Gesicht an und reicht Ihr die Hand, um ihr aus dem Grab raus zuhelfen. Dankent nimmt Sandrya die Hilfe an, und erhebt sich aus dem Grab, doch ihr fragender Blick stand immernoch den Wanderern gegenübe.
Der Mann blickt zu der Elfe, und murmelt eher leise.
Es gibt da ein altes Sprichwort unter Wanderern....
Der Wanderer schloss kurz die Augen, ehe er erneut zu murmeln beginn.
Des Dunklen Siegers liegt im Tode, solange lebe das Lichte, könne das Dunkel Tobe' Der Kampf Licht gegen Dunkelheit kennt die Einsamkeit. Der Junge Tod sei geschworen, man wird zum Sterben geboren, doch der Tod eines Lichtkindes hat zu bedeuten, Es wird die Dunkelheit Kindes zeugens.
Der Herr atmet kurz tief ein, ehe er Sandrya warm anblickt
Werte Sandrya, all eure Fragen werden bald Antworten finden, doch, wir müssen weiter ziehn. Möge das Licht euer Herz ewig wärmen, und Euch den Weg durch die Dunkelheit leuchten!
Der Mann sowie die anderen Wanderer murmeln Formeln, kurz erschien ein grelles Licht, schützend legt Sandrya die Hände vor ihren Augen, um nicht zusehr geblendet zuwerden. Als das Licht verschwunden war - waren auch die Wanderer Spurlos verschwunden, weder Fußabdrücke oder sonstiges waren zusehen, so war eine verwirrte und verschmutzte elfe zurück geblieben. Aber auch sie erhebte sich erneut ihres Hauptes, und ging aus der Höhle - auf den Weg in die nächst gelegene Stadt...was sie dort erwarten mag, scheinen nur die Götter zuwissen.
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| Briefe in Mittelhochdeutsch ?! |
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Geschrieben von: Peppina - 17.03.2008, 15:07 - Forum: Allgemein
- Antworten (1)
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Hallo Larper, RP'ler, Mittelalterbegeisterte...
viele kennen ja das, auf unser Verständnis angepasste "alte Deutsch" auf den Mittelaltermärkten. Wer in einer Region wohnt in der noch teilweise Platt gesprochen wird (was ja dem "echten" Mittelhochdeutsch noch am ähnlichsten ist) der hat ja weniger Probleme mit dieser Sprache, bzw. damit an Quellen zu kommen sie zu lernen.
Für alle andren:
Das ZDF hat mal vor langer Zeit eine Sendereihe über das Mittelalter gebracht und im Rahmen dessen einen Minneliedgenerator auf seiner Homepage eingefügt.
Es sind zwar "nur" Grusskarten mit vorgefertigten Texten, aber vielleicht hat jemand Interesse sich da auch ein wenig Mittelhochdeutsch anhand der Wörter anzueignen.
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| Wer spielt was |
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Geschrieben von: Dolorion - 17.03.2008, 12:59 - Forum: Pen & Paper
- Antworten (27)
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Es gibt ja nun einen Haufen Systeme, die man am Spieltisch nutzen kann. Ich würde gerne eine Umfrage starten, welche Systeme innerhalb der Com genutzt werden.
Daher vorhab hier die Möglichkeit, sein System zu nennen, damit die Umfrage auch alle anspricht.
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| Sanktion gegen Spielerin Hanelore |
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Geschrieben von: Staff_Rulvien - 16.03.2008, 13:49 - Forum: Sanktionen
- Keine Antworten
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Der Account wurde für 24 Stunden wegen schwerer direkter Beleidigung im Wiederholungsfall gebannt.
Screenshots liegen vor.
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| Mörder gefasst! |
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Geschrieben von: Elsyrion - 15.03.2008, 20:22 - Forum: Aushänge
- Antworten (117)
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(Nicht nur) in Heine findet man nun den folgenden Aushang:
„Bürger und Bürgerinnen Imoriaths!
Es begab sich, dass der fünfköpfige Stadtrat Heines blutrünstig gemeuchelt wurde um ihn zu stürzen.
Der Mörder ist Elsyrion Sternenglanz, welcher wohl die Herrschaft der Stadt Heine und des Schlosses Innadril mit blutiger Meuterei an sich reißen wollte!
Wisset, dass er bei dieser Tat kein Wappen an sich trug.
Diese blutige Tat wird mit Blut gesühnt!
Ich stimme einer Hinrichtung dieses Vaterlandsverräters zu.
Thindel Silberschwinge“
Unter der Unterschrift des jungen Sohnes von Irian Silberschwinge (Vertreter der Elfen im Stadtrat von Heine) reihen sich noch weitere Unterschriften, die wohl von den Familien der verstorbenen Stadtratsmitglieder stammen.
____________
Hintergrund: Aus dem Tagebuch eines Elfen: The Last Chapter (<- Das ist ein Link)
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| Draco Helm / Heavens Divider |
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Geschrieben von: oPfErLaEmMcHeN - 15.03.2008, 14:28 - Forum: Marktplatz Archiv
- Keine Antworten
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Biete Sealed Draconic Leather Helmet suche dafür Arcana Teile oder Imperial Schild.
Weiterhin biete ich noch einen Heaven's Divider und würde diesen gerne gegen Forgotten Blade, Saint Spear oder Draconic Bow tauschen.
Angebote bitte per PN im Forum.
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| Changelog vom 15.03 |
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Geschrieben von: Polo - 15.03.2008, 12:38 - Forum: Die neusten Änderungen
- Antworten (2)
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Hi,
heute wurde folgendes eingespielt:
Geändert wurde:
- Allgemeine Fixes
- Medallien sollten wieder gedroppt werden
- Cubics sollten aktiver und aggressiver werden
- Reichweiten Probleme mit diversen Skills
- Skill Fixes
- Paar neue Skills
- Änderungen an den Widerstands Werten
- Änderung der Skill Überschreibungsregeln
- Quest/Skill etc. fixes
Allgemein gilt, wenn euer Bug Ticket noch offen ist bitte testen ob es hier richtig gefixed ist, wenn nciht, nochmal auf das Ticket antworten (und es somit pushen).
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| Ein Monat (Re: Stikes Tod) |
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Geschrieben von: Lia - 13.03.2008, 18:17 - Forum: Charaktergeschichten
- Antworten (1)
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Die wenigsten schaffen es Frieden mit sich selber zu schließen und so etwas wie vollendetes Glück zu erleben. Diejenigen, die es erreichen, lassen es sich nicht mehr so schnell wieder nehmen.
Diese Form des Glücks stirbt nicht in einem Wimpernschlag. Sie stirbt auch nicht in dem endgültigen Hieb einer Streitaxt oder in einem Pulsschlag der Verzweiflung. Es muss vieles geschehen, dass einer sich dieses Glück rauben lässt.
Doch jedes Glück ist wie eine zarte Blüte, die ihre Wurzeln in Deinem Geiste verankert hat. Wird sie nicht mehr gegossen, so nährt sie sich von Deinem Verstand und Du beginnst zu leiden.
Ein Monat.
Ist das die Zeit, die Dir bleibt sich zu fangen und neu zu orientieren, ehe Du für immer im Selbstmitleid ertrinkst? Trifft dann der Zeitpunkt ein, an dem Du Dich an den Anblick einer welken Blüte gewöhnst oder Dich gar in sie verliebst, wenn Du Dich nicht von ihr trennst? Oder spielt die Zeit gar keine Rolle, sondern nur die Erkenntnis an sich, dass alles gar nicht wirklich existent war, sondern nur ein Produkt unsrer Hoffnungen?
Wie schnell vernarbt die Wunde eines verlorenen Traumes, der Wirklichkeit wurde?
- - - - -
Tag 1
Frieden. Es erfüllt ihren Schlaf, ihr Haus und ihr Leben. Ihre Träume wurden Realität als sie Stike wirklich kennen lernte. Es war nicht das erste Treffen, dass sie von ihm überzeugte. Auch nicht das zweite. Vieles ist geschehen... vieles musste geschehen, dass sie erkannte, dass er der Richtige für sie war. Und nun lag sie da in dem gemeinsamen Bett, den gemeinsamen Sohn (keine 3 Monate alt) in die Arme geschlossen.
Jedes Erwachen war für sie wie ein kleiner Zauber. Nach so vielen Monaten konnte sie es immer noch nicht wahr haben, wie rasant sich ihr Leben geändert hatte. Sie wurde häuslich. Sie hat alle Verpflichtungen gegenüber der Wehr und der orkischen Gesellschaft fallen gelassen. Sie war nicht mehr Botschafterin für die Dunklen. Sie war nicht mehr Lehrerin und auch nicht Ratgeberin für die Horrlath und Kakai.
Sie war jetzt Mutter und Hausfrau. Sie war ganz für ihre Familie da und es erfüllte sie gänzlich.
Jeden Tag musste sie sich das ins Gedächtnis rufen, denn sie hatte zuvor Jahre lang ganz anders gelebt und es nicht für möglich gehalten je Teil eines solchen Zaubers zu werden. Es war immer noch wie das Erwachen in einen Traum. So unglaublich... und zu gut, dass es nicht wirklich wahr sein konnte.
Liebevoll deckte sie ihren Sohn zu und erhob sich aus dem Schlafzimmer. Doch Stike war nicht da. Er hatte ihr ein Jagdmesser auf dem Tisch hinterlassen.
Sie wusste was dies bedeutete.
Tag 2
Sie hat in Erfahrung gebracht, was geschehen ist. Einige Krieger der Wehr berichteten ihr, als sie im Orkdorf ankam, dass Stike unter großer Eile alleine aufgebrochen ist.
Es war nicht sonderlich ungewöhnlich. Stike war für seine Spontanität berüchtigt. Dennoch... Lia konnte ihre erste flüchtige Unruhe vor den Blicken der andren Krieger nicht verbergen. Was konnte geschehen sein, dass Stike mitten in der Nacht das Heim verliess?
Lange brütete sie über einem Tee an der Feuerstelle innerhalb des Wohnbereiches ihres Hauses am Meer. Sorgenfalten kräuselten sich auf ihrer Stirn und sie kaute unbewusst auf ihren Fingernägeln herum. Er hat seinen Kriegern nicht gesagt wohin er auf brach, sondern nur, dass es ein bis zwei Wochen dauern könnte. Wieso hat er sich nicht die Zeit genommen eine Nachricht zu hinterlassen? Was war so wichtig, dass es nicht einen Augenblick aufgeschoben werden konnte, um sich wenigstens von ihr und dem Kind zu verabschieden?
Sie lehnte sich zurück und blickte sinnierend in das Feuer. Er ist ein guter Mann. Es muss wichtig gewesen sein. Und er würde ganz sicher zurück kehren, so früh er nur konnte, versicherte sie sich selber. Ja, sie vertraute ihm in diesem Punkt. Vermutlich war es eine dringliche Mission. Ein Bote Kakais kam in der Nacht und hat höchste Diskretion verlangt. Stike wird das Kind und sie nicht grundlos aus dem Schlaf gerissen haben wollen, also wollte er die Sache schnell hinter sich bringen... so oder so ähnlich wird es gewesen sein.
Tag 3
Sie versuchte sich mit Hausarbeit zu beschäftigen. Ihre Gedanken kreisten immer wieder um Stike. Sie machte sich Sorgen, das konnte sie nicht vor sich selber verbergen. Lesen konnte sie nicht. Dazu fehlte ihr die Konzentration. immer wieder sah sie zu der Tür, als hoffe sie er würde endlich hindurch treten. Doch diese Hoffnung war kindisch, das wusste sie. Es hiess er sagte er wäre ein bis zwei Wochen weg und es war nicht das erste Mal, dass er so lange Weg war. Doch noch nie begleitete sie beim Warten eine solche Ungewissheit.
Tag 4
Das Haus war sauber. Es gab nichts mehr zu tun. Sie hat Staffeleien aufgestellt und Bilder gemalt, die sie zu den andren im Wohnbereich stellte. Ihre Kreativität hat sie bis zum Nachmittag gänzlich ausgebrannt. Mit dem Sohn spielte sie an dem Tag wenig. Er spürte ihre Unruhe und weinte öfter als sie sonst von ihm gewohnt war. An diesem Tag fühlte sie zum ersten Mal die Leere, die ohne Stike in dem Haus herrschte.
Tag 5
Die Vorräte mussten aufgestockt werden. Eigentlich wollte sie nicht wieder ins Orkdorf. Sie fürchtete um die Fragen, die man ihr stellen würde und es kam wie es kommen musste. Auf die Frage, wo Stike hin sei antwortete sie nur er sei auf einer wichtigen Mission. Selbstsicher, ohne zu zu geben, dass sie es selber nicht wusste. Dabei wäre es leicht gewesen zu Kakai zu gehen und zu fragen, ob er ihn wirklich auf eine Mission geschickt hatte. Doch sie traute sich nicht...
Tag 6
Sie konnte nicht sagen, ob es die bedrückende Leere in ihrem eigenen Haus war oder ihr Bedürfnis nach Zuwendung, die sie dazu bewegte ihre Sachen zu packen. Sie nahm nur das Wichtigste mit und zog mit ihrem Sohn aus, in das Dorf der Gandi, in dem sie aufgewachsen war. Es war ein einfaches Dorf, das viele Erinnerungen an ihre Kindheit beherbergte. Sie bekam ein eigenes Zelt und wurde herzlich in Empfang genommen. Keiner schien von ihren Sorgen zu wissen. Die wenigsten würden sie hier auf suchen und lästige Fragen stellen. Sie hatte ein Stück Frieden wieder erlangt. Es mochte eine Illusion sein, doch es erleichterte ihr sie Situation. Ihr Sohn weinte nicht mehr so oft, wenn sie mit ihm spielte. Vielleicht war sie tatsächlich etwas lockerer geworden.
Tag 7
Sie hat sich komplett eingerichtet und ihre Vorräte aufgefüllt. Die Gandi waren sehr hilfsbereit. Die meisten kannten sie noch aus vergangenen Jahren, mit einigen hatte sie bis heute noch engen Kontakt gepflegt. Man war froh sie wieder da zu wissen, doch war man hier nicht aufdringlich. Ganz im Gegenteil. Irgendwie schienen die Leute zu spüren, dass Lia Ruhe brauchte und so blieb der meiste Besuch aus. Einzig ein alte Jugendfreundin kam sie besuchen und es tat gut über vergangene Erinnerungen aus Jugendjahren zu sprechen. Lia lachte sogar. Erst da fiel ihr auf, dass sie sechs Tage lang nicht gelacht hatte.
Tag 8
Wieder Besuch, doch dieses Mal weit aus unerwarteter. Eine Dunkelelfe betrat unter dem wachsamen und skeptischen Blick der Krieger das Dorf und suchte nach Lia. Nach so langer Zeit besuchte Pierotess sie... und sie nahm einiges an Gefahren auf sich, um hier her zu kommen. Natürlich wies Lia sie nicht weg. Die Gandi wissen, dass sie Botschafterin für die Dunkelelfen war. Es lag nahe, dass da einige Beziehungen erhalten blieben. Dennoch war es ungewöhnlich eine Dunkle ein zu lassen, doch Lia tat gut daran es zu tun. ihre alte Freundin war nieder geschlagen. ihr Anblick bescherte Lia derartige Sorgen, dass sie glatt ihre eigenen vergaß. Die Dunkelelfe schien hilf- und orientierungslos. Völlig abgekapselt und so als würde sie neben sich stehen hatte sie den weiten Weg auf sich genommen, um Rat zu suchen und Lia hatte Worte und Trost für sie: "Messe Dich nicht an dem Stolz vergangener Tage. Schaue lieber auf den Grund Deiner Seele und berühre das Kind in Dir."
Vieles konnte man in diese Worte hinein interpretieren. im Grunde waren sie jedoch nur eines. Eine Meditation für einen Neuanfang.
War es Ironie des Schicksals, dass sie diese Worte bald auf sich selber anwenden müsste? An diesem Tag kümmerte es Lia nicht. Ihre eigenen Sorgen waren wie weg gewischt. Sie kümmerte sich um die Dunkelelfe.
Tag 9
Über eine Woche war Stike nun weg und nicht einmal eine Nachricht hat sie erreicht. Ob er in Gefahr war? Nein... er würde sich nicht unnötig in Gefahr bringen. Er weiss, dass seine Familie ihn braucht. Sie war überzeugt, dass er diese Familie liebte und sie nie im Stich lassen würde. Es war doch auch ein Teil seines Glückes, nach dem er sich immer gesehnt hat. Dennoch, die Sorge um ihn hat sie innerlich ausgebrannt. Wenn sie mit ihrem Sohn spielte, so spürte sie selbst wie aufgesetzt ihr Lächeln war. An diesem Tag nahm sie sich vor ein wenig zu reisen. Nicht lange. Kurze Tagesausflüge würden es auch tun. Den Kleinen würde sie dabei mit nehmen. Es war besser, wenn er seine Aufmerksamkeit auf Neues lenkte und nicht immer nur auf den Anblick einer verunsicherten Mutter beschränkt war.
Tag 10
Sie besuchte die Wettkämpfe die zum Tag der Ehre nahe Giran abgehalten wurden. Sie war überglücklich ihre Freundin Hallistrae wieder zu treffen und die Gespräche mit ihr trösteten sie darüber hinweg, dass der Rest der Anwesenden alten Freunde ihr keine bis wenig Beachtung schenkten. Ihre Schwester Shia ignorierte sie gar gänzlich und erwiderte nicht einmal die Begrüßung, doch das war sie zumindest von ihrer Schwester gewohnt. Es war dennoch ein gelungener Ausflug. Ihr Sohn war hellauf begeistert von den schimmernden Klingen der Krieger und jubelte immer wieder bei ihren Kämpfen. Sie war verzaubert von seiner Begeisterung und der Stolz einer frischen Mutter schwemmte ihre eigenen Sorgen hinfort. Es war ein gelungener Tag. Sie würde diese Ausflüge fort setzen. Und sei es nur, um auf andre Gedanken zu kommen und ihrem Sohn mehr als ein aufgesetztes Lächeln schenken zu können.
Tag 11
Es kostete Überwindung, doch sie wagte dennoch einen Ausflug in das große Orkdorf. Sie konnte viele Dinge erledigen und schwer beladen mit Gütern nach Hause auf brechen. Auf dem Rückweg entdeckte sie jedoch Niatek, wie sie sich mit Thandorak unterhielt. Die frische 'magosh und der mürrische stolze Krieger, der wieder einmal aus einer Gefangenschaft frei gekommen war saßen an einem Lagerfeuer. Schweigend begab sich Lia hinter die beiden und belauschte das Gespräch mit unverhohlener Neugier. Sie konnte schlecht leugnen, dass die Angelegenheiten der Wehr sie immer noch interessierten. Doch dieses Gespräch war nicht irgend eines. Es berichtete von Oghtaqas Tod. Sie sei umgekommen in nördlichem Urutu-Territorium. Sicher traf es Lia, doch sie zeigte es nicht. Thandorak versprühte Wut und Verzweiflung für ein ganzes Heer Oroka, also war es wichtig sich möglichst nüchtern zu geben, wenngleich sie den Kollos am liebsten in den Arm geschlossen hätte. Doch das hätte er nicht zugelassen. Sie kannte seinen Stolz zu gut. Schon gar nicht hätte er es bei ihr zu gelassen.
Was sie bei dem Gespräch jedoch am meisten traf war nicht die Botschaft über Oghtaqas Tod. Es war die Frage nach Stikes Verbleib.
Wenn Oghtaqa tot war... was ist dann mit Stike? Offenkundig wurde seine Leiche ja nicht mit ihrer gefunden, sonst hätte Thandorak es erwähnt. Also ist er nicht wegen Oghtaqa aufgebrochen! Er muss Leben!... Oder...?!
Die Gedanken überschlugen sich. Alles was Lia erwidern konnte war: "Er ist auf einer Mission!" Dabei wusste sie nicht, ob sie überzeugend klang. Sie konnte sich selber nicht einmal mehr von ihren eigenen Worten überzeugen.
Tag 12
Paagrios Fußstapfen. So heisst der See, der der Legende nach entstand, als Paagrio in Elmore auf trat und sich in dessen Fußabdruck Wasser sammelte. Seither liessen sich Oroka darin taufen, wenn sie wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden wollten, nach dem man sie ausgestoßen hatte oder sie unehrenhaft aufgewachsen sind.
Der Winter war zwar längst vorüber gezogen, doch dieser See war immer noch zugefroren. Trotz allem fand heute eine Taufe statt. Man hatte ein Loch in die glatte Eisdecke geschlagen und ein nackter Oroka liess sich in dem kalten Wasser die Absolution erteilen. Ein Neuanfang für eine verloren geglaubte Seele.
An diesem Tag war Lia ohne ihren Sohn unterwegs. Sie hatte ihn für diesen Tag in die Obhut ihrer alten Freundin gegeben. Viel zu verstört war sie, als dass sie an diesem Tag eine gute Mutter sein konnte.
Schweigend starrte sie zu der Zeremonie und liess die zermarternden Gedanken durch ihren Kopf kreisen. War Stike etwa auch tot?! War Oghtaqa möglicherweise seine Mission gewesen? Wusste Thandorak etwas, das er ihr verheimlichte und war sie zu verblendet durch ihre Illusion, um es aus seinen Augen heraus lesen zu können?
Lange verweilte sie an dem See. Länger noch, als die Zeremonie dauerte. Der getaufte Oroka stieg mit einem stolzen Lächeln aus dem Wasser. In diesem Augenblick fühlte sie sich kleiner und unbedeutender, als jener Oroka, der gerade erst seinen Neuanfang wagte...
Tag 13
Ihre Freundin machte sich Sorgen um Lia. An diesem Tag blieb sie die ganze Zeit bei ihr und versuchte sie auf zu bauen. Das erhoffte Lächeln blieb jedoch aus oder zeigte sich nur flüchtig und aufgesetzt auf den lippen der Schamanin. Lia war dankbar für den intensiven Beistand. Ihre Freundin hatte nicht einmal Fragen gestellt, sondern war einfach nur für sie da. Sie konnte sich glücklich schätzen... doch das Glücksgefühl blieb aus.
Tag 14
Heute musste er wieder kommen. Sie hatte die ganze Nacht nicht schlafen können. Ein bis Zwei Wochen hiess es und Stike hielt immer Wort! Die Arbeiten erschienen ihr an diesem Morgen wie eine Folterung. Sie war ungeduldig. Ging nervös auf und ab und blickte immer zu der Zeltplane. Als jemand an das Zelt heran trat, riss sie nahezu in Panik die Plane bei Seite und starrte den Unglücks-Boten mit aufgerissenen Augen an. Seine Worte waren: "Es tut mir Leid..."
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Tag 28
Wenn wir auf einen See blicken, dann erkennen wir sein Temperament, an dem Gang seiner Wellen. An ruhigen Tagen, wenn der Wind ganz sanft über die Oberfläche des Sees streichelt, vermag uns der Charakter des Sees in seinen Bann zu ziehen und mit seinem besinnlichem Wellengang zu verzaubern. Das Friedliche Kräuseln seiner Oberfläche schenkt uns Ruhe und Gelassenheit.
An andren Tagen kann es stürmisch sein. Die Wellen des Sees peitschen und wirbeln herum, wie ein umzingeltes Tier, das um sein Überleben kämpft. Auch dieses Schauspiel kann meditative Wirkung auf uns haben. Es zieht uns in seinen Bann und lässt uns an seiner Geschichte teil haben.
Doch auch ein See erlebt so etwas wie einen Winter. Seine Oberfläche friert zu und wird aalglatt. Von Wellen keine spur. Das Temperament des Sees wirkt wie erstorben. Sein Leben kehrt sich nach innen und weilt tief unter der zugefrorenen Oberfläche. Es entzieht sich unserem Blick. Verborgen... unerreichbar.
Lia hat die letzten vierzehn Tage nicht geweint. Sie konnte es nicht. Selbst als sie die Nachricht von Stikes Tod erreicht hat, sank sie auf ihr Felllager und starrte ewig vor sich hin, ohne auch nur eine Regung zu zeigen Sie wollte weinen, doch es ging nicht. Vierzehn Tage verbarg sie sich vor den anderen. Besuch lehnte sie gänzlich ab.
Ihr ganz persönlicher Winter war eingezogen.
Tag 29
Paagrios Fußstapfen. Der See war immer noch zugefroren, doch an einer Stelle war das Eis dünner als sonst.
Eine nackte Orkin schlug das Eis ein und tauchte in das eiskalte Wasser. Keiner begleitete sie. Sie war selber Schamanin und sie brauchte keine Absolution. Dennoch sehnte sie sich nach diesem Ritual. Für einen Moment schwanden ihre Sinne in dem eis kalten Wasser, doch sie hatte nicht vor zu sterben. Keuchend tauchte sie wieder auf.
Es war an der Zeit neu geboren zu werden.
Es war an der Zeit neu an zu fangen.
Es war an der Zeit aus diesem Traum auf zu wachen.
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